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Südwestdeutsche
anti-Atom-Initiativen in Zusammenarbeit mit "Bahnfahren
gegen die Atomwirtschaft".
Non
au nucléaire - deutsch-französischer Auftakt
in Lauterbourg
Kundgebung und Spontandemo gegen Atommülltransporte
im Rahmen des bundesweiten Aktionstages "Wir sind
am Zug"

Im
französischen Lauterbourg, direkt neben den Gleisen
der Castorstrecke nach Gorleben fanden sich am Samstag
rund 150 Menschen zu einer internationalen Protestkundgebung
ein. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages "Wir
sind am Zug" beteiligten sich Gruppen aus ganz Süddeutschland
als Abschluß Ihrer "On-rail-demonstration"
an dieser deutsch-französischen Kundgebung. Je näher
die Demogruppen ihrem Etappenziel Lauterbourg kamen, desto
mehr BGS begleitet sie, vereinzelt wurden Personalien
festgestellt. Aus Frankreich waren Gruppen des Netzwerk
Atomausstieg, Stop-Bure-Initiativen und Mitglieder lokaler
elsäßischer Gruppen gegen Atommülltransporte
gekommen und begrüßten die mit dem Zug Ankommenden
mit Transparenten auf dem Gleis. Vorm Bahnhof Lauterbourg
begann die Kundgebung in guter Stimmung mit Kaffee und
Kuchen und drei Redebeiträgen.
Deutlich
wurde die Bahn als Profiteur und Akteur des Atomgeschäfts
angeprangert, "Die Deutsche Bahn AG verdient an den
Nukleartransporten und ist selbst mit 18% am AKW Neckarwestheim
beteiligt, ihr umweltfreundliches Mäntelchen ist
leider radioaktiv." so Markus Pflüger von den
südwestdeutschen Antiatominitiativen.
Er
rief dazu auf, sich gegen den bevorstehenden Transport
nach Gorleben zu engagieren: "Nächste Woche
wird wieder die Unlösbarkeit des Atommüllproblems
gut sichtbar durch die Lande rollen. Mit weiteren 12 Behältern
hochradioaktiven Mülls von La Hague soll der Standort
Gorleben als Endlager festgeschrieben werden. Und das
obwohl der dortige Salzstock als Endlager ungeeignet ist,
was nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Beamte des
Bundesamtes für Strahlenschutz sagen. Alle sind eingeladen
nach dem 9. November, wenn der Atommüll von der Plutoniumfabrik
La Hague nach Gorleben rollt an die Transportstrecke zu
kommen - nein niemand braucht zu sagen wo und wie und
was genau - wir sind und bleiben unberechenbar! Für
die sofortige Stillegung aller Atomanlagen! Ya basta -
es reicht!"
Stephan
Lhomme vom Netzwerk Atomausstieg prangerte an, daß
in Frankreich seit neuesetem Informationsweitergaben zum
Thema Atom als Militärgeheimnis unter Strafe stehen.
Außerdem werden planen Frankreich und Finland den
Reaktorneubau, das müsse gemeinsam bekämpft
werden. Mit dieser neue Reaktorgeneration, dem deutsch-französichen
Projekt EPR von Siemens und Framatom drohe die Renaissance
der Atomernergie.
"Ob
La Hague oder Gorleben, ob Bure oder Gronau unser Widerstand
ist grenzenlos, gemeinsam stellen wir uns der Renaissance
der Atomkraft entgegen!" damit wurde die deutsch-französische
Antiatomzusammenarbeit herausgestellt.
Die
Protestierer zogen nach ihrer Kundgebung durch eine Trommelgruppe
aufgewärmt noch spontan zum Rathaus. Ein lokaler
Atomkraftgegner kritisierte dort: "Herr Bürgermeister,
wir würden Ihnen gerne sagen, daß hier gefährlicher
Atommüll durch ihre Gemeinde rollt, aber wir dürfen
es nicht, dabei sind sie eigentlich für die Sicherheit
ihrer Bürger verantwortlich.." Die französischen
Anwohner der Gegend protestieren seit Jahren gegen alle
Transporte von und nach La Hague.
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