LKZ: Atomkraftgegner sind erbost
Ludwigsburger Kreiszeitung, 31.10.03
> Atomkraftgegner sind erbost
> Polizei repressive Hausdurchsuchungen vorgeworfen
Heidelberg/Karlsruhe - (red) Über sieben Hausdurchsuchungen bei
Atomkraftgegnern in Heidelberg, Wiesloch und Karlsruhe erregen sich die
"Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen". Mehrere Personen seien von der
Polizei zur erkennungsdienstlichen Behandlung mitgenommen worden, zudem
habe es Beschlagnahmungen von privaten Dias, einem Hochzeitsvideo sowie
von Computern gegeben.
Als Grund habe die Polizei den ICE-Unfall vergangene Woche angegeben,
hieß es in einer Presseerklärung. Die Initiativen protestierten gegen die
"Repressionsmaßnahmen". Die Kriminalisierung von Menschen, die sich gegen
Atomanlagen engagieren, sei untragbar. Grundsätzliche Leitlinie bei
eigenen Aktionen sei, dass keine Menschen zu Schaden kommen dürften.
Die Polizei geht davon aus, dass der ICE-Unfall vermutlich von einem
Anschlag verursacht wurde. Eine 2,5 mal 1,25 Meter große und zwei
Millimeter dicke Werbetafel sei vorsätzlich auf die Schienen gelegt
worden.