ein
paar Zahlen aus Polizeipresseerklärungen:
49 Platzverweise.
86 Gegenstände
wurden sichergestellt.
mehr als 160
Demonstranten in Gewahrsam genommen oder vorläufig festgenommen.
(darunter ohne vorherigen Platzverweis der Versammlungsleiter
und Pressesprecher Matthias Mauser)
insgesamt
6800 Beamtinnen und Beamte aus Baden-Württemberg, Hessen,
Bayern, Saarland, Nordrhein-Westfalen und des Bundesgrenzschutzes
waren eingesetzt.
aus Presseberichten
und -erklärungen:
fast 1000
DemonstratInnen am Sonntag in Philippsburg (Zählungen ergaben
800-910)
ca 500 Personen bei Mahnwache und Blockadeaktionen danach in Deutschland
ca 200 Personen demonstrierten und blockierten in Frankreich!!!
Insgesamt
mit dreistündiger Verspätung kam der Atommüll am
Verladebahnhof Valognes/F an.
Insgesamt
waren in den Tagen von Sonntag bis Dienstag bundesweit 3.000 Menschen
an Aktionen gegen den Transport beteiligt.
nach eigener
Befragung und Beobachtung:
ca. 50 Verletzte, vor allem durch Schlagstöckeinsatz, darunter
zwei
DemonstrantInnen mit Kopfverletzungen, die laut eines Sanitäters
in der Klinik genäht werden mußten.
Polizeipräsidium
Rheinpfalz
Pressemeldung vom 10.04.2001, 23:05 Uhr
Pressemitteilung zum Transport von Brennstäben
Die Transporte
abgebrannter Brennelemente wurden bereits an den Ausgangsorten
in Phil-lipsburg, Biblis und Grafenrheinfeld von teilweise massiven
Protestaktionen begleitet.
Insofern verweisen wir auf die Pressemitteilungen der betroffenen
Länder.
Die drei Züge trafen zwischen 14.48 Uhr und 16.19 Uhr im
rheinland-pfälzischen Wörth ein, wo ein gemeinsamer
Transport für die Wiederaufbereitungsanlage La Hague zusammen-gestellt
wurde.
Nach Eintreffen
der französischen Lock im Bahnhof Wörth um 17.50 Uhr
formierten sich nach und nach immer mehr aktionsbereite und überwiegend
aus mehreren Bundesländern angereiste Atomkraftgegner, die
insbesondere im Bereich der Ortschaft Hagenbach kurz vor der französischen
Grenze in Kleingruppentaktik versuchten, den Transport zu behindern
und aufzuhalten. Hierbei wurden verschiedene Aktionsformen angewandt.
Nach Abfahrt
des Transportzuges aus dem Bahnhof Wörth um 18.43 Uhr gelang
es Atom-kraftgegnern südlich von Hagenbach, aus einer Gruppe
von ca. 150 Personen heraus, zwei Atomkraftgegner am Gleiskörper
mittels eines Eisenrohres so fest zusammen zu ketten, dass eine
Weiterfahrt des Zuges zunächst nicht möglich war. Aus
Sicherheitsgründen wurde der Zug im Bahnhof Hagenbach polizeilich
angehalten.
Erst nachdem
die beiden Festgeketteten mittels Flex vom Schienenkörper
und dem Eisenrohr um 20.14 Uhr losgelöst und festgenommen
werden konnten, war die Strecke Richtung Frankreich wieder frei.
Unter starkem
Schutz der Polizei des Landes - Rheinland-Pfalz und des Bundesgrenz-schutzpräsidiums
West konnte dann der Transportzug seine Fahrt um 20.22 Uhr fortsetzen
und in langsamer Fahrt die restlichen Kilometer bis zur französischen
Grenze zurücklegen. Er verließ Rheinland-Pfalz um 20.53
Uhr über die französische Grenze.
Der gesamte
Einsatz wurde durch das Polizeipräsidium Rheinpfalz koordiniert.
Die verant-wortliche Durchführung der Einsätze lag bei
den Polizeipräsidien Unterfranken/Bayern, Karlsruhe/Baden-
Württemberg, Darmstadt/Hessen, dem Polizeipräsidium
Rheinpfalz für das Land Rheinland-Pfalz und dem Grenzschutzpräsidium
West.
Bilanz des
Einsatzes (bis 22.00 Uhr): Es gab in Rheinland-Pfalz 43 Ingewahrsamnahmen,
2 Festnahmen und 4 weitere Identitätsfeststellungen/ Personalienüberprüfungen
sowie 49 Platzverweise. 86 Gegenstände wurden sichergestellt.
Insgesamt
waren in diesen Polizeieinsatz ca. 6800 Beamtinnen und Beamte
der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Saarland,
Nordrhein-Westfalen und des Bundes-grenzschutzes eingesetzt.