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CASTOR-ALARM
La
Hague - Kehl - Gorleben

Es
ist soweit!
Castor stoppen Stillegung der Atomanlagen erzwingen!
Nach Verhängung
des Transportestops wegen des Castorskandals 1998 soll Ende März
2001 der erste Castortransport seit fast drei Jahren erfolgen. Er soll
von der sogenannten Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague/Frankreich zum
Zwischenlager in Gorleben im Landreis Lüchow-Dannenberg (Wendland)
gehen. Im Anschluß daran sind noch für dieses Jahr Transporte
von Philippsburg, Biblis und Stade nach La Hague und von Neckarwestheim
nach Sellafield und außerdem nach Ahaus geplant.
Für den Abfahrtstermin
(den Tag X) des La Hague-Castors ist Montag der 26. März
im Gespräch. D.h., er würde in der Nacht vom 26. auf den 27.
die dt.-franz. Grenze überqueren, am 27. abends in Dannenberg
am Verladekran ankommen und am 28. das letzte Stück nach Gorleben
auf der Straße zurücklegen. Doch aus den Erfahrungen der Vergangenheit
haben wir gelernt, daß sich der Transporttermin und route auch plötzlich
verschieben können. Am wahrscheinlichsten scheint zur Zeit der Grenzübergang
Kehl am 27.3., gegebenefalls müssen wir natürlich auch mit anderen
Grenzübergänge wie Perl/Apach oder Forbach/Saarbrücken
rechnen Auf jeden Fall: Haltet euch bereit!!
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3./4. 3. Aktion
"Eine Nacht im Gleisbett" im Wendland (Infos über x1000malquer)
4. 3 Sonntagsspaziergang
Neckarwestheim
17.3. dezentraler
Aktionstag "Bahnhosmission"
24.3. Auftaktdemo
13.00 Bahnhof Kehl, über die Europabrücke nach Frankreich
24.3. Lüneburg 12.00 Sternmarsch zur zentralen Kundgebung in
Lüneburg danach: Einrichten in den Camps entlang der Strecke zwischen
Lüneburg und Dannenberg
25.3. lustige
und bunte Aktionen, Programm vor Ort in Kehl und im Wendland
26.3. TagX Mahwache
am Bahnhof Kehl und Erwartung des Transports
26./27.3. 0.00,
Überqueren der Grenze
27.3. Schienentransport
von der Grenze zum Verladekran in Dannenberg begleitet von vielen
Aktionen
28.3. Straßentransport
von Dannenberg zum Zwischenlager Gorleben auch begleitet von vielen
Aktionen
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X-minus:
Aktionswochenende ist das Wochenende vor dem voraussichtlichen Transporttermin
(also nach dem aktu-ellen Stand Sa/So der 24./25.3.). Nach der Auftaktdemo
am Sa 24.3. 13.00 in Kehl und um 12.00 in Lüne-burg sollen möglichst
viele Leute gleich in der jeweiligen Region bleiben und sich in dort
installieren. |
Kontaktadressen:
Initiative
für den Atomausstieg Trier (IfAT)
Friedens- & Umweltzentrum Trier,
Pfützenstr.1, 54290 Trier,
Tel. 0651/994101-7, Fax -8
Email: atomausstieg@yahoo.de
Treffen: Sonntags 18 Uhr
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Tips
für den Tag X
Da es sich bei dem
Tag, an dem der Castor-Transport fährt, um einen ganz besonderen
Tag handelt, gibt es einiges, was zu beachten ist, um erfolgreiches Demonstrieren
und Blockieren zu ermöglichen.
Das fängt schon
bei der Anfahrt an.
Seid ihr mit dem Auto unterwegs, müßt ihr mit Polizeikontrollen
rechnen, sobald ihr in die Nähe der Transportstrecke kommt. Deshalb
solltet ihr unbedingt darauf achten, daß euer Auto ordnungsgemäß
ausgerüstet ist. Das heißt: TÜV (sollte wohl klar sein!),
Verbandskasten, Warndreieck, Fahrzeugpapiere, Führerschein. Außerdem
ist es sinnvoll, immer genügend Benzin/Diesel im Tank zu haben, um
auch ohne Tankstelle mobil zu bleiben, und sowohl überregio-nale
als auch detaillierte Karten von der Region , in der ihr aktiv werden
möchtet, mitzunehmen. Das ist deshalb wichtig, da ihr nicht immer
damit rechnen könnt, auf direktem Weg zu eurem Zielort zu gelangen,
da die günstigsten Zufahrtswege häufig von der Polizei gesperrt
werden.
