Südwestdeutsche
Anti-Atom-Initiativen
Presseerklärungen zum Castor nach Gorleben / November 2004
PRESSEERKLÄRUNG
9. November 2004
Trauermahnwachen an den Bahnhöfen Karlsruhe und Ludwigsburg
Zum Gedenken
an den tragischen Todesfall beim CASTOR-Transport durch Frankreich
finden bundesweit am 10. November ab 18 Uhr Trauermahnwachen statt.
In Karlsruhe und Ludwigsburg Mahnwachen am Hauptbahnhof.
Die französische
Organisation "Reséau Sortir du Nucléaire"
hat dazu aufgerufen, sich ab 18 Uhr dezentral an den Bahnhöfen
zu versammeln und Blumen niederzulegen, um gleichzeitig der Trauer
und dem Protest gegen die Atomenergie Ausdruck zu verleihen.
In mehreren
süddeutschen Städten, unter anderem Karlsruhe und Ludwigsburg,
wird für 18 Uhr am Hauptbahnhof zu einer Mahnwache aufgerufen.
Kurz vor der
deutschen Grenze hatte der Zug am Sonntag einem 21 Jahre alten Mann,
der sich an die Gleise gekettet hatte, ein Bein abgefahren. Er starb
kurze Zeit später.Bereits am Sonntag hatten bundesweit in mehr
als 20 Städten insgesamt etwa 5000 Menschen an Trauermahnwachen
teilgenommen.
PRESSEERKLÄRUNG
8. November 2004
CASTOR-Transport
hat Süddeutschland durchquert
Gedrückte
Stimmung nach tödlichem Unglück in Frankreich. CASTOR-Transport
durch Süddeutschland mit Demonstrationen und Mahnwachen begleitet.
Überschattet
vom Tod eines jungen Mannes, ist der CASTOR-Transport mit Atommüll
heute durch Süddeutschland gefahren. Bei Nancy fand eine erfolgreiche
Blockadeaktion statt, die den Atommüllzug etwa zwei Stunden
aufhalten konnte. Auf der weiteren Fahrt durch das Elsass kam auf
tragische Weise bei Avricourt ein junger Mann ums Leben, der an
einer Blockadeaktion teilgenommen hatte. "Wir sind tief erschüttert
und können es immer noch nicht richtig fassen," so ein
Sprecher der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen. "Es
bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dies auf künftige Transporte
haben wird. Da zum Unfallhergang noch keine verlässlichen Informationen
vorliegen, sollte eine schnellstmögliche Aufklärung erfolgen."
Im badischen
Oberhausen-Rheinhausen fand am Transportwochenende ein Widerstandscamp
statt, an dem etwa 50 Personen teilnahmen. Vom Camp aus marschierten
die AtomkraftgegnerInnen am Samstag mittag zum Bahnhof Wiesental,
wo eine Demonstration stattfand. Optischer Höhepunkt war der
als CASTOR-Behälter geschmückte Trecker, der die Demonstration
anführte. Trotz der großen Betroffenheit aufgrund des
tödlichen Unfalls erhielten die AtomkraftgegnerInnen das Camp
aufrecht und erfuhren dabei breite Unterstützung durch die
lokale Bevölkerung.
Am Sonntagsspaziergang
von Maximiliansau (Wörth / Karlsruhe) in Richtung Lauterbourg
entlang der deutschen Transportstrecke nahmen etwa 80 AtomkraftgegnerInnnen
teil. Der Großteil von ihnen fand sich als Reaktion auf den
Todesfall zu spontanen Trauermahnwachen in Wörth, Karlsruhe
und Mannheim zusammen. Auch in Darmstadt versammelten sich etwa
60 Menschen am Bahnhof.
Im Umfeld des
Widerstandscamps, in Wörth und in Mannheim sowie in Mannheim-Friedrichsfeld
wurden am Sonntag abend 22 AtomkraftgegnerInnen von der Polizei
in Gewahrsam genommen. Inzwischen sind alle wieder auf freiem Fuß.
