Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Stuttgarter Zeitung, 20.06.98   

   Schon seit 1978 radioaktiv verseuchte Atomtransporte

   wis. NECKARWESTHEIM, Kreis Heilbronn. Schon in den
   achtziger Jahren war das Problem radioaktiv verseuchter
   Transportcontainer im Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar
   (GKN) bekannt. Aus den betrieblichen Meßprotokollen geht
   hervor, daß im Neckarwestheimer Atomkraftwerk 1978 bis
   1989 insgesamt 147 Brennstab-Behälter aus Frankreich
   angekommen sind - und 23 Container wiesen eine erhöhte
   Kontamination auf. Das gleiche Problem trat an den Behältern
   auf, die aus dem Unterland zur französischen
   Wiederaufbereitungsanlage in La Hague geschickt worden
   sind. Wie von dort mitgeteilt wird, waren allein zwischen 1984 bis
   1996 insgesamt 92 Transporte aus Deutschland angekommen. 28 der
   Behälter und 14 Eisenbahnwaggons waren schon bei der Ankunft im
   Verladebahnhof Valognes über den gesetzlichen Grenzwert hinaus
   verstrahlt. Aus den Jahren vorher liegen bisher noch keine Zahlen
   aus Frankreich vor. Diese Angaben hat das GKN gestern gemacht. Vor
   wenigen Tagen hat die Geschäftsleitung erstmals zugegeben, daß
   zwischen 1993 und 1997 in Neckarwestheim fünf verseuchte Behälter
   aus Frankreich registriert worden waren. In diesem Zeitraum hatten
   drei Container aus dem GKN an der französischen Grenze den
   Grenzwert überschritten.

             © 1998 Stuttgarter Zeitung, Germany 
 
 

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