Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 

Castor-Alarm in Süddeutschland vom 11. bis 13. November !


Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen
c\o Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon: 07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91


PRESSE-INFORMATION
21.10.2003

 

Castor-Alarm in Süddeutschland vom 11. bis 13. November !

Buntes Treiben gegen Castortransport!

Die südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen rufen zusammen mit französischen AtomkraftgegnerInnen zur Teilnahme an der Auftaktkundgebung gegen den Gorleben-Castor auf.
Diese findet im Rahmen der bundesweiten Kampagne "Wir sind am Zug" zum Protestbahnfahren am 25. Oktober 2003 an der deutsch-französischen Grenze in Lauterbourg in der Nähe von Karlsruhe statt.

Die Kampagne "Wir sind am Zug" thematisiert mit der ungewöhnlichen Demonstrationsform des bundesweiten Protestbahnfahrens die Beteiligung der Deutsche Bahn AG (DB) am Atomgeschäft.
Die Bahn verdient nicht nur an den Castor- und anderen Nukleartransporten, sie ist auch mit 18% am AKW Neckarwestheim beteiligt.

Um 14.38 Uhr werden die Bahnreisenden in antiatomarer Angelegenheit in Lauterbourg ankommen und mit ihren französischen FreundInnen ein buntes Spektakel mit Trommeln und Transparenten, mit Kuchen und Kaffee veranstalten.
Mit ihren mitgebrachten Atommüllfässern wollen die Demonstrantinnen aufmerksam machen auf den bevorstehenden CASTOR-Transport aus der französischen Plutoniumfabrik LaHague ins niedersächsische Gorleben. Dieser wird in der zweiten Novemberwoche zwischen dem 10. und 13. November erwartet.

Die aufrufenden Initiativen bekräftigen Ihre Position, dass das geplante Endlager Gorleben ebenso wie die Zwischenlager an den AKW-Standorten nicht für die sichere Lagerung von Atommüll geeignet sind und lediglich dem Weiterbetrieb der Atomanlagen dienen. Sie thematisieren die systematische Verseuchung der Umwelt durch den Betrieb der Plutoniumfabriken La Hague (Frankreich) und Sellafield (Großbritannien).
Es gibt bisher gar kein Endlager, und eine sichere Verwahrung des Atommülls über Jahrtausende ist unmöglich. Gorleben darf durch die Transporte nicht wider besseren Wissens als Endlager festgeschrieben werden.

Die Alibi-Einrichtung der rot-grüne Bundesregierung, der sogenannte AKEnd, ein Arbeitkreis, der die Kriterien für eine Endlagerstandortsuche neu definieren sollte ist daran gescheitert, dass die Verursacher die erheblichen Kosten der Suche nach einem Endlager nicht übernehmen wollen. Stattdessen bereiten sich die großen Energieversorger wie RWE-Power, Eon, EnBW und Vattenfall auf die nächste Generation von Atomkraftwerken vor, und zugleich exportiert die Siemens AG ihr Know-how im Bau von Atomanlagen in alle Welt. So ist der Konzern in den Ausbau von Atomanlagen u.a. in Osteuropa, Brasilien, der Türkei und im Iran involviert.

Finanziert werden diese Projekte über staatliche Bürgschaften der Bundesregierung, also von Steuermitteln, die ansonsten überall gestrichen werden.

Vom französischen Netzwerk Atomausstieg "Réseau Sortir du nucléaire" wird Stephan Lhomme eine Rede für die AtomkraftgegnerInnen aus Frankreich und Deutschland halten.

Informationen zum geplanten Widerstand gegen den Castor-Transport gibt es beim Infotelefon der südwestdeutschen anti-atom-Initiativen 0175/711 28 94 oder auf den Internetseiten
http://neckarwestheim.antiatom.de oder http://www.castor.de oder http://www.sortirdunucleaire.org. Spenden sind herzlich willkommen auf das Konto Koordinationskreis Philippsburg (Volksbank Karlsruhe BLZ 661.900.00 - Kontonummer 66.333.701).


Für die Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.

 

 

 




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