Die Pressestelle der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen
wurde während des gesamten Transportwochenendes von Zivilfahndern
beobachtet. Am 7.11. wurden bei allen ein -und ausgehenden Personen
die Personalien festgestellt. "Wir lehnen es ab, wie TeilnehmerInnen
einer kriminellen Verschwörung behandelt zu werden", so
ein Sprecher.
Der Atommüllzug
hat soeben Darmstadt passiert und fährt weiter nach Norddeutschland,
wo er in den nächsten Tagen das Zwischenlager Gorleben erreichen
soll.
PRESSEERKLÄRUNG
7. November 2004
Schwerer
Unfall bei CASTOR-Transport in Frankreich
Nach Informationen
aus Frankreich wurde eine Person, bei Protesten gegen den CASTOR-Transport
schwer verletzt. Die Person soll nach einer Kurve vom Zug überrollt
worden sein. Sie habe beide Beine verloren, hieß es.
Derzeit sind
nähere Informationen nicht bekannt.
Weitere Informationen
folgen.
PRESSEERKLÄRUNG 7. November 2004
CASTOR-Transport
rollt wieder. Ankunft in Wörth / Karlsruhe gegen 17:30 Uhr.
Nach dem Ende
der Blockade bei Nancy / Frankreich rollt CASTOR-Transport seit
13:21 Uhr wieder. Verspätung insgesamt 3 Stunden.
KORREKTUR: Gefahrenpotenzial von Glaskokillen mit dem abgebrannter
Brennelemente vergleichbar.
Die beiden jungen
AktivistInnen, die sich in der Nähe von Nancy an den Gleisen
festgekettet hatten, wurden inzwischen losgeschnitten. Die Entfernung
von den Gleisen war dem Vernehmen nach aufwändiger als erwartet;
es musste schweres Gerät eingesetzt werden.Die beiden AktivistInnen
sowie 15 bis 20 weitere Personen wurden von der französischen
Polizei festgenommen.
Seit 13:21 Uhr
ist der Atommüllzug weiter auf dem Weg nach Wörth / Karlsruhe,
wo er gegen 17:30 Uhr erwartet wird. Sollte in Blainville (bei Nancy)
das Begleitpersonal ausgetauscht werden müssen, ist mit weiteren
Verzögerungen zu rechnen.
Seit 14 Uhr
findet ein Sonntagsspaziergang entlang der Transportstrecke ab dem
S-Bahnhof Maximiliansau-West (Wörth / Karlsruhe) in Richtung
Lauterbourg statt.
KORREKTUR der PM vom 7.11., 0:05 Uhr
Wie bereits gemeldet, sind die Behälter des CASTOR-Transports
falsch bezeichnet. Statt der tatsächlich enthaltenen Glaskokillen
sind "abgebrannte Brennelemente" deklariert. Das Gefährdungspotenzial
beider Atommüllvarianten ist entgegen der bisherigen Meldung
als etwa gleichwertig anzusehen.
"Derartige Schlampereien bei solch hochgefährlichem Transportgut
sind durch nichts zu entschuldigen. Wir fragen uns, wohin das noch
führen kann," kommentiert eine Sprecherin der südwestdeutschen
Anti-Atom-Initiativen.
PRESSEERKLÄRUNG
7. November 2004
CASTOR-Transport
wegen Falschdeklaration angezeigt. Blockade in Nancy / Frankreich
Aufgrund der
falschen Frachtpapiere des CASTOR-Transports hat ein kritischer
Bürger Anzeige erstattet.
CASTOR-Zug wurde durch eine Ankettaktion in Nancy (Frankreich) aufgehalten.
Wie bereits
mitgeteilt, haben französische Anti-Atom-Initiativen erfahren,
dass die Behälter des CASTOR-Transports falsch deklariert sind.
Statt der tatsächlich enthaltenen Glaskokillen, die zu 100%
aus hochradioaktivem Atommüll bestehen, sind auf den Frachtpapieren
"abgebrannte Brennelemente" angegeben. Diese enthalten
nur ca. 5% hochradioaktiven Atommüll. Aus diesem Grund hat
besagter Bürger beim Zollamt Saarbrücken Anzeige gegen
Unbekannt erstattet.
