Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 

der atomkonsens rollt...
Aufruf der Südwestdeutschen Atin-Atom-Initiativen vom 29.07.01

12 Castoren auf einmal??
STOPPEN !!


12 Castoren auf einmal??

STOPPEN !!

Der seit Wochen verschobene Atommülltransport soll nun endgültig in der nächten Woche stattfinden. In den Atomkraftwerken Stade und Brunsbüttel (bei Hamburg), Philippsburg und im stillgelegten AKW Mülheim-Kärlich warten insgesamt 9 mit hochradioaktiven Brennelementen beladene Behälter, um in die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague verschoben zu werden. Damit soll am Mittwoch, den 1. August 2001 der größte Atommülltransport in der Geschichte der BRD auf die Reise gehen. Zusätzlich stehen z.Zt. 3 Behälter vom Typ Excellox-6 im AKW Neckarwestheim, die mit verstrahlten Brennelementen beladen nach Sellafield geschickt werden sollen. Auch diese Behälter werden nächste Woche (wahrscheinlich ebenfalls am Mittwoch) abtransportiert und dann Wörth mit den anderen 9 Castoren zu einem 12-er Zug zusammengekoppelt, um in Frankreich einen Teil der Strecke als ein Gesamtzug zu fahren.

NICHTS IST MEHR WIE ES EINMAL WAR!

Auch lange vor dem Castor-Skandal gab es schon Widerstand gegen die Atommüllfuhren aus deutschen AKW zu den WAAs La Hague und Sellafield. Trotzdem: Einzelne Castorbehälter wurden in normale Güterzugverbände eingegliedert, um so unbemerkt durch die Lande zu fahren. Heute hat sich auch der Widerstand gegen WAA-Transporte so verstärkt, daß die Atomkonzerne jetzt 12 Castoren in einem Zug sammeln müssen, anstatt zu akzeptieren, daß die Atommüllverschiebung keine Lösung des Atommüllproblems ist. Und die längst fällige Konsequenz zu ziehen: Stillegung ihrer Akws. Durch die unverantwortliche Risikopotenzierung immer monströserer Massentransporte wird die Bevölkerung entlang der Transportstrecken einer noch höheren Gefährdung ausgesetzt. Doch eine Rückkehr zur Normalität des heimlichen Abtransportes - wie ihn sich die Energieversorgungsunternehmen wünschen - wird es nicht mehr geben! Castorzüge rollen nur noch - wenn überhaupt - schwer bewacht, werden immer häufiger verschoben und auch das wird sie nicht vor ungeplanten Stopps bewahren! Dem ungebrochenen Widerstand gegen die fortgesetzten Castortransporte versucht die Staatsmacht mit Einschränkungen des Demonstrationsrechtes Herr zu werden. Im Landkreis Ludwigsburg gibt es während der gesamten näxten Woche eine Allgemeinverfügung, die das Demonstrieren unter freiem Himmel entlang der Transportstrecke verbietet. Bei den letzten Transporten (noch vor Göteborg und der folgenden Hetze gegen den Anti-Globalisierungswiderstand) wurden 2 Personen durch Meldeauflagen gezwungen, am Transporttag an ihrem Wohnort zu bleiben, um sich dort mehrmals täglich bei der Polizei zu melden. Dadurch werden Menschen, die in der Vergangenheit bei Anti-Atom-Aktionen teilgenommen hatten ( und nebenbei - weder angeklagt noch verurteilt sind!) an der Wahrnehmung ihrer Grundrechte (auch in diesem Staat) gehindert.

WIR LASSEN UNS NICHT KRIMINALISIEREN!
DER WIDERSTAND GEGEN ATOMMUELLTRANSPORTE WIRD WEITERGEHEN, SOLANGE ES ATOMANLAGEN GIBT!

Und nicht nur das, denn auch der Abtransport von verstrahlten Brennelementen aus dem schon lange stillgelegten AKW Mülheim-Kärlich (bei Koblenz) ist mit nichts zu rechtfertigen. In laufenden Atomkraftwerken müssen die Brennelemente abtransportiert werden, um den Weiterbetrieb zu sichern. (Gerade deshalb wehren wir uns ja gegen die WAA-Transporte!) Dieses gängige Argument der Betreiber trifft für Mülheim-Kärlich nicht zu. In Wahrheit geht es jedoch auch hier wieder um's Geld: gemäß den vor Jahren geschlossenen Verträgen mit der französischen Betreiberfirma COGEMA muß RWE auch dann zahlen, wenn die Brennelemente aus dem stillgelegten AKW Mülheim-Kärlich nicht angeliefert werden. Für relativ wenig Geld wird die radioaktve Verseuchung durch die Wiederaufarbeitung in Kauf genommen!

Drehen wir also der französischen Plutoniumschleuder in La Hague und der englischen in Sellafield den Hahn ab! Und das zusammen mit unseren französischen FreundInnen. Das internationale Widerstandscamp gegen das im Bau befindliche Endlager für Atommüll, welches vom 21. bis 29. Juli in Bure (Lothringen/Frankreich) stattfand, hat die Zusammenarbeit der franz. und deutschen AtomkraftgegnerInnen auch in puncto Atommüllfuhren verstärkt. Näxte Woche werden in Frankreich entlang der Transportstrecke Aktionen stattfinden, die von französischen und deutschen Anti-Atom-Aktivisten gemeinsam vorbereitet wurden. Zeigen wir der internationalen Atomindustrie, daß unser Widerstand überall ist! Beteiligt Euch an den Protesten an den AbfahrtsAKW. Jede Ablenkungs- und Solidaritätsaktion steigert die Kosten! Entscheidend ist nicht nur die Beteiligung an öffentlich angekündigten Aktionen (z.B. Mahnwachen und Demos), sondern eine Vielzahl von einzelnen Aktionen entlang der Transportstrecken von den Abfahrts-AKWs, über den mittlerweile zentralen Zusammenkoppelungsbahnhof Woerth bis zur Grenze in Lauterbourg.

Infos:
Stade und Brunsbüttel: http://www.nadir.org/castor & http://www.regenbogen-hamburg.de/
Mülheim-Kärlich: www.akte-nix.de
Neckarwestheim: http://neckarwestheim.antiatom.de
Philippsburg: http://home.t-online.de/home/antiatom
Frankreich: http://www.sortirdunucleaire.org

CASTOR stoppen - AKWs vom Netz - Sofort!

 
aufkleber

zurück zu
aktuelles

zurück zu
castor 31.07.

mailingliste

termine

presseerklärungen

lokalpresse

karten / fotos

materialien/
plakate

infos zum
aktionsbündnis

rückblick

links

download
 
Mail an Aktionsbündnis
mail

Startseite
WebCounter