[älterer Artikel][Neuerer Artikel][Übersicht][

Ka-News: Land trifft Vorkehrungen für den Ernstfall



KA-News, 09.11.05

> Karlsruhe federführend
> Land trifft Vorkehrungen für den Ernstfall

Karlsruhe - Mit einem "Kompetenzzentrum Strahlenschutz" will die baden-
württembergische Landesregierung künftig die Abwehr und Bewältigung 
möglicher Terroranschläge mit radioaktiven Stoffen verbessern. Die 
Landesanstalt für Umweltschutz (LfU) in Karlsruhe wird dabei als 
Kopfstelle fungieren und die Aktivitäten organisieren und koordinieren.

Die Einrichtung des Kompetenzzentrums wurde von der Landesregierung am 
gestrigen Dienstag beschlossen. Es bestünden zwar keine konkreten 
Hinweise auf eine erhöhte Terrorgefahr, erklärte Umweltministerin Tanja 
Gönner im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats in Stuttgart. "Es ist 
dennoch wichtig, sich bestmöglich vorzubereiten und Vorkehrungen zu 
treffen." Ziel ist es, die Kompetenzen von Strahlenschutzexperten im Land 
in einem Netzwerk zu bündeln. "Die bereits bestehende gute Zusammenarbeit 
auf dem Gebiet des Strahlenschutzes soll optimiert, Kommunikationswege 
verkürzt werden sowie der Erfahrungs- und Informationsaustausch noch 
weiter verbessert werden", konkretisierte die Ministerin das Vorhaben.

Die in dem Netzwerk erfassten Strahlenschutzexperten sollen in einem 
möglichen Einsatzfall in erster Linie den Einsatzkräften von Polizei und 
Feuerwehr mit fachmännischem Rat zur Seite stehen. In einem ersten 
Schritt sei die Einbindung von etwa 40 Experten der zehn Landesbehörden, 
die sich mit Strahlenschutzfragen befassen, geplant. Darüber hinaus soll 
das Netzwerk auch um privatwirtschaftliche Einrichtungen erweitert 
werden. (ps/pbd)