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SWR: Stuttgart: EnBW-Mitarbeiter werden wegen Störfall vernommen



SWR Ba-Wue, 05.11.04

> Stuttgart
> EnBW-Mitarbeiter werden wegen Störfall vernommen

Im Streit um den Störfall im Atomkraftwerk Neckarwestheim werden zwei 
Mitarbeiter der Energie Baden-Wüttemberg (EnBW) von Referatsleitern des 
Landesumweltministeriums und einem Mitarbeiter der Bundesregierung 
vernommen.

Das Bundesumweltminsterium war mit den Ergebnissen der bisherigen 
Befragungen nicht zufrieden. Sowohl der fristlos gekündigte 
Kraftwerksleiter Eberhard Grauf und der ebenfalls entlassene EnBW-
Kernkraftwerksmanager Werner Zaiss werden erneut zu den Ereignissen 
befragt.

Ende Juli war bei der Jahresrevision im Atomkraftwerk Neckarwestheim ein 
Liter leicht radioaktives Abwasser unbemerkt in den Neckar gelangt. 
Dieser Zwischenfall war von der EnBW erst eine Woche später gemeldet 
worden. Da es sich dabei bereits um die dritte Panne dieser Art in einem 
EnBW-Kernkraftwerk innerhalb von zwei Jahren handelte, hatte der neue 
Umweltminister des Landes, Stefan Mappus (CDU), ein Bußgeld beantragt. 
Die Energie-Baden-Württemberg wurde infolgedessen Ende Oktober vom Umwelt-
 und Verkehrsministerium zur Zahlung 25.000 Euro veranlagt. Die EnBW 
hatte diese Buße akzeptiert, um ein langwieriges Gerichtsverfahren zu 
vermeiden.