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StZ: Dezentrale Depots statt Transporte



Stuttgarter Zeitung, 04.11.02

> Dezentrale Depots statt Transporte
 
Die rot-grüne Regierung hat bereits 1998 in ihrer Koalitionsvereinbarung 
das Ziel formuliert, "dass grundsätzlich jeder Betreiber eines 
Atomkraftwerks am Kraftwerksstandort oder in der Nähe 
Zwischenlagerkapazitäten" schaffen soll. Dadurch sollen die umstrittenen 
Transporte in die Wiederaufbereitunganlagen hinfällig werden. Spätestens 
von Juli 2005 an darf kein Atommüll mehr quer durch die Republik nach 
Frankreich und Großbritannien verfrachtet werden. "Aus heutiger Sicht 
kann nicht eingeschätzt werden, wo ein Endlager eingerichtet wird", sagt 
Wolfram König, Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz. Vor diesem 
Hintergrund fürchten Kritiker, dass es sich nicht um Zwischenlager, 
sondern um Endlager handeln könnte. In Deutschland sind zwölf dezentrale 
Atommüll-Zwischenlager geplant. Eines davon auf den Flurstücken 2330 und 
2360 in Gemmrigheim am Kernkraftwerk Neckarwestheim. Im Umkreis von zehn 
Kilometern leben rund 170 000 Menschen. Nach Stuttgart sind es 25 
Kilometer. moh
 
Aktualisiert: 04.11.2002, 06:06 Uhr