Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 

La Hague - Gorleben im November 2003

Stand 11.11.03

Der Gorleben-Castor im Südwesten - November 2003


Pressemeldungen: Castor-Stopp in Züttlingen

Berliner Morgenpost 11.11.2003

Warten auf Castor
Atomtransport mobilisiert militante Kernkraftgegner in Frankreich und Deutschland

Von Peter Scherer
Dannenberg - Der umstrittene Castor-Transport ist gestern mit mehrstündiger
Verspätung in Deutschland angekommen. Der mit zwölf Atommüll-Behältern beladene
Zug überquerte gegen 16.15 Uhr bei Lauterbourg im Elsass die Grenze. Zuvor
hatten Atomkraftgegner den Transport nach Gorleben unerwartet früh blockiert:
Bereits in Frankreich ketteten sich am Mittag Umweltschützer an die Schienen
und hinderten den Zug rund zwei Stunden an der Weiterreise. Die folgende
Fahrt verlief zunächst ohne Zwischenfälle, bis sich am Abend zwei Aktivisten
im Landkreis Heilbronn an die Schienen ketteten und den Zug zum Stillstand
brachten. Erst nach zweistündigem Zwangstopp gegen 23 Uhr konnte der Zug
seine Fahrt in Richtung Niedersachsen fortsetzen. Der Polizei war es gelungen,
die beiden Atomkraftgegner loszuschneiden. Zehn Aktivisten wurden nach Angaben
des Bundesgrenzschutz in Gewahrsam genommen.
Die zwölf Castorbehälter sollen heute in Dannenberg ankommen und von der
Schiene auf Tieflader umgesetzt werden, die sie nach Gorleben bringen. Unterdessen
dauerten die Proteste von Atomkraftgegnern in der Umgebung von Gorleben
an, auch in Lüneburg und Dannenberg gab es Demonstrationen.
Der Atommülltransport ist nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden
von einem "bedeutsamen gewaltbereiten Störerpotenzial" bedroht. Damit die
Sicherheit des umstrittenen Zuges und die der friedlichen Demonstrationen
dennoch gewährleistet werden kann, ist ein Großaufgebot von Tausenden von
Beamten des Bundesgrenzschutzes und der Polizei in Bereitschaft versetzt
worden. Bereits im Vorfeld des Castortransports hatte es nach den Feststellungen
des Bundesamtes für Verfassungsschutz Anschläge militanter Atomkraftgegner
gegeben: Am 21. Oktober hatten laut Staatsschutz unbekannte Täter auf der
Bahnstrecke Mannheim-Karlsruhe im Gleisbett Aluminiumbehälter deponiert
und an mehreren Stellen Kabel der "Linienzugbeeinflussung" zerstört. Eine
ICE-Lok war durch diese Manipulationen so stark beschädigt worden, dass
der Zug seine Fahrt nicht fortsetzen konnte. Bereits am 14. September war
zudem ein Signalkabelschacht in Brand gesetzt worden. Die Verantwortung
für den Anschlag hatte eine "Gruppe Oktan 95" übernommen. In einem Bekennerschreiben
drohten die Aktivisten: "Es gibt kein ruhiges Hinterland!"
Nach den Feststellungen des Verfassungsschutzes kommt es im Zusammenhang
mit Atommülltransporten in Deutschland "regelmäßig zu Sachbeschädigungen
an Gleisen und Oberleitungen von Bahnstrecken". In ihrem Szeneblatt "Interim"
hatten militante Kernkraftgegner über das vergangene Jahr bilanziert: "Der
Widerstand ist für die Gegenseite wieder unberechenbarer geworden ... Die
Mobilisierungsfähigkeit des Widerstands ist ...ungebrochen."
Der Verfassungsschutz sieht es anders: "Verglichen mit den Transporten der
Vorjahre nahmen ... weniger Angehörige der autonomen Szene an den Widerstandsaktionen
teil; es gab weniger militante Aktionen als in den Vorjahren.


Merkur online 12.11.03
Auf den rund 1000 Kilometern quer durch Deutschland war es lediglich nahe
Heilbronn zwei Atomkraftgegnern gelungen, sich an den Gleisen fest zu ketten
und einen mehr als eine Stunde langen Stopp des Atomzuges zu erzwingen.
Die Polizei nahm sie in Gewahrsam


Rheinzeitung 12.11.03
Am Montag war der Castor-Transport bereits in Baden-Württemberg mehr als
zwei Stunden aufgehalten worden. Zwei Atomkraftgegner hatten sich nach Angaben
der südwestdeutsche Anti-Atom-Initiative auf der Strecke zwischen Heilbronn
und Würzburg in einem Rohr unter den Gleisen angekettet.


