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RPf: Atommüll-Transport verläuft störungsfrei



Rheinpfalz, 02.08.01

> Atommüll-Transport verläuft störungsfrei 
> WÖRTH/HAGENBACH: 40 bis 50 Demonstranten

Nur wenige Minuten später als geplant verließ gestern gegen 18.45 Uhr der 
längste Atommüll-Transport in der Geschichte Deutschlands den Bahnhof 
Wörth. Etwa 40 bis 50 Demonstranten protestierten am Bahnübergang beim 
Hagenbacher Bahnhof gegen den Transport. 

Die ersten der insgesamt zwölf Atommülltransport-Behälter trafen am 
Nachmittag ab 16.50 Uhr in Wörth ein: erst drei, dann zwei und um 17.38 
Uhr dann gleich sieben auf einmal.
In Hagenbach hatten sich derweil am Nachmittag Atomkraftgegner mitten auf 
dem Platz vor dem Bahnübergang am Bahnhof unter den Bäumen versammelt. 
Bis am Abend stieg ihre Zahl auf 40 bis 50. In etwas weiterem Abstand, an 
den Rändern des Platzes, standen schätzungsweise 100 Schaulustige. 
Außerdem standen auf der Straße die Autos. Denn bereits eine gute halbe 
Stunde vor der Durchfahrt des Atommüll-Zuges war die Straße am 
Bahnübergang gesperrt: Offenbar hatte die Polizei vor Ort auf Grund einer 
Fehlinformation zu früh mit der Durchfahrt gerechnet.
Nach dem der Atommüll-Transport vorbei gefahren war, blockierten einige 
Demonstranten, die sich vor die Polizeireihe gestellt oder gelegt hatten, 
für knappe fünf Minuten die Straße. Von Umstehenden und wartenden 
Autofahrern wurde dies mit zum Teil heftigen Unmutsäußerungen 
kommentiert. Schließlich drängte die Polizei die Demonstranten auf den 
Platz unter den Bäumen ab.
Um 19.11 Uhr erreichte der Zug Lauterbourg. Behinderungen hatte es laut 
Polizei keine gegeben. In der Südpfalz waren 1000 Polizisten und 600 BGS-
Beamte eingesetzt. (lap)