südwestdeutsche
antiatom-initativen
c/o Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
PRESSEERKLÄRUNG
16.09.2004
Südwestdeutsche
Anti-Atom-Initiativen
rufen zu Protesten gegen Atomtransporte auf Autobahnen auf.
Sehr geehrte
Damen und Herren,
unter dem Motto
"Atommüll auf unseren Straßen - todsicher !!"
rufen Anti-Atom-Initiativen aus Hessen, Baden-Württemberg und
Rheinland-Pfalz zu einem Autobahnaktionstag am Samstag, den 18.09.2004
auf. Anlaufstellen sind:
- Heidelberg,
Autobahnauffahrt Bergheimerstr., Reclaim the Autobahn , 14 Uhr
- - Autobahn
A6, Raststätte Pfalz (Wattenheim), Medienprojekt Strahlende
Lasten , ab 12 Uhr.
Für VertreterInnen
der Medien ist ein Ansprechpartner unter Telefonnumer 0160-99218152
erreichbar.
Bundes- und
Landesregierungen planen zur Zeit mehrere Straßentransporte
mit hochradioaktivem Müll. Besonders aktuell ist der geplante
Straßentransport mit 18 LKW aus Dresden-Rossendorf nach Ahaus.
Die Strecke führt über nahezu 600 km Autobahn quer durch
Deutschland. Vorab wurde für nächstes Jahr ein Straßentransport
aus München-Garching ins nordrheinwestfälische Ahaus angekündigt.
Und vor kurzem kam die Meldung, daß aus Hanau der waffentaugliche
Stoff Plutonium in die französische Plutoniumfabrik Le Hague
überführt werden soll, um ihn dort in Brennelemente umzuwandeln.
Allein dieser Transport wird ca. 200 Mio. Euro Transportkosten verschlingen.
Für keinen
für diese Atommüllschiebereien geplanten Transportwege
gibt es schlüssige Konzepte zur Absicherung des Verkehrs und
zum notwendigen Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer im Falle
eines Unfalls. Wir halten
diese Transporte für teuer, gefährlich und überflüssig.
Wir rufen dazu auf, mit Protest und Widerstand Zeichen für
eine schnelle und verantwortungsvolle Energiewende zu setzen, denn:
- Jeder Atomtransport
vergrößert die Menge des radioaktiven Mülls und
damit das Problem der Entsorgung, denn die verwendeten Transport-
und Lagerbehälter absorbieren die Strahlung und werden nach
ihrer maximalen Nutzungsdauer von15 bis 40 Jahren selbst zu strahlendem
Müll.
- Jeder Transport
mit nuklearer Fracht bringt ein nicht abzuschätzendes Risiko
für die AnwohnerInnen der Transportstrecke und das Begleitpersonal
mit sich. Besonders im Straßenverkehr sind Unfälle
nicht vorhersehbar.
- Jeder Transport
verursacht neue Transporte, da jedes Zwischenlager nach spätestens
40 Jahren wieder geräumt werden muß, denn weder Lagerhallen
noch Lagerbehälter sind für den Dauereinsatz konzipiert.
- Jeder Transport
ermöglicht den geregelten Weiterbetrieb der Atomanlagen und
damit die Produktion von weiterem Atommüll. Gewinner sind
die Kraftwerksbetreiber und Atomkonzerne, Kosten und Risiken tragen
alle Menschen auf Generationen.
- Jeder Transport
soll eine Entsorgung vortäuschen, die es nie geben kann.
Ein sicheres Endlager für Atommüll ist weltweit nicht
in Sicht. Das strahlende Erbe bedroht Mensch und Umwelt über
zehntausende von Jahren.
Für uns
gibt es nur einen sinnvollen Ausweg:
- Sofortige
Stillegung aller Atomanlagen. Und damit ein Ende der Atommüllproduktion.
- Keine weiteren
Verschiebungen von radioaktiven Müll.
- Kontrollierte
Verwahrung des Atommülls dort wo er ist, auf Kosten der Atomkraftwerksbetreiber.
- Kein Neubau
von Atomanlagen (EPR)
- Keine Subventionen
der Atomenergie (EURATOM) in Europa.
- Eine ökologische
Energiewende mit dezentraler Energieversorgung durch regenerative
Energien
und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Mit Energieeinsparung und
Effizienzsteigerung ist dies jederzeit möglich !
Radioaktivität
kennt keine Grenzen Unser Widerstand dagegen auch nicht!
Informationen zu den Transporten und Aktionen unter:
http://neckarwestheim.antiatom.de
http://www.bi-ahaus.de
http://wigatom.de
www.castorstopp-dresden.de
www.nixfaehrtmehr.de
weitere Aktionen
Im November:
Castortransport
La Hague-Gorleben
zentrales Widerstandscamp und Aktionen im Großraum Karlsruhe
in der
ersten oder zweiten Novemberwoche
telefonische
Anfragen an das südwestdeutsche Infotelefon unter 0175-711
2894
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