Falls ihr vorhabt, mit der Bahn anzureisen, müßt ihr damit
rechnen, daß die Züge vor Castor-Transporten nicht immer fahrplangemäß
verkehren.
Am wichtigsten ist
natürlich die Information, wann und wo der Castor entlang- bzw. losfährt.
Das erfahrt ihr einer-seits über Zeitungslektüre bzw. kurzfristiger
über Radiomeldungen (vor allem die Regionalsender ausprobieren!).
Dabei ist es empfehlenswert verschiedene Sender zu vergleichen und beabsichtigte
oder durch einen veralteten Infor-mationsstand entstandene Falschmeldungen
zu berücksichtigen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, beim Infotelefon anzurufen:
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Infotelefon:
für Kehl: 07141 / 90 33 63, ab
Mitte März: 0175 - 711 28 94
für´s Wendland: 05841 / 70 92 82
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Im Internet:
vorher reinschauen sinnvoll, um sich z.B. Landkarten und Fotos anzuschauen,
z.Bsp. bei:
http://www.oneworldweb/castor.de http://www.x1000malquer.de
Karte mit möglichen
Grenzübergängen für Castor-Transporte und Bildern von Kehl:
http://www.geocities.com/castor-saar/grenzuebergaenge.html
Am Tag X selbst ist
der Aufenthaltsort des Transports leicht an darüberkreisenden Hubschraubern
zu erkennen.
Informationen, die
für euren Aufenthalt vor Ort wichtig sind, erhaltet ihr im Wendland
vor allem bei der Infowiese in Dahlenburg und Dannenberg. Für Kehl
wird es in Bahnhofsnähe eine Anlaufstelle (blauer Infobus) geben.
Falls ihr früher
anreisen wollt, um auch rechtzeitig dortzusein, bestehen Übernachtungsmöglichkeiten
in den verschiedenen Camps im Wendland (in Wendisch Evern, Nahrendorf,
Govelin, Tollendorf, Hitzacker, Gusborn) und bei der Schlafplatzbörse
in Kehl. Trotz vorhandener Großzelte ist es besser, sein eigenes
Zelt oder zumindest Schlafsack und Isomatte mitzubringen. Leider muß
damit gerechnet wer-den, daß nahegelegene Schlafplätze schon
während der Tage vor dem Transport geräumt werden, so daß
ihr euch darauf einstellen müßt, mobil zu sein.
Um die anstrengenden
Tage gut zu überstehen, empfiehlt es sich, ausgeschlafen anzukommen
und Alkohol und Drogen (auch wegen Polizeikontrollen) auf alle Fälle
zu Hause zu lassen. Dafür solltet ihr an ausreichend Essen und Trinken
denken. Es wird zwar eine Volxküche geben, aber je nachdem wie-viele
WiderständlerInnen kommen, wird es vielleicht nicht immer für
alle reichen oder je nach Situation schwierig sein...
Wendland-Karte: Topographische
Karte 1:50 000, Naturpark Elbufer-Drawehn, Niedersächsisches Landesvermessungsamt
Kehl - Radio: SWR1 93,5; SWR2 96,2; SWR3 98,4; SWR4 97,0; HR3 92,7; DeutschlandFunk
106,3
Allein machen sie
dich ein!
Kommt in Gruppen,
achtet aufeinander! Bildet z.B. Bezugsgruppen und verabredet Orte zum
Wiedertreffen! Wer alleine unterwegs ist, kann sich an die Leute von den
Infostellen wenden..
Wichtig!
Wichtig! Wichtig!
In dem Leitfaden der Roten Hilfe "Was tun, wenn es brennt?"
könnt ihr zu folgenden Punkten ausführliche Tips nachlesen:
(die Lektüre ist vor der Anreise unbedingt zu empfehlen!!)
- was ihr auf keinen Fall und was ihr unbedingt mitnehmen solltet (Checkliste
siehe unten) und warum
- Verhalten bei Demonstrationen u.ä./ Juristisches
EA-Gorleben: Tel: 05849-971030, Fax: -31,
EA-Kehl: noch unklar, wird demnächst veröffentlicht - erfahrt
ihr auch beim Infobus
EA = Ermittlungsausschuß,
jemand von uns der/die Anrufe entgegennimmt, alles notiert und RechtsanwältInnen
über Festnahmen, Polizeikessel etc. informiert, damit was gegen unternommen
wird!
"Was
tun, wenn es brennt?"