Wie aus Frankreich
gemeldet wird, haben sich in Nancy zwei Menschen an den Gleisen
festgekettet und den Zug so an der Weiterfahrt gehindert. Am Bahnhof
Nancy demonstrierten etwa 60 Menschen gegen den Atommülltransport.
Heute um 14
ist ein Schienenspaziergang entlang der Transportstrecke ab dem
S-Bahnhof Maximiliansau-West (Wörth / Karlsruhe) in Richtung
Lauterbourg geplant.
Erwartet wird der CASTOR-Zug gegen 15:30 an der deutsch-französischen
Grenze.
Mit dem diesjährigen
CASTOR-Transport sollen insgesamt 12 Behälter mit radioaktivem
Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben
transportiert werden.
Ein Foto der Frachtpapiere kann unter www.castornix.de heruntergeladen
werden.
PRESSEERKLÄRUNG
6. November 2004
Skandal:
CASTOR-Transportgut falsch deklariert
Statt der tatsächlich
enthaltenen Glaskokillen enthalten die 12 CASTOR- Behälter
laut Deklaration "abgebrannte Brennelemente". Es ist möglich,
dass der Zug seine Fahrt so lange unterbrechen muss, bis die Falschdeklaration
korrigiert ist.
Wie die französischen
Anti-Atom-Initiativen erfahren haben, sind die Behälter des
CASTOR-Transports vom französischen La Hague nach Gorleben
falsch deklariert.
Statt der tatsächlich enthaltenen Glaskokillen, die zu 100%
aus hochradioaktivem Atommüll bestehen, sind "abgebrannte
Brennelemente" deklariert. Diese enthalten nur ca. 5% hochradioaktiven
Atommüll.
Da das Gefährdungspotenzial somit deutlich größer
ist als amtlich bescheinigt, muss der Zug möglicherweise anhalten,
bis die französische Sicherheitskommission den Fall geprüft
hat. Bislang ist nicht bekannt, ob dies kurzfristig durchgeführt
werden kann.
"Es ist
ein Skandal, dass bei solch hochgefährlichem Material derartige
Schlampereien passieren," kommentiert eine Sprecherin der südwestdeutschen
Anti-Atom-Initiativen. "Wir gehen davon aus, dass die Beschriftung
falsch ist, um das Gefahrenpotenzial der Fracht zu verschleiern."
Weiterhin melden
französische AtomkraftgegnerInnen, dass der Transport praktisch
ungeschützt durch Frankreich rollt. "Wir hätten sogar
aufsteigen können," so einer der Aktivisten. "Unter
diesen Umständen wäre ein terroristischer Anschlag ein
Leichtes gewesen - mit unabsehbaren Folgen."
Bereits kurz
nach Abfahrt des Zuges zeigt sich eindeutig, dass die Sicherheit
des Transports nicht gewährleistet werden kann. "Wir fordern
den sofortigen Atomausstieg," so die Sprecherin der südwestdeutschen
Initiativen.
Ein Foto der Frachtpapiere kann unter www.castornix.de heruntergeladen
werden.
PRESSEERKLÄRUNG
6. November 2004
CASTOR-Zug
im französischen Valognes abgefahren
Abfahrt des
CASTOR-Transports um 21:07 Uhr. 37 Minuten Verspätung gegenüber
dem Zeitplan. Zug wird am Sonntag, 7. 11., gegen 14:30 Uhr an der
deutsch-französischen Grenze bei Lauterbourg erwartet.
Für Sonntag,
7. November, ist ab 14 Uhr ein Schienenspaziergang entlang der Transportstrecke
ab dem S-Bahnhof Maximiliansau-West (Wörth / Karlsruhe) geplant.
Mit dem diesjährigen
CASTOR-Transport sollen insgesamt 12 Behälter mit radioaktivem
Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben
transportiert werden. In Gorleben befinden sich derzeit in einer
Stahlbetonhalle, die lediglich als Wetterschutz dient, 44 CASTOR-Behälter.
