Wir
demonstrieren am
Sonntag,
7. November 99
gegen
das geplante Atommülllager Neckarwestheim/Gemmrigheim.
Unsere
Gesundheit ist gefährdet!
Die
Entsorgung wird auch durch ein Zwischenlager nicht gelöst!
Aus
dem Zwischenlager kann ein Endlager werden!
Der
geologische Untergrund ist instabil!
Auftakt
14 Uhr am Bahnhof Kirchheim/Neckar
Weiterer
Treffpunkt in Gemmrigheim oberhalb der Tennisplätze 14.15 Uhr
Zugverbindungen:
Stuttgart Hbf ab 13.05, Ludwigsburg ab 13.15, Heilbronn Hbf ab 13.26
Kein
atomares Zwischenlager.
Diesen
Aufruf unterstützen: Bürger für Gemmrigheim, Walheimer Forum,,
Arbeitskreis Kommunalpolitik Kirchheim e.V., Bund der Bürgergerinitiativen
Mittlerer Neckar e.V., BUND Besigheim, Bündnis Mensch und Umwelt Besigheim,
Strahlenmeßgruppe des BBMN, Aktion Strom ohne Atom Stuttgart, BUND
Landesverband Ba-Wü, SPD Gemmrigheim/Kirchheim.
V.I.S.D.P.
Aktion Strom ohne Atom / Jutta Salzer Mittenfeldstr. 122 Stuttgart
Aufruf
zur Demonstration am 7. November
Kein atomares
Zwischenlager in Neckarwestheim/Gemmrigheim
Die
rot-grüne Bundesregierung hat 1998 im Koalitionsvertrag festgehalten,
daß das bisherige Entsorgungskonzept für radioaktive Abfälle
gescheitert sei. Deshalb hätten die Betreiber eines Atomkraftwerkes
am Kraftwerksstandort oder in dessen Nähe Zwischenlagerkapazitäten
als Alternative zur Wiederaufarbeitung- zu schaffen. Im Dezember 1998 haben
sich die Betreiber des Gemeinschaftskernkraftwerkes Neckar (GKN), Neckarwestheim
erstmals dazu geäußert. GKN-Geschäftsführer Dr. Hans
Wiedemann erläuterte, daß GKN, wenn es nicht den Betrieb einstellen
wolle, ein eigenes Zwischenlager bauen müsse. Im Mai 1999 wurden schließlich
die Pläne für ein Zwischenlager im GKN präsentiert: Zwei
unterirdische Stollen für 160 CASTOR- -Behälter mit einem Abluftkamin
sollen auf dem Kraftwerksgelände auf Gemmrigheimer Gemarkung entstehen.
Folgende
Gründe sprechen gegen die Einrichtung eines solchen Zwischenlagers:
Unsere
Gesundheit ist gefährdet
Aus geologischen Gründen ist eine unterirdische Lagerung nicht zu
verantworten. Der Untergrund des Kraftwerksgeländes ist zerrüttet
und anfällig für die Bildung von Hohlräumen. Folge: Es könnten
Risse in den Lagerungsstollen auftreten und radioaktive Stoffe in die Umgebung
gelangen.
Die Behälter können undicht werden. Vor allem die Deckel sind
eine Schwachstelle.
Die Luft, die die heißen CASTOR-Behälter kühlt, wird ungefiltert
durch den Abluftkamin an die Umgebung abgegeben. Diese Luft ist unsere
Atemluft.
Wir befürchten, daß strahlende Partikel aus dem Zwischenlager
austreten. Diese können durch den Wind weiträumig verteilt werden
oder in das Grundwasser gelangen.
Es besteht die Gefahr der Freisetzung von Radioaktivität durch Sabotage
oder Erpressung.
Das
Zwischenlager ist erst der Anfang
Wir befürchten, daß nach der Erstgenehmigung eines Zwischenlagers
anschließend weitere Betriebsgenehmigungen folgen werden, so daß
aus dem Zwischenlager ein Dauer-Zwischenlager, dann ein Endlager wird
Die Kraftwerksbetreiber versuchen, durch die Anlage von Zwischenlagern
einen möglichst langen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke zu sichern.
Durch ein Zwischenlager wird das Entsorgungsproblem nur in die Zukunft
verschoben, und die Gewinne der Energieversorger werden gesichert auf dem
Rücken der Bevölkerung an den Kraftwerksstandorten
Wenn Behälter undicht werden, wenn repariert oder umgefüllt werden
muß, dann braucht man dazu eine Atomfabrik und Konditionierungsanlage.
Wir befürchten, daß hierfür eine Einrichtung entstehen
wird. Folge:
Noch
ein Atomkomplex in unserer Region -
Zukunftsverantwortung
- Fehlanzeige
Die Castor-Behälter sind nicht für eine Langzeitlagerung geeignet.
Was kommt nach dem Ende ihrer Lebensdauer?
Der Druck auf die Kraftwerksbetreiber, eine sichere Entsorgungsmöglichkeit
zu suchen, wird durch Zwischenlager gemindert.
Ein Zwischenlager einzurichten, heißt, es wird noch mehr Atommüll
produziert. Dies ist verantwortungslos -gegenüber zukünftigen
Generationen. Schon jetzt ist zuviel strahlender Abfall vorhanden, der
nicht sicher verwahrt werden kann.
Weil nicht geklärt ist, ob die strahlenden Abfälle zukünftig
und auf Dauer sicher verwahrt werden können, muß auf diese Art
der Energieversorgung ganz und sofort verzichtet werden.
Zwischenlager
- ein Standortnachteil
Ein Zwischenlager vergrößert die Angst der hiesigen Bevölkerung
vor Radioaktivität. Einige werden abwandern und wegziehen.
Grundstücke und Immobilien werden an Wert verlieren.
Die Attraktivität für Gewerbeansiedlung im Mittleren Neckarraum
wird sinken.
Deshalb
rufen wir zur friedlichen Demonstration am 7. November zum GKN auf. Wir
fordern, alle Planungen zur Einrichtung eines Zwischenlagers in Neckarwestheim/Gemmrigheim
einzustellen und keinen weiteren Atommüll zu produzieren
Diesen
Aufruf unterstützen:
Arbeitskreis
Kommunalpolitik Kirchheim/N, Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) Besigheim,
Bürger für Gemmrigheim, BUND Baden-Württemberg, BUND Besigheim,
Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. (BBMN), SPD Ortsverein
Gemmrigheim--Kirchheim, Strahlenmessgruppe des BBMN, Strom ohne Atom Stuttgart,
Waheimer Forum e.V.