Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 

So wars beim Neckarwestheim-Transport

So war´s beim Neckarwestheim-Transport
Bericht von Till Querspass, freier Berufsdemonstrant

(Vorsicht, dieser Bericht enthält Satire, jedoch nur wahre Begebenheiten und Fakten!)

Fast 5000 Menschen wegen Castor-Transport auf den Beinen - mindestens 4500 gewaltbereite Personen wurden bezahlt!

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VOLLER ERFOLG
Der Einsatz war für die Polizei ein voller Erfolg.
Die Taktik, 10-15 Beamte pro Demonstrant einzusetzten, ging voll auf:
Und zwar für die Demonstranten. Laut einem sachgebietskundigen Zeitungsreporter kostete jede/r DemonstrantIn rund 25000 DM. Das ist mehr, als ein Umweltminister an einem Tag kostet. Wir meinen: Teuer ist nur recht und billig!


BITTE NICHT STÖREN - POLIZEI SCHLÄFT
Der Transport rollte nach Polizeiberichten ungestört durchs Land. Die Polizei lief nach Demonstrantenberichten verstört durch die Landschaft. Massiv gestört haben vor allem die hohen Kosten den Transport. Überhaupt nicht gestört haben 2500 Polizisten über 100 Menschen auf dem Weg zum stören:

Erstaunlich, bei soviel Polizei-Taktik, das es über 100 Menschen aus einem überwachten Camp heraus geschafft haben, die Strassentransportstrecke vor dem AKW (GKN)zu blockieren. Hierbei sei bemerkt, das 2500 Polizisten für den Strassentransport da waren, und die Strecke nur 5 km lang war... Die Abfahrt des Transportes wurde so
um ca. 1 Stunde verzögert! Dann rollte er mit der üblichen Ausstattung (Pferdestaffel, Räumpanzer, Wasserwerfer) an den gewaltebreiten Hundertschaften und einigen Castor-Gegnern vorbei.


HUBSCHRAUBER HABEN KEINE AUGEN
Die Polizei entdeckte mit vielen Hubschraubern alles, was sich bewegte, vor allem Weinbergschnecken und den Castor. Nur die 20 Menschen, die sich direkt an der Transportstrecke der B27 ihre Bettstatt ausgesucht hatten, entdeckte er nicht. Erst als 2 der Leute weggingen, um sich eine wärmere Übernachtungsmöglichkeit zu suchen, schloss die Polizei messerschaf aufgrund der aufrecht gehenden Personen, das sich da wohl auch Menschliche Wesen sehr nah an der gut bewachten Strasse aufhielten.


JETZT NEU: 2 in 1 - CASTOR-KONVOI UND DEMO ZUG IN EINEM!
Der grösste Erfolg der Polizei stand leider nicht in deren Pressemitteilungen:
Nicht nur Polizei und BGS rannten hinter dem Castor her, nein auch mindestens 20 freiwillige aus den Gruppierungen der Demonstranten liefen im Transport-Konvoi mit! (Und das ist wirklich kein Scherz!)
Von der "schönen Aussicht" bis zur Neckarbrücke reihten sich die Demonstranten ohne Probleme in den Karnevalszug der Karnevalsgesellschaft "Neckarwestheim Grün-Weiss" ein. Die Polizei war total planlos - den den über 20 Demonstranten wäre es möglich gewesen, direkt vor oder neben die Excellox-Behälter zu gelangen, doch wegen
der Strahlung wanderten sie direkt hinter dem Schwertransport-Begleitfahrzeug, direkt hinter dem letzten Behälter
her. Frei nach dem Slogan: Wandern ja - aber sicher! Den Bereich direkt neben dem strahlenden Müll wurde so dem bezahlten Personal überlassen.


NEPPER, SCHLEPPER, BAUERNFÄNGER
In dieser Nacht gab es wohl noch einige Kleingruppen, die die Polizei rund um Walheim/Neckarwestheim in Atem hielten... Laut Presseberichten wurden die Weinberge oberhalb Walheims durchsucht und die Spuren eines
Bauern auf einer frischgemähten Wiese verfolgt. Ein verdächtiges Fahrzeug, das direkt auf der Transportstrecke fuhr, wurde von zahlreichen Beamten nicht angehalten. Logisch - wenn es auf einer abgeriegelten Strasse fährt, muss das ja seine Richtigkeit haben. Mit Überraschung begrüsste die Polizei auch die Hilfsbereitschaft bei Autodurchsuchungen: Die Autobesitzer halfen der Polizei so gut es ging, und machten sie auf unzählige Verstecke in ihrem Auto
aufmerksam. Erstaunlicherweise fand die Polizei trotzdem nichts ausser einem Spezialgerät, mit dem es möglich gewesen wäre, den Castor zu Stoppen. Dieses Gerät sah zwar äusserlich wie ein Schraubenzieher aus,
wurde aber von der gewitzten Polizei sofort erkannt und konfisziert.

POLIZEI MIT SCHLAMM GETARNT - BÄUME IM WALD ENTDECKT
Zwischen Wörth und der französischen Grenze kam es zwar nicht zu Blockaden auf der Schiene, jedoch schaffte es auch dort die Polizei, eine Gruppe von ca. 30 Menschen NICHT aufzuhalten, die spontan die extrem überwachte Wahnwache Hagenbach verliessen. 3 Hubschrauber verfolgten die Gruppe jedoch tapfer. Die Gruppe wollte wohl einen
Waldspaziergang unternehmen, und übte sich im Spontan-Brückenbau über einen Fluss. Als die Polizei sich durch das Unterholz schlug, waren die Menschen schon auf der anderen Seite des Flusses und verteilten sich im neu entdeckten Naherholungsgebiet. Immerhin folgten ihnen tapfer 4-6 sehr nasse und schlammige Polizeibeamte. Das heisst, sie
versuchten ihnen zu folgen. Der Rest der Polizei stand etwas ratlos am Fluss und traute sich nicht mehr rüber, sie wollten dann lieber um den Fluss herum laufen...

