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SWR: Stuttgart/Karlsruhe - Millionen für WAK verschwendet



SWR, 26.09.06

> Stuttgart/Karlsruhe
> Millionen für WAK verschwendet

Das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes prangert auch in Baden-Württemberg 
die Verschwendung von Steuergeldern in zweistelliger Millionenhöhe an. 
Als größte Ausgabe monierte der Verband den Rückbau der 
Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK).
Eingangstor zur WAK (Quelle: dpa) 	

Die WAK (Archivbild von 2001)
	
	
	

Das Land bezahlt in den kommenden Jahren 68 Millionen Euro dafür. Die 
Landesregierung habe aber keinerlei Einfluss auf das Vorhaben, 
kritisierte der Verband. Auch der Umbau des - ohnehin schon hoch 
verschuldeten - Hockenheimrings habe bislang mit 15 Millionen Euro zu 
Buche geschlagen. Dies sei umso unverständlicher, als durch die Rennen 
regelmäßig Verluste eingefahren würden.

Sieben Millionen Euro teure Brücke ungenutzt

Sieben Millionen Euro habe der Bau der Brettachbrücke in Neuenstadt bei 
Heilbronn gekostet, so der Steuerzahlerbund. Das Bauwerk sei zwar im 
Sommer 2005 fertiggestellt worden. Es könne aber nicht genutzt werden, da 
keine Straßen dorthin führten. Die Behörden argumentieren, der Bau der 
Brücke sei Teil einer Gesamt-Ortsumfahrung, die aufgrund von 
Terminproblemen noch nicht abgeschlossen sei. Bis Ende 2007 soll nun 
alles fertiggestellt sein.

Wieslauftalbahn

Ein weiteres Beispiel für die Verschwendung öffentlicher Gelder sei die 
Verlängerung der Wieslauftalbahn bis Oberndorf. Die rund 1.000 Einwohner 
von Oberndorf seien bereits mit einem Zubringerbus an den Schienenverkehr 
an der Bahnstrecke von Schorndorf nach Rudersberg angeschlossen. Nun 
sollen sie einen eigenen Haltepunkt bekommen, der weitere Mehrkosten 
verursacht. Das gesamte Vorhaben soll voraussichtlich 1,9 Millionen Euro 
kosten, wovon das Land knapp 1,4 Millionen Euro aufbringen müsste.

700 Parkplätze die keiner mehr braucht

Und noch ein kurioser Fall von Verschwendung: Rund 700 zusätzliche 
Parkplätze wurden für das internationale Tennis-Grand-Prix-Turnier in 
Filderstadt gebraucht. Kosten: mehr als 800.000 Euro. Nachdem die 
Baugenehmigung endlich vorlag und die Stellplätze gebaut waren, zog das 
Turnier in die neu gebaute Porsche-Arena nach Stuttgart um. Die 
Parkplätze braucht nun niemand mehr.