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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o Demokratisches Zentrum, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
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Presseinformation
24. 4. 2001, 14 Uhr
Erfolgreiche
Aktionen gegen Castor aus Neckarwestheim:
"Wir haben unsere Ziele für heute erreicht"
AtomkraftgegnerInnen
ziehen Zwischenbilanz - Morgen Proteste gegen Schienentransport
Walheim - Wörth - Lauterbourg
Die Aktionen von Atomkraftgegnern in den letzten Tagen im Raum Neckarwestheim
werden von den beteiligten Initiativen durchweg positiv bewertet.
Morgen gehen die Proteste weiter, dann gegen den Schienentransport
von Walheim nach Wörth in Rheinland-Pfalz und schließlich
auf den letzten zwölf Kilometern zwischen Wörth und der
deutsch-französischen Grenze.
Heidi Lindstedt,
Pressesprecherin des Aktionsbündnis Castor- Widerstand Neckarwestheim,
zieht eine Zwischenbilanz: "Zusammenfassend läßt
sich sagen: Wir haben unsere Ziele für heute erreicht.
In der Vergangenheit
wurden die Atommülltransporte von Neckarwestheim ins Ausland
lediglich von einer Hundertschaft Polizei begleitet. Heute braucht
es dazu allein am ersten Transporttag in Baden-Württemberg
2.500 BeamtInnen. Früher oder später wird also auch die
baden-württembergische Lan-desregierung merken, daß es
einfach zu viel Atommüll und zu wenig Polizei gibt, um all
diese Mengen zu bewachen. Je mehr empörte Bürgerinnen
und Bürger sich querstellen, um so früher hat die unseli-ge
Atommüll-Verschiebepolitik ein Ende.
Wichtig ist
für uns in diesen Tagen, daß viele Menschen mitbekommen,
daß weder Transporte noch zusätzliche Lager am Reaktor
das Atommüll-Problem lösen, weil es noch immer weltweit
kein siche-res Endlager für hochradioaktive Abfälle gibt.
Eingrenzen läßt sich diese mißliche Lage nur durch
ei-nen sofortigen Stopp der Atommüll-Produktion durch die Stillegung
der Reaktoren. Durch die große öffentliche Resonanz können
wir viele Menschen für unsere Argumente gewinnen.
Besonders erfreulich
ist, daß es uns trotz eines Großaufgebotes der Polizei
und trotz martialischer Drohungen im Vorfeld des Transportes gelungen
ist, durch die frühmorgendliche Blockade die Abfahrt des Transports
um mehrere Stunden zu verzögern. Gewaltbereite DemonstrantInnen
haben wir übri-gens in all den Tagen nicht gesehen, dafür
bei der Räumung der Blockade nicht wenige gewaltbereite PolizeibeamtInnen.
Wer die Gewalt versucht herbeizureden, nur um dann selbst hart zupacken
zu können, betreibt ein unseriöses Geschäft mit der
politischen Streitkultur in diesem Land.
Es hat uns sehr
ermutigt, daß es überall in der Republik Solidaritäts-Aktionen
von AtomkraftgegnerIn-nen gab, beispielsweise in den Bahnhöfen
von Lüneburg, Leipzig und
Göttingen und auf der berühm-ten Jeetzel-Brücke im
Wendland. Dort stoppten 50 BürgerInnen per Notbremse den Zug
und hielten eine kurze Solidaritäts-Kundgebung für Neckarwestheim
ab."
Wie geht es
weiter? Morgen richten sich die Proteste der Anti- Atom-Initiativen
gegen den Schienen-transport des Atommülls von Walheim über
das pfälzische Wörth bis zur deutsch-französischen
Gren-ze bei Lauterbourg. "Die Strecke ist lang und überall
kann die Polizei nicht sein", so Lindstedt, "des-halb
könnte es noch die eine oder andere Überraschung geben."
Mit freundlichen
Grüßen
Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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