Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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PRESSE-INFORMATION
03.02.2004
Angeblich
letzter Castor-Transport aus dem AKW Neckarwestheim ist heute gestartet
Dem Atomausstieg kein Stück näher
Am heutigen Dienstag startete im AKW Neckarwestheim um 9.30 Uhr
der nach Betreiberangaben letzte Transport in die britische "Wiederaufarbeitungsanlage"
Sellafield.
Für die AtomkraftgegnerInnen gibt es mit diesem letzten Abtransport
nichts zu feiern. Mit dem Bau des Zwischenlagers wird die Atommüllproduktion
auch in Neckarwestheim für Jahrzehnte festgeschrieben. Derweil
lagern Sellafield hunderte von Tonnen hockradioaktiver Atommüll,
deren Entsorgung völlig ungeklärt ist.
Die Atommüll-Produktion muss sofort gestoppt werden. Alle anderen
Wege sind, auch wenn sie "Atomausstieg" genannt werden,
riskant und völlig verantwortungslos.
Treffpunkt
für Protest gegen den weiteren AKW-Betrieb ist morgen am Bahnhof
Walheim um 9.00 Uhr.
Beschützt
durch ein deutlich erhöhtes Polizeiaufgebot wurde heute unter
dem Protest von anwesenden AKW-GegnerInnen der letzte Castor-Transport
aus Neckarwestheim nach Sellafield begonnen. Die zwei Behälter
stehen jetzt in Walheim, von wo sie morgen früh per Zug Richtung
Frankreich rollen sollen. In Wörth wird erneut ein atomarer
Sammeltransport mit ingesamt 11 Behältern zusammengestellt
- der Grenzübertritt ist in Lauterbourg für 14 Uhr geplant.
Durch die politische
Vorgabe der "Standort-Zwischenlager" kann GKN jetzt auf
den Abtransport des Atommülls verzichten. Mit der Inbetriebnahme
des Interimslagers und später des Zwischenlagers stehen dem
AKW jetzt deutlich günstigere "Entsorgungsmöglichkeiten"
zur Verfügung. Nie gab es für AKWs eine bessere Bestandssicherheit
als unter diesem rot-grünen Atomausstieg.
In der britischen
Plutoniumschleuder Sellafield lagern bereits hunderte von Tonnen
Atommüll aus Neckarwestheim. Mit ersten Rücktransporten
nach Gorleben ist in den nächsten Jahren zu rechnen - eine
hochriskante Transport-Lawine steht hier an, ohne dass bisher eine
Lösung des Endlager-Problems in Aussicht wäre.
Unterdessen wird in Neckarwestheim weiter Atommüll produziert.
So ist der Atommüll, der im Zwischenlager "entsorgt"
werden soll, bisher bis auf sechs beladene Castoren auf dem "Interimslager"
noch gar nicht produziert.
Weiterer
Widerstand ist nötig!
Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!
Das Aktionsbündnis
lädt alle AtomkraftgegnerInnen dazu ein, morgen ab 9.00 Uhr
am Bahnhof Walheim erneut die Forderung nach dem sofortigen Stopp
der Atommüll-Produktion und für die sofortige Abschaltung
der AKWs öffentlich zu machen.
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