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ATOMKRAFTWERKE / Alarm für Strahlenspürtrupps Geheime Übung mit SpezialistenDemonstration gegen ZwischenlagerGeheime Katastrophenschutzübung beim Atomkraftwerk Neckarwestheim: Spezialeinheiten der Feuerwehr mussten radioaktive Strahlungen aufspüren. HANS GEORG FRANK NECKARWESTHEIM· Sechs Strahlenspürtrupps aus Stuttgart, Heilbronn und Ludwigsburg waren am Samstag alarmiert worden. Um das Manöver ¸¸Spürhund 99'' am Atomkraftwerk Neckarwestheim wirklichkeitsnah inszenieren zu können, war laut Regierungspräsidium Stuttgart an einigen Messpunkten ¸¸ein schwach strahlendes, natürliche Radioaktivität enthaltendes Gestein'' ausgelegt worden. Während eigene Mitarbeiter der Kraftwerksbetreiber im sogenannten Kerngebiet kontrollierten, überwachten die Spezialisten der Feuerwehr die angrenzenden Bereiche. Dafür standen insgesamt zehn Strahlenspürtrupps bereit. Sie meldeten von festgelegten Punkten die Ergebnisse an eine Sammelstelle. Regierungsvizepräsident Horst Rapp äußerte sich lobend über den Ausbildungsstand der Strahlenspürtrupps. Auch die Kommunikation der beteiligten Stellen, zu denen die Landesfeuerwehrschule gehörte, bezeichnete er als ¸¸erfolgreich''. Über die Übung war die Öffentlichkeit nicht informiert worden. Erst nach dem Abschluss verschickte das Regierungspräsidium eine Mitteilung an die Medien. Eine Begründung für die Geheimhaltung gab es nicht. Zeitgleich fand im Kernkraftwerk Krümmel (Schleswig-Holstein) eine Großübung statt, bei der ein Atomunfall simuliert wurde. Dabei wurde angenommen, dass eine radioaktive Wolke über Norddeutschland trieb. Energiestaatssekretär Wilfried Voigt (Grüne) sprach in einem Fazit von ¸¸Nachbesserungsbedarf im kommunikativen und technischen Bereich'', doch die Aufgaben seien ¸¸insgesamt mit Erfolg bewältigt'' worden. Gegen den Bau des unterirdischen Zwischenlagers für ausgemusterte Brennelemente in Neckarwestheim demonstrierten gestern nach Schätzung der Polizei über 500 Menschen. Die Aktion sollte als ¸¸Auftakt für neuen Widerstand gegen das Atomkraftwerk'' verstanden werden. Die Polizei hatte ein Großaufgebot in Marsch gesetzt. |
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