Infobroschüre der Roten Hilfe (Schon mal dran gedacht, Mitglied bei
der RoHi zu werden?)
Einige juristische
Tips:
- EA-nr. auf Unterarm
schreiben (bei Festnahme o.ä. auf Telefonat bestehen und dort anrufen)
- Bei Festnahem
nur Name, Anschrift, Beruf, Geburtsdatum, Familienstand nennen ansonsten
grundsätzlich Aussage verweigern, die Polizei stellt NIE harmlose
Fragen!
- Erkennungsdienstliche
Behandlung ablehnen und nur unter Protest durchführen lassen, Widerspruch
einlegen und den unterschreiben, sonst nichts unterschreiben!!
- Nach Name und
Dienstnummer und Vorgesetztem fragen, merken oder notieren
- Beschlagnahmte
Gegenstände quittieren lassen
- Besteht auf Euer
Recht Euren Anwalt bzw. EA anzurufen
- Ihr dürft
maximal 48 Std. festgehalten werden danach müßt Ihr einem
Haftrichter vorgeführt oder freigelassen werden.
Denkt dran: Auch ohne
Unfall ist der Castor gefährlich, denn er strahlt! Die Stärke
und die biologische Wirkung der austretenden Neutronenstrahlung ist umstritten.
Ebensowenig erforscht sind die Auswirkungen der radioaktiven Niedrigstrahlung,
der vor allem das Transport- und Begleitpersonal ausgesetzt sind. Also
auch wir! Hier gilt: Abstand halten!! (mindestens 3-5 m)
Checkliste
woran ihr denken
solltet:
Kleidung:
wetterfeste, gepolsterte, bequeme Kleidung, auch zum Wechseln; Handschuhe,
trockene Halstücher; eventuell: Nierenschutz und anderes, das ihr
zum Warmhalten und zum Schutz vor Stürzen braucht; dichte Plastiktüte,
zum Verpacken tränengasver-seuchter Klamotten
Schuhe: fest und möglichst wasserdicht (keine Birkis, Sandalen, Clocks
u.ä.)
Brillen mit Sportbügeln, Sonnenbrillen, eventuell: Gasschutzbrillen
Kontaktlinsen sind bei Tränengaseinsatz sehr schädlich!
Fahrzeuge:
vorschriftsgemäß ausgerüstete Autos, Motorräder und/oder
Fahrräder, um mobil zu sein. Hierfür Ersattzteile, Ventile,
Schläuche, Ersatzreifen, Autosicherungen, Birnen, Luftpumpen...
Werkzeug:
zum Reparieren von Fahrräder, Zelten, Zäunen, Straßen...
Taschenlampe mit Ersatzbatterien
Essen und Trinken
(keinen Alkohol!):
vor allem an Notration denken! Z.B. Müsliriegel, Traubenzucker, Schokolade
Besteck und Geschirr:
Becher, Gabel, Löffel, Messer, Brettchen
Toillettenartikel:
abbaubare Seife, Zahnpasta, Zahnbürste, Klopapier, Tampons, Binden,
Taschentücher
Medikamente/Erste
Hilfe:
Verbandszeug, Augenspülflaschen mit klarem Was-ser, Medikamente,
die du dauerhaft oder in Streßsi-tuationen brauchst (Herz-Kreislauf-
, Diabetesmittel, Anti-Epileptika, Asthmaspray, Pille...) für mehrere
Tage!
für eventuelle
Blockaden:
wasserdichte Overalls/Regenkleidung, Sitzkissen, große Plastikplanen
mit Luftlöchern
Trillerpfeifen, Trommel, alles zum Krachmachen
Kommunikationsmittel:
Handys (Achtung: nicht abhörsicher und ortbar!), Scalls, Quix...
gültige Ausweispapiere:
Personalausweis/Reisepaß, Führerschein, Fahrzeug-papiere
Telefonkarte und Kleingeld, um im Notfall telefonie-ren zu können
Stift und Papier
für Gedächtnisprotokolle, Notieren von EA-Nummer...
auf keinen Fall
mitnehmen solltet ihr:
- Tagebücher,
Adreßbücher, Kalender, persönliche/ politische Aufzeichnungen
und ähnliches
- bei Aktionen Schminke
und Fettcreme (bindet Tränengas!)
- Dosenbier, jeglichen
Alkohol und andere Drogen
- Hunde, Wellensittiche,
Katzen, Elefanten,...., die sind von soviel Lärm und Streß
sehr irritiert und unglücklich
Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit !
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