Im Wald wurden erst eine halbe Stunde später ca. 50 Meter vor der Schiene kurz vor Vorbeifahrt des Castors ca. 17 Menschen eingekesselt. Der Einsatzleiter wollte die Demonstranten, wie er sagte, nur solange festhalten, bis der Castor vorbei war. Er entschied sich dann doch spontan um, und liess die Menschen "in gewahrsam" nehmen, könnte ja sein das der Castor nochmal zurückkommt!

Pro Demonstrant fanden sich beim Kessel 5 Polizeibeamte, was denn allgemeinen Schlüssel von 10 Beamten pro Demonstrant bei diesem Transport gefährlich unterschritt. Wo die anderen Menschen sich in dem kleinen Waldstück aufhielten, war der Polizei trotz Verstärkung und mehrerer Hubschrauber schleierhaft.


POLIZEI KANN AUCH ANDERS
Viele Polizisten, die auch gegen Atomkraft sind, würden sich am liebsten zu uns auf die Schienen setzen: Auch bei diesem Transport überwanden sich sehr viel Beamte, liessen sich die Haare lang wachsen, zogen sich den dicken Woll Pulli an und wickelten sich das Palituch um den Hals oder Kopf, um aktiv an unseren Aktionen und Besprechungen
teilzunehmen. Wenn ihnen zu langweilig war, zögerten sie allerdings auch nicht, "andere" Demonstranten festzunehmen. Polizist bleibt Polizist. Also doch mehr als 4500 Beamte im Einsatz...


POLIZEI VERSTEHT BUNDESWEIT NUR BAHNHOF
Und dann auch noch die bundesweiten Sondereinsätze an Bahnhöfen von Polizei und BGS: Unter anderm in Göttingen, Erfurt, Ruhrgebiet, Köln und im Wendland zeigten Menschen z.B. ihr Anlehnugsbedürfniss an Züge, verteilten Fahrpläne und ähnliches an Bahnreisende oder führten unbezahlt technische Überprüfungen von Notbremsen durch.


BARRIKADENBAU: ZUG AUF DEN GLEISEN
In Frankreich wurde der Transport am frühen Morgen mehrmals blockiert, und insgesamt ca. 30-40 Minuten verzögert! Zum Beispiel warfen im Bahnhof von Bergues bei Dünkirchen Demonstranten rauchende Gegenstände (angeblich Rauchboben, vermutlich Zigarettenkippen?) und stoppten damit einen Zug. Das war aber nicht der Castor. Der Castor
stand dahinter und konnte nicht weiterfahren, weil irgendjemand einen Zug in den Weg gestellt hatte. Später setzten sich Menschen vor Erschöpfungauf die Gleise, da sie länger als erwartet auf den Castor warten mussten.


-----Originalzitat aus der Pressemitteilung der Polizei Rheinpfalz:-------

"Durch konzentrierten Einsatz von Polizei und Bundesgrenzschutz gelang es, die beabsichtigten Einwirkungen auf den Transport und die Bahnstrecke zu verhindern." [Zitat Ende]

-----------Unsere Mitteilung an die Polizei:---------

Liebe Polizei,
durch konzentrierten Einsatz von Polizei und Bundesgrenzschutz gelang es uns, die beabsichtigten Einwirkungen auf die Transporte durchzuführen.

Jetzt staunt Ihr, stimmts?!?
Aber verstehen werdet Ihr es wohl wieder nicht.
Macht nix, hauptsache Ihr erscheint das nächste mal wieder zahlreich, denn das ist doch Euer erfolgreichstes Konzept!

Teuer ist nur Recht und billig!

Auf Wiedersehen,
Euere Chaoten und Arbeitgeber,

Hagen Bach, Desillusionist
Till Querspass , freier Berufsdemonstrant

****************************WÄRBUNG:***************************

Reservieren Sie sich jetzt schon Ihre persönliche Hundertschaft für die nächsten Transporte: Gut ausgestattetes Personal ohne finanzielles Interesse begleitet Sie und hat nur Ihre Sicherheit im Kopf, sonst nichts. Spätere Treffen nicht ausgeschlossen.

Voraussichtlich nächste freie Termine:
9.Mai Rheinsberg / Lubmin;
30.4./1.5. oder 7./8.5. Stade / La Hague

Infomationen zu Terminen, Anreise, Unterkunft und Orten der Begegnung
finden Sie auf folgenden Internetseiten: http://www.x1000malquer.de ;
http://www.regenbogen-hamburg.de ; http://beam.to/bi-greifswald ;
http://www.castor.de ; http://www.akte-nix.de ;
http://www.antiatom.de

****************************WÄRBUNG:***************************

Ein Tag im Knast: 30,- DM
Einmal wegtragen: 200,- DM
sie immer wieder überaschen zu können: UNBEZAHLBAR.

**************************************************************

*Unser Lachen wird sie besiegen!*

*Lacht kaputt, was Euch kaputt macht!*

Till Querspass
querspass@gmx.de

 

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