Aktionsbündnis CASTOR -Widerstand Neckarwestheim
c/o Demokratisches Zentrum Ludwigsburg,
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P R E S S E E R K L Ä R U N G
12. August 1999
Anlieferung des Atommüllbehälters mehrmals
blockiert
Excellox-6-Behälter am heutigen Donnerstag unter massivem Polizei-
schutz mit einer dreiviertelstündigen Verspätung im GKN
eingetroffen -
Atomkraftgegner schliessen Polizeieinsatzkräfte im Kohlekraftwerk
Walheim mit Fahrradschloß ein
Heute morgen um 7.30 Uhr traf der leere Brennelemente-Behälter
im
Kohlekraftwerk Walheim ein. Von dort wurde er per Tieflader ins
Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar (GKN) gebracht. Die unmittelbar
bevorstehende Abfahrt verzögerte sich, weil Atomkraftgegner in
einem
unbeobachteten Moment das Tor des Kohlekraftwerkes mit einem
Fahrradschloß abriegeln konnten. Gestern abend um 20 Uhr kam
der leere Behälter in einem
Güterzugverband über die deutsch-französische Grenze.
Die erste Blockade
des anrollenden Zuges führten AKW-Gegner für 20 Minuten in
Saarbrücken
durch. Heute morgen kurz nach 6 Uhr wurde der Leerbehälter in
Bietigheim
ein zweites Mal vom Aktionsbündnis Castor- Widerstand Neckar-westheim
für
30 Minuten aufgehalten.
Bereits gestern mittag wurde der unbeladene Straßentransporter
auf der Walheimer
Höhe bei der Fahrt ins Kohlekraftwerk für zweieinhalb Stunden
blockiert. Sinn der
von massiven Polizeieinsätzen und zahlreichen Personenkontrollen
begleiteten
Aktionen ist es, den Protest der Anti- AKW-Bewegung gegen die Transporte
in die
Wiederaufarbeitung in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken.
Der
Atommüll soll nicht erst beim Abtransport nach La Hague und Sellafield
blockiert werden. Ziel der Demonstranten ist es, die Produktion und
den
Transport des strahlenden Mülls bereits bei der Anlieferung der
leeren
Transportbehälter zu unterbrechen.
Die erfolgreichen Aktionen der letzten Tage sind der Auftakt für
eine neue
Widerstandsserie der bundesweiten Anti-Atom-Bewegung.
Für die Veröffentlichung der Presseerklärung bedanken
wir uns.