Märkische oderzeitung 11.11.03
Auf den rund 1000 Kilometern quer durch Deutschland war es lediglich nahe
Heilbronn zwei Atomkraftgegnern gelungen, sich an den Gleisen fest zu ketten
und einen mehr als eine Stunde langen Stopp des Atomzuges zu erzwingen.
Die Polizei nahm sie in Gewahrsam.


Frankfurter neue presse 12.11.03
Der umstrittene Transport war bereits am Montagabend durch Protestaktionen
im Landkreis Heilbronn rund zwei Stunden aufgehalten worden.


Spiegel online 11.11.03
Der umstrittene Transport war zuvor bereits am Montagabend durch Protestaktionen
im Landkreis Heilbronn rund zwei Stunden aufgehalten worden.


Reuters 11.11.03 16 uhr
Auf dem Weg nach Norddeutschland wurde zunächst nur zwei Mal durch Ankettaktionen
einzelner Atomkraftgegner in Frankreich und in Süddeutschland bei Heilbronn
gestoppt.


Reuters 11.11.03 13 uhr
Nach einem Stopp durch eine Ankett-Aktion zweier Atomkraftgegner bei Heilbronn
gab es zunächst keine weiteren Unterbrechungen.


Spiegel online 11.11.03
Am Montagabend war der Castor-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage
La Hague in Baden-Württemberg mehr als zwei Stunden aufgehalten worden.
Zwei Atomkraftgegner hatten sich nach Angaben der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiative
auf der Strecke zwischen Heilbronn und Würzburg in einem Rohr unter den
Gleisen angekettet.


ebund 11.11.03
An Gleise gekettet
Auch auf dem Weg nach Niedersachsen war es am Montagabend zu einer Verzögerung
gekommen. In Baden-Württemberg stoppten zwei Atomkraftgegner den Zug für
mehr als eine Stunde lang. Die beiden Männer hatten sich im Kreis Heilbronn
an die Gleise gekettet.
Sie wurden in Gewahrsam genommen.


Tagesspiegel 12.11.03
Auf den rund 1000 Kilometern quer durch Deutschland war es lediglich nahe
Heilbronn zwei Atomkraftgegnern gelungen, sich an den Gleisen fest zu ketten
und einen mehr als eine Stunde langen Stopp des Atomzuges zu erzwingen.
Die Polizei nahm sie in Gewahrsam


Reuters
Castor-Transport in der Nacht auch in Süddeutschland aufgehalten Wörth/Gorleben
(Reuters) - Der Castor-Atommüll-Transport ist in der Nacht zum Dienstag
auch in Süddeutschland von Demonstranten aufgehalten worden...
... Nachdem der Zug zuvor bereits in Frankreich von Atomkraftgegnern vorübergehend
gestoppt worden war, ketteten sich am Montagabend auch in der Nähe von Heilbronn
zwei Demonstranten an die Bahngleise und sorgten damit für eine weitere
Verzögerung von rund zwei Stunden. Die Polizei bestätigte, dass an der Aktion
zwei Männer beteiligt waren.


Stern
Blockade bei Heilbronn
Nach einem Stopp durch eine Blockade bei Heilbronn am Montagabend habe es
keine weiteren Unterbrechungen gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Ähnlich
wie zuvor in Ostfrankreich hatten sich zwei Atomkraftgegner nahe der Ortschaft
Züttlingen in einem Metallrohr unter den Gleisen angekettet


Die Welt
Der umstrittene Transport war bereits am Montagabend durch Protestaktionen
im Landkreis Heilbronn rund zwei Stunden aufgehalten worden.


Spiegel online
Am Montagabend war es erneut zu einer Verzögerung gekommen. In Baden-Württemberg
stoppten zwei Atomkraftgegner den Zug für mehr als eine Stunde lang. Die
beiden Männer hatten sich im Kreis Heilbronn an die Gleise gekettet.


SF DRS
Auf seinem Weg nach Niedersachsen war es am Montagabend erneut zu einer
Verzögerung gekommen. In Baden-Württemberg stoppten zwei Atomkraftgegner
den Zug für mehr als eine Stunde lang. Die beiden Männer hatten sich im
Kreis Heilbronn an die Gleise gekettet.

Sie wurden in Gewahrsam genommen



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