Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Erfolgreiche Aktionen gegen Castor aus Neckarwestheim:
"Wir haben unsere Ziele für heute erreicht"



Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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Presseinformation
24. 4. 2001, 14 Uhr

Erfolgreiche Aktionen gegen Castor aus Neckarwestheim:
"Wir haben unsere Ziele für heute erreicht"

AtomkraftgegnerInnen ziehen Zwischenbilanz - Morgen Proteste gegen Schienentransport Walheim - Wörth - Lauterbourg


Die Aktionen von Atomkraftgegnern in den letzten Tagen im Raum Neckarwestheim werden von den beteiligten Initiativen durchweg positiv bewertet. Morgen gehen die Proteste weiter, dann gegen den Schienentransport von Walheim nach Wörth in Rheinland-Pfalz und schließlich auf den letzten zwölf Kilometern zwischen Wörth und der deutsch-französischen Grenze.

Heidi Lindstedt, Pressesprecherin des Aktionsbündnis Castor- Widerstand Neckarwestheim, zieht eine Zwischenbilanz: "Zusammenfassend läßt sich sagen: Wir haben unsere Ziele für heute erreicht.

In der Vergangenheit wurden die Atommülltransporte von Neckarwestheim ins Ausland lediglich von einer Hundertschaft Polizei begleitet. Heute braucht es dazu allein am ersten Transporttag in Baden-Württemberg 2.500 BeamtInnen. Früher oder später wird also auch die baden-württembergische Lan-desregierung merken, daß es einfach zu viel Atommüll und zu wenig Polizei gibt, um all diese Mengen zu bewachen. Je mehr empörte Bürgerinnen und Bürger sich querstellen, um so früher hat die unseli-ge
Atommüll-Verschiebepolitik ein Ende.

Wichtig ist für uns in diesen Tagen, daß viele Menschen mitbekommen, daß weder Transporte noch zusätzliche Lager am Reaktor das Atommüll-Problem lösen, weil es noch immer weltweit kein siche-res Endlager für hochradioaktive Abfälle gibt. Eingrenzen läßt sich diese mißliche Lage nur durch ei-nen sofortigen Stopp der Atommüll-Produktion durch die Stillegung der Reaktoren. Durch die große öffentliche Resonanz können wir viele Menschen für unsere Argumente gewinnen.

Besonders erfreulich ist, daß es uns trotz eines Großaufgebotes der Polizei und trotz martialischer Drohungen im Vorfeld des Transportes gelungen ist, durch die frühmorgendliche Blockade die Abfahrt des Transports um mehrere Stunden zu verzögern. Gewaltbereite DemonstrantInnen haben wir übri-gens in all den Tagen nicht gesehen, dafür bei der Räumung der Blockade nicht wenige gewaltbereite PolizeibeamtInnen. Wer die Gewalt versucht herbeizureden, nur um dann selbst hart zupacken zu können, betreibt ein unseriöses Geschäft mit der politischen Streitkultur in diesem Land.

Es hat uns sehr ermutigt, daß es überall in der Republik Solidaritäts-Aktionen von AtomkraftgegnerIn-nen gab, beispielsweise in den Bahnhöfen von Lüneburg, Leipzig und
Göttingen und auf der berühm-ten Jeetzel-Brücke im Wendland. Dort stoppten 50 BürgerInnen per Notbremse den Zug und hielten eine kurze Solidaritäts-Kundgebung für Neckarwestheim ab."

Wie geht es weiter? Morgen richten sich die Proteste der Anti- Atom-Initiativen gegen den Schienen-transport des Atommülls von Walheim über das pfälzische Wörth bis zur deutsch-französischen Gren-ze bei Lauterbourg. "Die Strecke ist lang und überall kann die Polizei nicht sein", so Lindstedt, "des-halb könnte es noch die eine oder andere Überraschung geben."


Mit freundlichen Grüßen
Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim




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