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CASTOR-ALARM !
Der
näxte CASTOR kommt ! - ab dem 10. November 2002 !

So
lauten die Informationen der wendländischen AtomkraftgegnerInnen.
Diesmal soll ein Atomzug mit zwölf (!) Glaskokillen-Behältern
- beladen mit hochradioaktivem Restmüll - aus der
französischen Plutoniumfabrik La Hague nach Gorleben
rollen.
Die
12 CASTOREN sollen in Gorleben in das Zwischenlager gebracht
werden, eine einfache Lagerhalle aus Beton, von den WendländerInnen
'Kartoffelscheune' genannt. Ob die Behälter jemals
im geplanten Atommüll-Endlager, dem Salzstock Gorleben,
eingelagert werden, ist völlig offen. Denn der vor
25 Jahren als nukleares Entsorgungszentrum benannte Standort
Gorleben wird von der rot-grünen Bundesregierung
inzwischen zu Recht in Frage gestellt, weil es erhebliche
wissenschaftliche Zweifel an der Eignung des Salzstockes
gibt. 20 Jahre lang wurde die Beschaffenheit des Gorlebener
Salzstocks daraufhin untersucht, ob er als Endlager für
hochradioaktives Material tauglich sei. Diese Untersuchungen
jedoch hatten nur einen Zweck: als "Entsorgungsnachweis"
herzuhalten, denn ohne gültigen "Entsorgungsnachweis"
dürfen in der BRD keine Atomkraftwerke betrieben
werden!
Der
CASTOR kommt - und es gibt KEIN Atommüll-Endlager!
Tagtäglich
wird jedoch weiterhin in den Atomreaktoren tonnenweise
hochradioaktiver Atommüll in Form von abgebrannten
Brennelementen produziert. Die Interimslager an den AKW
Neckarwestheim, Philippsburg und Biblis und die an allen
19 deutschen Atommeilern geplanten Zwischenlager stellen
nur eine scheinbare Lösung dar, weil die Lagerungskapazitäten
spätestens nach ca. 4 Jahrzehnten erschöpft
sind. Ein ebensolches Täuschungsmanöver sind
die Transporte nach Frankreich oder England in die Plutoniumschleudern
La Hague bzw. Sellafield. Diese Müllverschiebung
dient gemäß dem Atomgesetz auch als "Entsorgungsnachweis",
obwohl der radioaktive Dreck Jahre später nach Deutschland
zurückkehrt, so wie jetzt nach Gorleben.
Aber jeder CASTOR, der ins Wendland transportiert wird,
zementiert den Salzstock Gorleben als Endlager für
die hochradioaktiven Hinterlassenschaften. Dass auf diese
Weise für den Standort Gorleben Fakten geschaffen
werden, gehört zum - einzig auf Profit ausgerichteten
- Konzept von Regierung und Atomwirtschaft: die Rücktransporte
aus La Hague erfüllen die von der französischen
Regierung gestellte Bedingung, unter der die Betreiber
der deutschen Atomkraftwerke in Zukunft weiteren Atommüll
nach Frankreich schicken können.
Diesen Preis wollen die WendländerInnen nicht zahlen,
sie rufen gemeinsam mit der bundesweiten Anti-AKW-Bewegung
dazu auf, sich dem Castor entgegen zu stellen!
Es wird wieder Zeit auf die Barrikaden zu gehen!
ENTSORGUNGSLÜGE - SICHERHEITSLÜGE - AUSSTIEGSLÜGE
sind
die Säulen des Atomprogramms, welches in Deutschland
ungebremst fortgesetzt wird.
Konkret heißt dies:
- Die Suche der Wissenschaftler und Politiker nach einer
dauerhaften Endlagermöglichkeit für den Atommüll
ist bis heute ergebnislos geblieben.
- Mehr oder minder schwere Störfälle sind an
der Tagesordnung (z.B. Philippsburg, Obrigheim, Brunsbüttel)
- Diese Störfälle werden von den Betreibern
systematisch herunter gespielt oder gänzlich vertuscht.
- Bis zur Abschaltung des letzten AKW wird sich der Atommüllberg
in der BRD verdoppeln.
- Das AKW Obrigheim bleibt mindestens 2 Jahre länger
am Netz als im Atomkonsens festgelegt.
Am Beispiel Obrigheim wird wieder einmal klar, wer letztendlich
in diesem Staat das Sagen hat. Wieder einmal hat sich
die Atomwirtschaft durchgesetzt. Die EnBW wird mit dem
alten, abgeschriebenen Schrottreaktor Obrigheim fette
Profite einfahren mit der neuerdings zugestandenen Menge
an zu produzierendem Strom.
Schluß
mit dem Geschwätz vom Atomausstieg!
Es wird wieder Zeit, was gegen den ungestörten Betrieb
von Atomkraftwerken und gegen die gesamte Atomspirale
zu tun!
Und
das nicht nur im Wendland!
Aber
diesmal richtet sich unser Protest nicht nur gegen den
CASTOR.
Diesmal geht es uns auch darum gegen den Atomstaat zu
protestieren. Die Kriminalisierung des Anti-AKW-Widerstandes
und die Repressionen gegen AktivistInnen werden nach dem
Ende der Kohl-Ära nun unter der rot-grünen Bundesregierung
nahtlos fortgesetzt bzw. sogar verschärft. Bereits
1977 erkennt Robert Jungk: "Atomindustrie - das bedeutet
permanenten Notstand unter Berufung auf permanente Bedrohung".
25 Jahre später ist der Betrieb von Atomanlagen in
Deutschland verbunden mit einer ungeheuerlichen staatlichen
Sicherheitsmaschine. Wenn der CASTOR ins Wendland rollt,
herrscht dort der Ausnahmezustand! Die von Robert Jungk
beschriebenen "neuen Methoden der Überprüfung
und Überwachung" sind mittlerweile Realität
geworden. Der Castor-Transport nach Gorleben im November
2001 ging einher - genauso wie die WAA-Transporte nach
La Hague und Sellafield - mit Grundrechtsbeschneidungen
wie z.B. Demonstrations- und Aufenthaltsverboten, Verhaftungen
und Ingewahrsamnahmen, Meldeauflagen und schikanösen
Personalienfeststellungen von DemonstrationsteilnehmerInnen.
Wer sich davon nicht abschrecken ließ, wurde mit
Bußgeld- und Strafverfahren überzogen.
Solange
Atomkraftwerke betrieben werden, solange Atomtransporte
rollen - solange wird es Widerstand gegen diese gefährliche
Technologie geben!
Wir
stellen uns quer - gegen den atomaren Normalbetrieb des
Polizeistaates!
Für die sofortige Stilllegung
aller Atomanlagen!
Für
den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie - weltweit!
Sofortiger Stopp aller Atommülltransporte!
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Alerte
transports nucléaire!
Le CASTOR arrive - et il n'y a pas de centre d'enfouissement
!
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