Die Erkundungsarbeiten
im Gorlebener Salzstock, der als mögliches Endlager vorgesehen
ist, sind derzeit unterbrochen. Jeder CASTOR-Transport bedeutet
jedoch eine weitere Vorfestlegung auf den von Wassereinbrüchen
bedrohten Salzstock als Endlagerstandort.
Zudem ist die
Sicherheit der CASTOR-Behälter nicht durch reale Falltests
überprüft worden, sondern lediglich durch fehlerhafte
Simulationsrechnungen. Bei einem Unfall während des Transports
kann es zum Austritt von Radioaktivität kommen.
Ab 2005 sind
Atommülltransporte aus Deutschland in die Wiederaufarbeitungsanlagen
La Hague und Sellafield nicht mehr zulässig. Da sich in La
Hague und Sellafield jedoch noch große Mengen deutschen Atommülls
befinden, wird es auf unabsehbare Zeit Rücktransporte nach
Deutschland geben.
PRESSEERKLÄRUNG
6. November 2004
Demonstration
gegen CASTOR-Transport in Wiesental / Karlsruhe
Etwa 150 Atomkraft-GegnerInnen
protestieren gegen CASTOR-Transport. Überqueren der Transportstrecke
von Polizei toleriert. Personalienfeststellung bei mehreren TeilnehmerInnen.
Angeführt
von einem als CASTOR-Behälter geschmückten Traktor, zogen
die BewohnerInnen des Widerstandscamps in Oberhausen-Rheinhausen
heute gegen 13 Uhr zum Bahnhof Wiesental (Nähe Philippsburg).
Beim Überqueren der Transportstrecke wurden bei einigen DemonstrantInnen
die Personalien festgestellt; die Betroffenen durften anschließend
weiter an der Demonstration teilnehmen.
In einem 100-m-Korridor entlang der Transportstrecke dürfen
nach einer Allgemeinverfügung des Landkreises Karlsruhe keine
Versammlungen stattfinden.
"Dass die Polizei den Verstoß gegen die Allgemeinverfügung
toleriert hat, zeigt uns, wie unsinnig diese Verfügung ist.
Damit sollten lediglich die Atomkraft-GegnerInnen eingeschüchtert
werden", so die Leiterin der Demonstration. "Wir sehen
daher auch gute Chancen, die Verfügung juristisch zu kippen,
wie im Wendland bereits erfolgreich geschehen."
Am Bahnhof Wiesental schlossen sich den Camp-BewohnerInnen mehr
als 100 weitere DemonstrantInnen aus Frankreich und Deutschland
an. An einer Kreuzung spielten einige DemonstrantInnen überraschend
mit überdimensionalen Mikado-"Brennelementen", was
auch bei Anwohnern in Wiesental auf Interesse stieß.
In ihren Redebeiträgen
forderten VertreterInnen der Anti-Atom-Bewegung aus Frankreich,
dem Wendland und aus Süddeutschland den sofortigen Ausstieg
aus der Atomenergie. "Mit jedem weiteren Tag, den die Atomkraftwerke
in Betrieb sind, vergrößert sich das schwere Erbe der
Atomenergie - der radioaktive Müll", so Harry Block, Lokalpolitiker
aus dem Raum Karlsruhe. Eine Vertreterin der lokalen Bürgerinitiative
ging auf die Situation im AKW Philippsburg ein, während ein
Mitglied der französischen Anti-Atom-Initiativen über
die Planungen für ein Endlager im französischen Bure (Lothringen)
berichtete.
In seinem Grußwort betonte ein Vertreter aus dem Wendland:
"Unser Protest richtet sich nicht gegen die Polizei, sondern
gegen die Atomkraft und die damit verbundenen wirtschaftlichen und
politischen Verflechtungen. Wie wir an den süddeutschen Allgemeinverfügungen
sehen, wächst mit jedem Transport von Atommüll die demokratiefreie
Zone, in der friedlicher Protest
kriminalisiert wird."
Im Anschluss
an die Demonstration findet im Widerstandscamp ein Konzert statt.
Für Sonntag, 7. November, ist ab 14 Uhr ein Schienenspaziergang
entlang der Transportstrecke ab dem S-Bahnhof Maximiliansau-West
(Wörth / Karlsruhe) geplant. Der Camp-Sprecher dazu: "Damit
laufen wir dem CASTOR-Transport entgegen, der um etwa 15 Uhr in
Wörth erwartet wird."
