Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Castor-Gegnerlnnen unterstützen Demonstration am 7.11. 
gegen Zwischenlager am Atomkraftwerk Neckarwestheim
     
    Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
    c/o Demokratisches Zentrum, 
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    PRESSEERKLÄRUNG                            4. November 1999
     

    Castor-Gegnerlnnen unterstützen Demonstration am 7.11. gegen Zwischenlager am Atomkraftwerk Neckarwestheim

    Auftakt für den Widerstand gegen das geplante Projekt - Zwischenlager auch keine Lösung des Atommüllproblems

    Am kommenden Sonntag, 7.11.99, findet In Kirchheim/Neckar die erste Demonstration gegen das geplante standorteigene Zwischenlager am Atomkraftwerk Neckarwestheim statt. Das Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim ruft alle Atomkraft-gegnerlnnen auf, sich zahlreich an dem Protestzug zu beteiligen. Beginn ist um 14 Uhr in Kirchheim/N. am Bahnhof. Die Demonstration, zu der auch ein Redner aus dem Wendland erwartet wird, ist der Auftakt für neuen Widerstand gegen das Atomkraftwerk.

    Die Ankündigung der Betreiber des Atomkraftwerkes in Neckarwestheim, ein unterirdisches Zwischenlager für 160 Castoren bauen zu wollen, hat zu erheblicher Unruhe in der Bevölkerung geführt. Man hatte sich mit der Atomanlage abgefunden unter der Voraussetzung, daß der Atommüll nicht vor Ort gelagert wird. Nachdem die rot-grüne Bundesregierung im Koalitionsvertrag das bisherige Entsorgungskonzept für die hochradioaktiven Abfälle als gescheitert erklärte, erIaubt sie den AKW-Betreibern, Zwischenlagerkapazitäten bei den Kraftwerken zu errichten. Noch in diesem Jahr wird mit der Antragstellung auf Genehmigung eines solchen standorteigenen Zwischenlagers am Atomkraftwerk Neckarwestheim gerechnet.

    Aus diesem Grund veranstaltet der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) die Demonstration am kommenden Sonntag, die der Auftakt zum gemeinsamen Widerstand aller Bürger und Bürgerinnen gegen das geplante Zwischenlager sein wird. Daß ein breites Bündnis der Betroffenen erfolgreich sein kann, zeigt der jahrelange Widerstand gegen das Atommüllendlager in Gorleben. Torsten Koopmann aus dem Wendland wird als Vertreter der Bl Lüchow-Dannenberg auf der Abschlußkundgebung der Demo vor dem Tor des AKW sprechen.

    Immer mehr Einwohner und Landwirte auch in den Gemeinden Neckarwestheim und Gemmrigheim engagieren sich gegen das geplante Atommülllager. "Unser Protest darf sich jedoch nicht nur gegen die neue Atomanlage richten, sondern auch gegen jeden weiteren Atommülltransport« so Herbert Würth vom Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim. Beides - sowohl neue Lagerkapazitäten wie auch Transporte - sichern den Weiterbetrieb des AKW; weil dadurch in dem Abklingbecken ständig Platz geschaffen wird für weitere abgebrannte, hochradioaktiv strahlende Brennelemente. 

    Da es jedoch kein Endlager für diese Abfälle gibt, ist die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke die einzige Lösung für das ständig wachsende Atommüllproblem.
     


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