RPf: Lange auf Castor gewartet
Rheinpfalz, 11.11.03
> Lange auf Castor gewartet
Warten auf den Castor: Lange warten mussten gestern Polizisten,
Schaulustige und etwa 20 Castorgegner, bis der Atommüll-Transport in
Wörth eintraf. Der Zug war in Frankreich von zwei Castorgegner
aufgehalten worden, die sich in einem Rohr unter den Gleisen fest
gekettet hatten. Statt wie erwartet gegen 13 Uhr traf der Transport
deshalb erst gegen 16.30 Uhr im Wörther Bahnhof ein. Nach Austausch der
französischen gegen deutsche Loks fuhr der 650 Meter lange und 2900
Tonnen schwere Zug mit den 12 Glaskokillen um 17.53 Uhr wieder los und
verließ um 17.58 Uhr ohne Beeinträchtigung Rheinland-Pfalz. Zwischen
Grenze und Rheinbrücke waren etwa 1350 Polizisten im Einsatz. Zu einem
kleinen Zwischenfall kam es lediglich in der Nacht zum Montag gegen 0
Uhr. Nach einer Suchaktion – laut Castorgegnern mit zwei Hubschraubern –
nahm die Polizei bei der Mahnwache in Maximiliansau einen Menschen in
Gewahrsam, dem sie vorwirft, mit gelber Farbe am Bahnhof Maximiliansau
„tätig gewesen zu sein". (lap)
—FOTO: VAN