PRESSEERKLÄRUNG
6. November 2004
Protestaktionen
zum CASTOR-Transport in Süddeutschland
Seit gestern
Widerstandscamp gegen den CASTOR-Transport in Oberhausen-Rheinhausen
bei Philippsburg mit Auftaktdemonstration in Wiesental. Landkreis
Karlsruhe schränkt Versammlungsfreiheit ein. Weitere Verbotsverfügungen
für einzelne Aktive im Anti-Atom-Widerstand.
Ein buntes Widerstandscamp
findet seit gestern in Oberhausen-Rheinhausen in der Nähe des
Atomkraftwerks Philippsburg statt. Etwa 30 bis 40 Leute verbrachten
dort die Nacht, unter ständiger Beobachtung durch die Polizei.
Die gut gelaunten Camp-BewohnerInnen bereiten sich auf den CASTOR-Transport
von La Hague nach Gorleben vor, der am Sonntag mittag an der deutsch-
französischen Grenze bei Lauterbourg erwartet wird.
Die CampteilnehmerInnen planen einen Marsch zur Auftaktdemonstration
in Begleitung eines geschmückten Treckers. Dabei wird an einer
Stelle die CASTOR-Transportstrecke überquert, was laut einer
Allgemeinverfügung des Landkreises Karlsruhe verboten ist.
Aus unserer Sicht gibt es keine Begründung für diese Allgemeinverfügung.
Wir lassen uns unser Demonstrationsrecht nicht nehmen , so ein Sprecher
des Camps. Der Marsch beginnt heute gegen 12 Uhr.
Für Sonntag,
7. November, ist ab 14 Uhr ein Schienenspaziergang entlang der Transportstrecke
ab dem S-Bahnhof Maximiliansau-West (Wörth / Karlsruhe) geplant.
Der Camp-Sprecher dazu: Damit laufen wir dem CASTOR-Transport entgegen,
der um etwa 15 Uhr in Wörth erwartet wird.
Die Allgemeinverfügung
des Landkreises Karlsruhe schränkt die Versammlungsfreiheit
an der voraussichtlichen Transportstrecke ein. So sind Demonstrationen
in der Nähe der Bahnstrecke Wörth Karlsruhe Graben-Neudorf
Mannheim verboten. In der Begründung wird aufgeführt,
dass vergangene Aktionen darauf schließen ließen, dass
es auch bei diesem Transport zu Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten
kommen könne.
Die aufgeführten Beispiele sind sehr allgemein und vage gehalten.
So heißt es an einer Stelle ohne nähere Angaben: 21.03.2002:
eine Blockadeaktion kann gerade noch verhindert werden.
Die Stadt Mannheim reihte sich gestern in die Gruppe der bislang
zehn badischen Gemeinden ein, die einzelne Anti-Atom-AktivistInnen
mit Verfügungen belegten. In den Verfügungen wird den
AktivistInnen untersagt, sich am 7. November den Bahnanlagen der
Deutschen Bahn AG in diesen Gemeinden auf mehr als 50 m zu nähern.
Damit haben die AktivistInnen bislang von den Gemeinden Altlußheim,
Neulußheim, Reilingen, Schwetzingen, Stutensee, Philippsburg,
Waghäusel, Graben-Neudorf, Hockenheim, Karlsruhe und Mannheim
Verfügungen erhalten.
PRESSEERKLÄRUNG 4. November 2004
CASTOR-Strecke
voraussichtlich über Mannheim
Trotz des massiven
Aufwandes der Polizei, die Transportstrecke des CASTOR-Zuges geheim
zu halten, sind inzwischen Einzelheiten bekannt. AtomkraftgegnerInnen
gehen davon aus, dass der Transport die Strecke Mannheim/Darmstadt
nehmen wird.
Die vorliegenden
aktuellen Informationen deuten darauf hin, dass der am 7. November
bevorstehende Atommülltransport nach Gorleben die Strecke Mannheim
Darmstadt Kassel nehmen wird.
