SWR: Wörth/Mannheim: Castor-Transport passiert Südwesten ohne weitere Zwischenfälle
SWR Ba-Wü, 08.11.04
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> Castor-Transport passiert Südwesten ohne weitere Zwischenfälle
Ein Castor-Transport aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La
Hague ins Zwischenlager Gorleben ist in der vergangenen Nacht ohne
weitere Zwischenfälle durch Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg
gerollt.
Castor Warnschild (Quelle: SWR)
Castor-Warnschild
Der mit zwölf Atommüllbehältern beladene Zug hatte mehrere Stunden
Verspätung, weil er am Sonntag in Lothringen einen 21-jährigen
Demonstranten überrollte, der sich an die Gleise gekettet hatte. Der Mann
starb an seinen Verletzungen. Atomkraftgegner errichteten im Anschluss
Mahnwachen entlang der Strecke.
Nach dem schweren Unfall in Avricourt, bei dem dem jungen Mann ein Bein
abgetrennt worden war, hatte sich der Transport aufgrund
staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen verzögert. Es war der erste schwere
Unfall seit Beginn der Transporte 1995. Bereits zuvor hatten bei Nancy
Umweltaktivisten den Zug vorübergehend aufgehalten.
Die Atommüllbehälter mit hoch radioaktiven Glaskokillen waren am
Samstagabend in La Hague gestartet und sollten ursprünglich am Dienstag
im Zwischenlager Gorleben eintreffen. Auf seinem Weg nach Niedersachsen
passierte der Zug auch Hessen ohne nennenswerte Zwischenfälle. Dies
teilte das mit der landesweiten Einsatzleitung betraute Polizeipräsidium
in Fulda mit.