Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand
Neckarwestheim
c/o Demokratisches Zentrum,
Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Tel.: 07141 - 90 33 63
Fax: 07141 - 92 39 91
Presse-Kurzinformation
07.02.2000
Schichtwechselblockade am AKW Neckarwestheim
Atomkraftgegner blockierten
am heutigen Morgen die Zufahrt des GKN. Von 6.30
Uhr bis 8.00 Uhr hinderten
sie durch eine Blockade an Tor 1 die Mitarbeiter des
GKN daran, das Atomkraftwerk
über Tor eins anzufahren und zu betreten.
Die Blockade wurde um acht
Uhr von den Atomkraftgegnern beendet. Die Polizei
nahm Personalien auf.
Mit ihrer Aktion protestierten
die Demonstranten insbesondere gegen die
Erteilung der Transportgenehmigung
von Castoren nach Ahaus sowie gegen den
"Atomausstieg im Konsens"
mit 30 Jahren Laufzeit der AKWs (s. beigefügte
Presseerklärung).
Die Vorbereitungen der Atomkraftgegner
konzentrieren sich jetzt unter anderem
auf die Anlieferung der
weiteren 3 Leer-Castoren für GKN.
Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand
Neckarwestheim
c/o Demokratisches Zentrum,
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07.02.2000, 6.15 h
Presseerklärung
Kein Atomausstieg durch Rot-Grüne
Konsensgespräche!
Die rot-grüne Bundesregierung
sichert mit ihrem jetzt angestrebten Atomkonsens
den jahrzehntelangen Weiterbetrieb
der Atomkraftwerke. Die angebotenen 30 Jahre
Restlaufzeit stellen keinen
Atomausstieg dar, sie liegen sogar noch über den
bisher üblichen Laufzeiten
der AKWs. RWE-Chef Dietmar Kuhnt äußerte sich nach
dem Spitzengespräch
der Atombosse am 5.2. mit Bundeskanzler Schröder erfreut
über die "konstruktiven
Ansätze" und erwartet weiterhin "betriebswirtschaftlich
vernünftige Laufzeiten"
von mindestens "35 Vollastjahre" durch Rot-Grün.
Bundesumweltminister Trittin
hält inzwischen einen "möglichst schnellen
Ausstieg aus dieser Risikotechnologie"
nur im Konsens für möglich. Und dies,
obwohl von ihm in Auftrag
gegebene Gutachten ein Abschalten unterhalb der jetzt
zugestandenen 30-jährigen
Fristen für rechtlich durchsetzbar halten!
Durch die jetzt genehmigten
CASTOR-Transporte von Neckarwestheim, Biblis und
Philippsburg in das sogenannte
"Zwischenlager" nach Ahaus und die beantragten
Standort-Zwischenlager an
den Atomkraftwerken kann sich die Atommüllspirale
noch jahrzehntelang weiter
drehen. Mit den angebotenen 30 Jahren Restlaufzeit
würde Neckarwestheim
II noch 20 Jahre lang Atomstrom und hochradioaktiven
Atommüll produzieren.
Der im Koalitionsvertrag
von Rot-Grün angestrebte Atomausstieg ist endgültig
gescheitert!
Wir mischen uns in das bis
Ende Februar angesetzte Nachdenken über die
Restlaufzeiten der Atomkraftwerke
mit einer Aktion am
heutigen Montag, den 7.2.
ab 6.45 Uhr
vor dem Atomkraftwerk
Neckarwestheim ein
und laden Sie recht herzlich
dazu ein!
Die Pressesprecher des Aktionsbündnisses
sind vor Ort zu erreichen.