Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Castoren erhalten festen Lagerplatz/
Betonplatte für sechs GKN-Castoren
    Stuttgarter Zeitung, 20.04.99
    Heilbronner Stimme, 20.04.99

    Castoren erhalten festen Lagerplatz

       NECKARWESTHEIM (lsw). Die Betreiber des
       Atomkraftwerks Neckarwestheim im Kreis Heilbronn haben
       die Einrichtung eines festen Standplatzes für volle
       Castor-Behälter beantragt. Auf einer überdachten Betonfläche
       sollen künftig sechs Behälter gelagert werden können. Die
       Polizei habe den Betreibern aus logistischen Gründen
       nahegelegt, künftige Castor-Transporte nur noch mit sechs
       Behältern zu organisieren. Da jährlich in Neckarwestheim aber
       nur drei Castoren mit abgebrannten Brennstäben gefüllt werden
       müßten, sei der Lagerungsbedarf entstanden.

    © 1999 Stuttgarter Zeitung, Germany 


    Pläne in Neckarwestheim

    Betonplatte für sechs GKN-Castoren


    Die  Betreiber  des  Gemeinschaftskernkraftwerks  Neckar
    (GKN) in Neckarwestheim haben  beim  Stuttgarter  Wirt-
    schaftsministefium den Bau eines sogenannten ,,Transportbe-
    reitstellungslagers" für sechs Castoren beantragt. Dies bestätigte
    GKN-Pressesprecher Uwe Mundt auf Anfrage unserer Zei-
    tung.
      ,,Wir wollen die Dinge ordentlich unterbringen", begrün-
    dete Mundt die Pläne für einen festen Lagerplatz. Bisher stan-
    den drei 130 Tonnen schwere und beladene Atommüllbehäl-
    ter oft wochenlang vor dem Abtransport nach Ahaus auf dem
    GKN-Innenhof. Dadurch sei die Asphaltdecke beschädigt wor-
    den, so Mundt.
      Jetzt will GKN eine große Fläche betonieren und darauf bis
    zu sechs Castoren abstellen. Außerdem ist eine Überdachung
    vorgesehen. Der Pressesprecher sprach von einer Investifion in
    fünfstelliger Höhe.
      Bisher sind drei blaue leeerbehälter in Neckarwestheim einge-
    troffen, aber noch nicht mit abgebrannten GKN Il-Brennele-
    menten gefüllt worden. 1999 sei keine Castorfahrt nach Ahaus
    vorgesehen,  erklärt  Mundt.
    Grundsätzlich habe die Polizei den Betreibern aus logistischen
    Gründen einen Transport mit sechs Atommiülbehältern nahe-
    gelegt. Daher sei der zusätzliche Lagerbedarf entstanden. (kin)


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