Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 

La Hague - Gorleben im November 2003

Stand 26.10.03

Der Gorleben-Castor steht bevor! Gorleben / Südwest-Infos

Französisch-deutsche Auftakt-Kundgebung in Lauterbourg am 25.10.

Südwestdeutsche anti-Atom-Initiativen in Zusammenarbeit mit "Bahnfahren gegen die Atomwirtschaft".

Non au nucléaire - deutsch-französischer Auftakt in Lauterbourg
Kundgebung und Spontandemo gegen Atommülltransporte
im Rahmen des bundesweiten Aktionstages "Wir sind am Zug"

Im französischen Lauterbourg, direkt neben den Gleisen der Castorstrecke nach Gorleben fanden sich am Samstag rund 150 Menschen zu einer internationalen Protestkundgebung ein. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages "Wir sind am Zug" beteiligten sich Gruppen aus ganz Süddeutschland als Abschluß Ihrer "On-rail-demonstration" an dieser deutsch-französischen Kundgebung. Je näher die Demogruppen ihrem Etappenziel Lauterbourg kamen, desto mehr BGS begleitet sie, vereinzelt wurden Personalien festgestellt. Aus Frankreich waren Gruppen des Netzwerk Atomausstieg, Stop-Bure-Initiativen und Mitglieder lokaler elsäßischer Gruppen gegen Atommülltransporte gekommen und begrüßten die mit dem Zug Ankommenden mit Transparenten auf dem Gleis. Vorm Bahnhof Lauterbourg begann die Kundgebung in guter Stimmung mit Kaffee und Kuchen und drei Redebeiträgen.

Deutlich wurde die Bahn als Profiteur und Akteur des Atomgeschäfts angeprangert, "Die Deutsche Bahn AG verdient an den Nukleartransporten und ist selbst mit 18% am AKW Neckarwestheim beteiligt, ihr umweltfreundliches Mäntelchen ist leider radioaktiv." so Markus Pflüger von den südwestdeutschen Antiatominitiativen.

Er rief dazu auf, sich gegen den bevorstehenden Transport nach Gorleben zu engagieren: "Nächste Woche wird wieder die Unlösbarkeit des Atommüllproblems gut sichtbar durch die Lande rollen. Mit weiteren 12 Behältern hochradioaktiven Mülls von La Hague soll der Standort Gorleben als Endlager festgeschrieben werden. Und das obwohl der dortige Salzstock als Endlager ungeeignet ist, was nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Beamte des Bundesamtes für Strahlenschutz sagen. Alle sind eingeladen nach dem 9. November, wenn der Atommüll von der Plutoniumfabrik La Hague nach Gorleben rollt an die Transportstrecke zu kommen - nein niemand braucht zu sagen wo und wie und was genau - wir sind und bleiben unberechenbar! Für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen! Ya basta - es reicht!"

Stephan Lhomme vom Netzwerk Atomausstieg prangerte an, daß in Frankreich seit neuesetem Informationsweitergaben zum Thema Atom als Militärgeheimnis unter Strafe stehen. Außerdem werden planen Frankreich und Finland den Reaktorneubau, das müsse gemeinsam bekämpft werden. Mit dieser neue Reaktorgeneration, dem deutsch-französichen Projekt EPR von Siemens und Framatom drohe die Renaissance der Atomernergie.

"Ob La Hague oder Gorleben, ob Bure oder Gronau unser Widerstand ist grenzenlos, gemeinsam stellen wir uns der Renaissance der Atomkraft entgegen!" damit wurde die deutsch-französische Antiatomzusammenarbeit herausgestellt.

Die Protestierer zogen nach ihrer Kundgebung durch eine Trommelgruppe aufgewärmt noch spontan zum Rathaus. Ein lokaler Atomkraftgegner kritisierte dort: "Herr Bürgermeister, wir würden Ihnen gerne sagen, daß hier gefährlicher Atommüll durch ihre Gemeinde rollt, aber wir dürfen es nicht, dabei sind sie eigentlich für die Sicherheit ihrer Bürger verantwortlich.." Die französischen Anwohner der Gegend protestieren seit Jahren gegen alle Transporte von und nach La Hague.

weitere Fotos

 

Download des Flugblatts: Kopiervorlage als *.PDF (ca 450k) / . 251003_f.pdf

 

 


 
aufkleber

zurück zu
aktuelles

mailingliste

termine

presseerklärungen

lokalpresse

karten / fotos

materialien/
plakate

infos zum
aktionsbündnis

rückblick

links

download
 

Mail an Aktionsbündnis
mail

Startseite
WebCounter