| Straße
war gut - Schiene wird besser! Kommt alle!
Treffpunkt
am Dienstag noch Gemmrigheim, am Mittwoch Maximiliansau!
Was war?
(Stand Dienstag 12 Uhr)
In der Nacht zum Dienstag waren in Neckarwestheim und Umgebung 300
Leute unterwegs. 200 von ihnen kamen in einer großen und mehreren
kleinen Gruppen ab 4.50 Uhr auf die Transportstrecke, obwohl die
Polizei mit einem Großaufgebot alles abgeriegelt hatte. Die
OrdnungshüterInnen waren dann auch ziemlich verblüfft
und etwas planlos. So konnte die Strecke genau zu dem Zeitpunkt
besetzt werden, zu dem die Abfahrt am AKW losgehen sollte. dpa meldete
dann auch, daß durch diese Aktion der Transport um mehrere
Stunden verzögert werden konnte.
Nach 75 Minuten
Blockade forderte die Polizei dreimal auf und gut die Hälfte
der Leute ging von der Straße. Der Rest - das waren 68 BlockiererInnen
- entschied sich aller polizeilichen Drohungen zum Trotz für
eine Räumung und Ingewahrsamnahme. Derzeit berät ein Gericht,
ob die Leute heute wieder raus können oder bis morgen im
Gewahrsam bleiben.
Auch nach der
großen Räumung hatte die Polizei die Situation nicht
völlig im Griff. Überall waren Kleingruppen unterwegs
und so dauerte es bis 7.30 Uhr, bis der Transport schließlich
losfuhr. Für die 5 Kilometer nach Walheim brauchte der Konvoi
45 Minuten, ein beachtliches Durchschnittstempo.
Das mediale
Interesse an den bisherigen Aktionen war sehr groß. So ist
ein Ziel auf jeden Fall schon erreicht: Wir konnten mit unseren
Aktionen dazu beitragen, daß die öffentliche Debatte
über Atommüll, Wiederaufarbeitung und den Konsens-Nonsens
weitergeht.
Schön auch,
daß es schon bis heute wieder eine ganze Reihe von Soli-Aktionen
in der Republik gab, mindestens in Lüneburg, Göttingen
und Leipzig gab es Bahnhofsaktionen, im Wendland machten 50 Leute
einen solidarischen Notbremsentest im Zug von Hitzacker nach Dannenberg,
direkt auf der Jeetzel-Brücke. Die Zwangspause wurde zu einer
Kurzdemo an der frischen Höhenluft genutzt.
Was kommt?
Derzeit läuft die Vermessung der Behälter und die Umladung
auf die Bahnwaggons in Walheim. Der Zug ins pfälzische Wörth
(dort soll er mit zwei Waggons aus Biblis zusammengekoppelt werden)
soll am Mittwoch aus Walheim losfahren.
Treffpunkt für
weitere Proteste ist bis heute (Dienstag) abend die Mahnwache (mit
Sleep in) auf dem Festplatz in Gemmrigheim. Ab morgen früh
(Mittwoch) um 9 Uhr gibt es in Maximiliansau (bei Karlsruhe) am
S-Bahnhof eine Mahnwache. Alle sind aufgerufen, dort hinzukommen.
Dort gibt es auch Informationen über den aktuellen Stand
und die geplanten Aktivitäten jenseits des Rheines.
Spannend wird
dann wieder das letzte Schienenstück vor der Grenze, die zwölf
Kilometer zwischen Wörth und Frankreich (Grenzübergang
Lauterbourg).
Haltet Euch
auf dem Laufenden, im Internet oder am Infotelefon vor Ort: 0175
711 2894 und vor allem:
Macht Euch noch
auf den Weg, denn wenn dieser Polizeieinsatz wieder ähnlich
groß wird, wie vor zwei Wochen (da waren es 6.800 BeamtInnen),
dann hat auch die Polizei im Süden ähnliche Probleme bei
künftigen Transporten, wie es sie schon jetzt in Niedersachsen
gibt.
Stichwort: Überstunden
Spendenkonto
für "Wegtragegebühren" (Nach dem Motto: Wer
nicht dabei war, zahlt wenigstens)
Spendenkonto
M. Diegel, Nr. 1385481856,
Haspa, BLZ 20050550.
Stichwort "Wegtragegebühr"
aktuelle Infos
zu den Geschehnissen an der Grenze findet ihr unter
www.x1000malquer.de
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