Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 

Erneut Atommülltransport aus deutschen AKW in die französische Plutoniumfabrik La Hague



(Presseerklärung der südwestdeutschen anti-atom-Initiativen vom 04.12.01)

Protestaktion der AtomkraftgegnerInnen am Mittwoch, 5.12.01
Erneut Atommülltransport aus deutschen AKW in die französische Plutoniumfabrik La Hague

Am kommenden Mittwoch soll erneut Atommüll aus vier deutschen Atomkraftwerken in die französische Plutoniumfabrik La Hague verbracht werden. Der Atomzug wird wie üblich über Wörth am Rhein nach Frankreich fahren. AtomkraftgegnerInnen planen eine Aktion in Wörth, um auf die Kontamination eines
Behälters aus dem AKW Stade aufmerksam zu machen.
Neben drei Behältern aus dem norddeutschen AKW Stade werden je zwei Behälter aus den AKW Brunsbüttel und Mülheim-Kärlich sowie ein Behälter aus dem badischen AKW Philippsburg nach Frankreich geschickt werden. Einer der aus dem AKW Stade kommenden Behälter war Mitte November beim Beladen
radioaktiv verstrahlt worden. Die radioaktive Verunreinigung des beladenen Behälters lag zwischen 3.000 und 7.000 Becquerel pro Quadratzentimeter.
Erlaubt sind bei Atommülltransporten lediglich Verunreinigungen mit einer Strahlung von vier Becquerel pro Quadratzentimeter. Die Kontaminationen konnten inzwischen zwar beseitigt werden, trotzdem ist dieser Vorfall ein erneuter Beweis dafür, daß die Betreiber der Atomkraftwerke die Kontaminationen der Atommüllbehälter nicht in den Griff bekommen. Wir erinnern uns: im Frühjahr 1998 wurde bekannt, daß etliche
Transportbehälter radioaktiv verstrahlt waren. Die Kontaminationen lagen teilweise 1000fach über dem zulässigen Wert von vier Becquerel pro Quadratzentimeter.
Dieser Castor-Skandal führte zu dem von der damaligen Bundesumwelt-ministerin Angela Merkel verhängten
Transportestopp, der erst im Frühjahr dieses Jahres wieder aufgehoben wurde.
Der für morgen (Mittwoch) geplante Atommülltransport wird wie üblich über Wörth/Rhein führen. Im Bahnhof von Wörth werden die acht Behälter zu einem Zug zusammengekoppelt und an die französische Lok gespannt.
AtomkraftgegnerInnen werden morgen in Wörth/Rhein eine witzige Aktion machen unter dem Motto "Castor-Skandal - und kein Ende!"
Mit Putzutensilien wie Wischmop und Schrubber ausgestattet werden die AktivistInnen, die mit Strahlenschutzanzügen bekleidet sind, den "verstrahlten Behälter reinigen".
Dadurch soll auf die Problematik der radioaktiven Verunreinigungen aufmerksam gemacht werden. Es ist ein Skandal, daß die Atomkraftwerksbetreiber die Behälterkontaminationen nach wie vor nicht in den Griff
bekommen. Es zeigt auch, daß die von Angela Merkel ausgearbeiteten vorbeugenden
Maßnahmen unzureichend sind um auch in Zukunft die Kontaminationen auszuschließen.
Die Aktion findet am Mittwoch, 5. Dezember 2001 ab 16.30 Uhr in Wörth am Bahnhof statt. Alle atomkritischen Menschen sind herzlich eingeladen, an der Aktion teilzunehmen und so ihren
Protest gegen die Atomindustrie und die fortgesetzten Atommülltransporte kundzutun.


CASTOREN durften nicht geputzt werden :-(

Die Putzaktion der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen gefiel der Polizei nicht sonderlich.

Daß Polizei und Bundesgrenzschutz mehr als humorlos sind, ist ja nichts wirklich Neues. Gestern
stellten sie dies am Bahnhof in Wörth erneut eindrucksvoll unter Beweis.

