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Schikanöse
Behandlung von AKWGegnerInnen
Die Karlruher
Polizei tut ihr Bestes um AtomkraftgegnerInnen zu kriminalisieren.
Schikanöse
Behandlung von AKWGegnerInnen in Karlsruhe
Auch wenn
nach den jüngsten Berichten aus Genua wohl niemanden mehr
etwas schocken wird, hier mal ein Bericht, was einem in Ba-Wü
so passieren kann.
Tatort: ein
paar kilometer nördlich von Karlsruhe in ca. 600 m Entfernung
der Gleise. Geschehniss: 6 Personen gehen durch den Wald...
Das alleine
hat für folgendes Ingewahrsamnamespektakel ausgereicht:
Gefangennahme:
Drei von uns wurden zu Boden gerissen. Eine wurde dabei verletzt,
mit Beule am Kopf. Zwei wurden von einem Motorrad quer durch den
weglosen Wald verfolgt.
Im Wald:
Danach müssen alle für ca. eine Stunde auf dem Boden
sitzen oder liegen. Bis auf eine sind alle gefesselt. Wir dürfen
nicht sprechen und uns nicht anschauen.
Abtransport:
Gefangenenbus mit Einzelzellen, jetzt alle gefesselt.
In der Gefangenensammelstelle:
erstmal alles abgeben, wirklich alles. Sogar die Brillen müssen
wir mit folgender
Begründung abgeben: Glas ist gefährlich und es hat ja
schon so oft Tote in den Zellen gegeben... Mein Hinweis auf meine
Kunststoffgläser interessiert nicht. Dann: Nackte, geflieste
Zelle mit offenem Stehklo. Durchsuchung mit Ausziehen mitten in
der Zelle vor den Augen der anderen Gefangenen. Keine Telefonate
trotz mehrfacher Nachfrage.
Das Auto:
das Auto, sollte man meinen, sei noch unschuldiger als wir. Immerhin
war es vom Ort der Festnahme ca. einen Kilometer weit weg unauffällig
(dachten wir) in einem Wohngebiet geparkt. Doch das schützte
es nicht davor aufgemacht und durchsucht zu werden. Lobend erwähnt
werden muß einzig, daß es auch in die gleiche Gefangenensammelstelle
abgeschleppt wurde wie wir. So blieb uns die lästige Rückholaktion
erspart.
ED-Behandlung:
Messen, Fotos, Fingerabdrücke, alle Daten in Computer rein.
(Die haben mich tatsächlich nach meinen Sprachkenntnissen
gefragt ... )
Das I-Tüpfelchen
war dann noch, daß mich der Obermacker von denen mit 'Ciao
Bella' verabschiedet hat...
Und wieso
das alles? Sie werfen uns den Versuch eines gefährlichen
Eingriffs in den Schienenverkehr vor.
eMail: anti-atom-karlsruhe@gmx.de
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