dpa: Neckarwestheim: Leck in Atomkraftwerk
DPA/lsw, 29.12.03
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Neckarwestheim/Karlsruhe - Das Atomkraftwerk Neckarwestheim (Kreis
Heilbronn) ist wegen eines Lecks an einem Reaktordruckbehälter für knapp
fünf Tage vom Netz genommen worden.
Wie der Energiekonzern EnBW am Montag mitteilte, war Mitarbeitern des
Kraftwerks bereits am 18. Dezember ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit im
Reaktorgebäude aufgefallen. Daraufhin wurde Block II abgeschaltet. Die
Mitarbeiter entdeckten später einen Riss in einer Schweißnaht der
Entlüftungsleitung. Erst am Abend des 22. Dezember konnte der Reaktor
wieder Strom liefern.
Radioaktivität sei nicht ausgetreten, teilte das baden-württembergische
Umweltministerium mit. Zur Klärung der genauen Ursache seien aber weitere
Untersuchungen eingeleitet worden, heißt es auf der Internetseite der
Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Das Karlsruher Unternehmen stufte
den Fehler vorläufig als Normalmeldung (Kategorie N) mit keiner oder nur
geringer sicherheitstechnischer Bedeutung ein.
Es war der zehnte meldepflichtige Fehler in Neckarwestheim in diesem
Jahr. Im Atomkraftwerk Philippsburg (Kreis Karlsruhe) waren es zwölf, in
Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) sechs. Meist handelte es sich um Fehler
mit keiner oder nur geringer sicherheitstechnischer Bedeutung. Zwei
Pannen in Philippsburg wurden auf der achtstufigen internationalen
Bewertungsskala INES auf Stufe 1 (Störung) eingeordnet.
dpa/lsw