Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
PRESSEINFORMATON
10.11.2004
Mittwoch,
10. November, 18 Uhr
Mahnwache am Ludwigsburger Bahnhof
Trauer um den französischen Atomkraftgegner
Sébastien Briat
Die AtomkraftgegnerInnen im Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand
Neckarwestheim trauern gemeinsam mit der Familie und den FreundInnen
von Sébastien Briat. Der junge französische Anti-AKW-Aktivist
kam am Sonntag, den 7. November 2004 bei einer Protestaktion gegen
den Castor ums Leben.
Angesichts der
starken Erschütterung unzähliger BürgerInnen und
AktivistInnen und ihres Verlangens, sich kollektiv zu äußern,
folgen auch AtomkraftgenerInnen aus der Region dem Appell des französischen
Netzwerk "Sortir du nucléaire" , sich am Mittwoch,
10. November, um 18 Uhr vor den Bahnhöfen zu versammeln und
Blumen niederzulegen.
Auch wenn die
Umstände dieses Dramas im Augenblick noch ungeklärt bleiben,
sind wir der Ansicht, dass
- elementare
Sicherheitsvorkehrungen nicht getroffen wurden: Ein solcher Transport
darf nicht mit der üblichen Geschwindigkeit fahren, sondern
nur mit reduzierter, so dass er jeden Moment anhalten kann;
- die beträchtliche
Anzahl atomarer Transporte durch Frankreich und Deutschland Behörden
und die Firmen der Atomindustrie dazu verleitet, bei den elementaren
Sicherheitsvorkehrungen, die man bei einem solchen Transport erwarten
muss, zu sparen bzw. Gefahren zu ignorieren.
- dieses Drama
auch zeigt, dass Personen, die im Gegensatz zu den Antiatomkraft-Aktivisten
üble Absichten hegen, den Zug mit atomarem Müll sehr
leicht hätten abfangen können.
Wir rufen unsere
Mitmenschen dazu auf, den Mut und das Engagement des jungen Sébastien
zu bedenken, dessen Ziel es war, die Umwelt und die Zukunft unseres
Planeten zu retten.
Sébastien
Briat ist bei einer gewaltfreien Aktion ums Leben gekommen, indem
er die Öffentlichkeit auf den inakzeptablen Charakter der Atomindustrie
und ihres radioaktiven Mülls aufmerksam machte.
Der Appell Sébastiens,
sich entschieden gegen die Atomindustrie und ihrem Müll zu
wehren, darf nicht ungehört verhallen.
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