Unter dem Motto "CASTOR-Skandal - Und kein Ende!" wollten die südwestdeutschen
Anti-Atom-Initiativen darauf aufmerksam machen, daß die Problematik der Kontamination der Behälter
im Zuge des Beladevorgangs durch die Kraftwerksbetreiber nach wie vor nicht beherrscht wird.

Wir erinnern uns: m Frühjahr 1998 wurde bekannt, daß etliche Transportbehälter radioaktiv verstrahlt
waren. Die Lontaminationen lagen teilweise 1000fach über dem zulässigen Wert von vier Becquerel
pro Quadratzentimeter. Dies führte zu einem Transportstopp, der erst im Frühjahr 2002 aufgehoben
wurde. Angeblich hätten die AKW-Betreiber seither den Beladevorgang im Griff.

Daß dem nicht so ist, zeigte sich kürzlich im AKW Stade, wo die radioaktive Verunreinigung des
beladenen Behälters zwischen 3.000 und 7.000 Becquerel pro Quadratzentimeter. Erst nach einer
aufwendigen Reinigungsprozedur konnte dieser Behälter als "transportbereit" gelten.

Um auf diesen Mißstand aufmerksam zu machen, versammelten sich gestern Abend ca. 30 - 40
AtomkraftgegnerInnen zu einer Putzaktion - ausgerüstet mit Putzeimer, Lappen, Gartenschlauch,
Schrubber und anderen Putzutensilien sollten die CASTOREN geputzt werden. ;-)

Die Ordnungskräfte hatten hier jedoch etwas dagegen. Nachdem der eigentliche Weg zum
CASTOR-Gleis gesperrt war, wurde versucht, auf einer kleinen Abkürzung in Richtung der Behälter zu
kommen. Dies wurde durch die Polizei jedoch recht rabiat unterbunden, so daß wir leider nicht die
Chance hatten, die Strahlung auf den Behältern abzuwischen. ;-)

(indymedia.de)


Castors in Frankreich

300 m vor Lauterburg: Zug kurz gestoppt. 4 deutschen AtomgegnerInnen haben es geschafft, auf die Gleisen zu gehen. 0 deutschen Bullen, die FranzösInnen müssten die Arbeit selbst erledigen :-)

Schlitigheim, 20:25
Kurz vor Hoehnheim: 15 AtomgegnerInnen. 2 Weihnachtsmänner die sich anketten wollten sind eingekesselt worden.
Der Zug fährt um 20:25 über Schlitigheim
Hoehnheim: das Fest mit Glühwein, Weihnachts-Kuchen (Lebkuchen?), Maroni. Ca. 30 Weihnachtsleute feiern mit EinwohnerInnen, StadträterInnen, Bahnbeamten, Sanileute und Sicherheitskräften.

Haubergen vor IKEA, 20:35
1 Beobachter + 5 am Gleis, die fünf werden festgenommen. Ein Weihnachtsmann hat sich mit einer Weihnachtsfrau angekettet. ?Dank" einer Kreissäge fährt der Zug eine Viertelstunde später.

Metz, 22:50
Zug immer mit 20 Minuten Verspätung.
?besondere Aktion" auf unseren Seiten und per Telefon angekündigt.
Ein Hubschrauber begleitet den Zug.
5 CRS-Wagen auf der Brücke.
Und?
Und nichts! Das war genau was an der Aktion besonders war: sie hatten etwas für Nancy vorbereitet, und wollten nicht zur zweiten Hauptstadt Lothringen fahren.

Die Info dass sie nichts machen würden ist bei der Infostelle zwar spät angekommen, aber bei den Nachrichtendienste entweder gar nicht oder ganz spät angekommen.

Die nächste (echte :-) Aktion ist in Reims. Planmäßig 01:36.
Darüber berichte ich wahrscheinlich nicht sofort danach. Schlafen darf mensch auch. Die, die nicht lange warten wollen, können auf http://www.sortirdunucleaire.org/live.htm die aktuellsten Info anschauen.