"Wir bleiben
wachsam und sind auf plötzliche Änderungen in der Streckenwahl
vorbereitet. Dies gilt vor allem deswegen, weil es auch Hinweise
auf eine Streckenführung über Pforzheim Heilbronn Würzburg
Kassel gibt", so eine Sprecherin der südwestdeutschen
Anti-Atom-Initiativen.
>>Hintergrund<<
Mit dem diesjährigen CASTOR-Transport sollen insgesamt 12 Behälter
mit radioaktivem Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage
La Hague nach Gorleben transportiert werden. In Gorleben befinden
sich derzeit in einer Stahlbetonhalle, die lediglich als Wetterschutz
dient, 44 CASTOR-Behälter.
Die Erkundungsarbeiten
im Gorlebener Salzstock, der als mögliches Endlager vorgesehen
ist, sind derzeit unterbrochen. Jeder CASTOR-Transport bedeutet
jedoch eine weitere Vorfestlegung auf den von Wassereinbrüchen
bedrohten Salzstock als Endlagerstandort.
Zudem ist die
Sicherheit der CASTOR-Behälter nicht durch reale Falltests
überprüft worden, sondern lediglich durch fehlerhafte
Simulationsrechnungen. Bei einem Unfall während des Transports
kann es zum Austritt von Radioaktivität kommen.
PRESSEERKLÄRUNG
2. November 2004
CASTOR-Transport
am 7. November im Raum Karlsruhe erwartet
Atommüllzug
vom französischen La Hague nach Gorleben soll gegen Mittag
die deutsch-französische Grenze erreichen. Aktionscamp der
südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen in Wiesental (Nähe
Philippsburg).
Nach Informationen
aus gut unterrichteten Kreisen soll der CASTOR-Transport am 7. November
gegen 14:30 Uhr Lauterbourg an der deutsch-französischen Grenze
erreichen.
Die weitere Transportstrecke ist noch unbekannt. In Frage kommen
u.a. die Routen Mannheim Darmstadt Kassel, Pforzheim Heilbronn Würzburg
Kassel sowie Ludwigshafen Frankfurt Kassel.
Im badischen
Wiesental in der Nähe von Philippsburg wird es ab dem 5. November
ein Aktionscamp von verschiedenen Anti-Atom-Initiativen geben. Das
Camp ist Anlaufstelle für alle Menschen, die gegen den Atommülltransport
protestieren wollen. Hier werden wir über den aktuellen Stand
informieren und Aktionen wie die Auftaktdemonstration vorbereiten,
so ein Sprecher des Camp-Teams.
Am 6. November
wird in Wiesental in unmittelbarer Nähe der Transportstrecke
eine Demonstration gegen den gefährlichen Atommülltransport
stattfinden. Beginn ist um 14 Uhr am Bahnhof Wiesental.
>>Hintergrund<<
Mit dem diesjährigen CASTOR-Transport sollen insgesamt 12 Behälter
mit radioaktivem Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage
La Hague nach Gorleben transportiert werden. In Gorleben befinden
sich derzeit in einer Stahlbetonhalle, die lediglich als Wetterschutz
dient, 44 CASTOR-Behälter.
Die Erkundungsarbeiten
im Gorlebener Salzstock, der als mögliches Endlager vorgesehen
ist, sind derzeit unterbrochen. Jeder CASTOR-Transport bedeutet
jedoch eine weitere Vorfestlegung auf den von Wassereinbrüchen
bedrohten Salzstock als Endlagerstandort.
Zudem ist die
Sicherheit der CASTOR-Behälter nicht durch reale Falltests
überprüft worden, sondern lediglich durch fehlerhafte
Simulationsrechnungen. Bei einem Unfall während des Transports
kann es zum Austritt von Radioaktivität kommen.
Ab 2005 sind
Atommülltransporte aus Deutschland in die Wiederaufarbeitungsanlagen
La Hague und Sellafield nicht mehr zulässig. Da sich in La
Hague und Sellafield jedoch noch große Mengen deutschen Atommülls
befinden, wird es auf unabsehbare Zeit Rücktransporte nach
Deutschland geben.
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