Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand
Neckarwestheim
c/o Demokratisches Zentrum Ludwigsburg,
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Ludwigsburg
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39 91
PRESSEERKLÄRUNG 26.01.2000
AKW-Weiterbetrieb durch
genehmigte CASTOR-Transporte gesichert
Anti-AKW-Bewegung kündigt
Widerstand an!
Pressekonferenz vor Tor 2 GKN am Do.,
27.01., 11 Uhr
Heute hat das BfS wie nicht anders erwartet
den Transport von 6
CASTOR-Behältern vom Typ V/19 aus
dem AKW Neckarwestheim, sowie aus
Biblis und Philippsburg nach Ahaus genehmigt.
Damit hat die ehemalige
Anti-Atom-Partei Bündnis´90/Die
Grünen den Weg für den ungestörten
Weiterbetrieb dieser AKWs freigemacht!
Das ist der eigentliche Zweck
der derzeitigen Genehmigung: Die drohende
Stillegung von AKWs wegen
voller Abklingbecken zu vermeiden! Für
die AKW-Standorte heißt das,
daß mit hochradioaktivem Müll
beladene Castorbehälter auf dem AKW-
Gelände herumstehen und das Gefahrenpotential
dort weiter erhöhen.
Die Atomwirtschaft hat allen Grund "grünen"
ExpertInnen für den
Phantasiereichtum dankbar zu sein, mit
dem diese ihnen den
Weiterbetrieb ihrer Anlagen ermöglichen
und ihnen quasi als
Morgengabe der Konsensgespräche Löcher
im Atomgesetz aufzeigen! Denn
diese Genehmigung wird dazu führen,
daß die Umgangsmenge des
radioaktiven Inventars über den genehmigten
Rahmen hinaus erhöht
wird, was im Grunde genehmigungspflichtig
ist. Die entsprechenden
Genehmigungen fehlen. Wir bezweifeln die
rechtliche Zulässigkeit
dieses Verfahrens und werden entsprechende
Prüfungen veranlassen.
Damit ist der Einstieg in die Endlagerung
von Atommüll an den
Standorten getan. Wir betrachten diese
Genehmigung als Ermächtigung
zur Einrichtung von als solchen nicht
genehmigten Zwischenlagern,
dies wird niemals akzeptiert werden.
Die Anti-AKW-Bewegung bereitet sich ab
sofort verstärkt auf
Widerstandsaktionen gegen die Transporte
vor. Für den Fall, daß die
Transporte tatsächlich rollen sollten,
kündigt die Anti-AKW-Bewegung
schon jetzt heftigen Widerstand an. Dies
gilt selbstverständlich auch
für den Fall, daß zusätzlich
noch Transporte in die
Wiederaufarbeitungsanlagen genehmigt werden.
Die Anti-AKW-Bewegung wird ihre Ziele nicht
dem rotgrünen
Konsensgeschacher unterordnen. Unser Ziel
bleibt weiterhin:
> Die sofortige Stillegung aller Atomanlagen!
Wir laden sie herzlich zu unserer Pressekonferenz
morgen in
Neckarwestheim ein. Ralf Peters (HessenBadenPlenum/Biblis),
Jochen
Stay (Kampagne X1000 mal quer-überall)
sowie die Pressesprecher des
Aktionsbündnis, Heidi Lindstedt und
Herbert Würth stehen ihnen ab 11
Uhr vor Tor 2 des AKW Neckarwestheim für
weitere Informationen zur
Verfügung. Für schöne Foto-Motive
wird gesorgt.