Heute sind auch 152 Glas-Kokillien nach Japan verschifft worden.

Nächste Woche (geplant ist 11.-12.12.) fahren Glas-Kokillien zum ZWILAG in der Schweiz.
Grenzübergang: Mülhausen (Mulhouse) / Basel (Bâle). Ca. 12.12. 01:30 in Mülhausen.

Gar nicht so weit von Freiburg-i-B. oder? Wir werden auch wahrscheinlich mit BeobachterInnen usw. dabei sein, wer macht mit?
(abc-mailingliste)


CASTOR-Stopp in Wahn

Der aus Stade und Brunsbüttel kommende Atommülltransport würde im Kölner Stadtteil Wahn über eine halbe Stunde durch DemonstrantInnen aufgehalten.
Die als NikoläusInnen verkleideten AktivistInnen besetzten mit einem "STOPPT DEN CASTOR (IN) WAHN"-Transparent die Gleise.

Der aus Stade und Brunsbüttel kommende Atommülltransport würde im Kölner Stadtteil Wahn über eine halbe Stunde durch DemonstrantInnen aufgehalten.
Die als NikoläusInnen verkleideten AktivistInnen besetzten mit einem "STOPPT DEN CASTOR (IN) WAHN"-Transparent die Gleise.

Besonders um auf die Gefahr aufmerksam zu machen, die von den Transporten ausgeht, hatten die AtomkraftgegnerInnen ihre Aktion in den Ballungsraum Köln verlegt.
Kritisiert wurde von den AktivistInnen ausserdem, dass der Transport trotz der vielen Baustellen auf der Strecke in sehr hohem Tempo durch Köln rast.

Um ihre eigene Sicherheit und die des Transportes zu gewährleisten, war die polizei im Vorfeld ueber eine Blockarde unterrichtet worden, ausserdemgab es Notsignale um dem Zugführer nochmals zu warnen.

Nachdem ein Güterzug, der vor dem Atommülltransport gefahren war, aus den BlockiererInnen unerfindlichen Gründen gebremst hatte, spazierten die NikoläusInnen zum Ende des Güterzuges, um sich dort auf den Gleisen zu postieren.

Nach ein paar Minuten waren dann ganze zwei (!) BGS-BeamtInnen zur Stelle, die mit netten Bitten und Verständnisäußerungen die Aktion betreffend versuchten, die DemonstrantInnen zum Verlassen der Gleisen zu bewegen.
Das Versprechen, dass nach dem freiwilligen Verlassen der Gleise den Beteiligten die Personalien NICHT aufgenommen würden, wurde (natürlich) nicht eingehalten, sondern die Beteiligten durch herangezogene Einsatzkräfte gezwungen, sich identifizieren zu lassen.

Trotz dieses Ärgernisses erkärten sich die AtomkraftgegnerInnen mit ihrer spontanen Aktion sehr zufrieden und betonten auch, dass die BeamtInnen sich erfreulicher Weise sehr friedlich verhalten hätten. Ob dieses im Zusammenhang mit der Anwesenheit eines WDR-Filmteam stand, ist allerdings unklar.

Als letzes wünschten alle Beteiligten den BlockirerInnen im weiteren Verlauf der Strecke viel Erfolg. Erfreut waren sie besonders, als sie die Nachrichtr erreichte, dass der Atommüllzug erst ca 1 1/2 Stunden später als geplant den Koblenzer Hbf durchqueren konnte.
In Koblenz Lützel waren die Behälter aus Stade und Brunsbüttel mit zwei Behältern aus dem ausrangierten Schrottreaktor Mülheim-Kärlich zusammen gekoppelt worden.
Nach Koblenz überquerte der Transport erneut den Rhein, um dann rechtsrheinisch nach Wörth weiter zu fahren.
In Wörth wird ein Behälter aus dem AKW Philippsburg an den Transport angeschlossen. Ziel des Transportes ist die franszösische WAA La Hague.

(indymedia.de)

 


 
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