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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon: 07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSE-INFO
29.01.2003
Entsorgungslüge
Nächste Woche
erneuter Castor-Transport aus dem AKW Neckarwestheim in die Plutoniumschleuder
Sellafield
Am heutigen
Mittwoch wurden im Atomkraftwerk Neckarwestheim unter großem Polizeiaufgebot
drei Excellox 6 Atommüllbehälter angeliefert. Nach der Beladung
der Behälter in den nächsten Tagen sollen diese nach den dem Aktionsbündnis
vorliegenden Informationen am Mittwoch, den 5. Februar, am frühen
Nachmittag das Kohlekraftwerk Walheim per Zug verlassen.
Das Aktionsbündnis
lädt alle AtomkraftgegnerInnen dazu ein, mit einem Anti-Atom-Sonntagsspaziergang
gegen die fortgesetzte Verschiebung von Atommüll ins Ausland zu
demonstrieren und die berechtigte Forderung nach dem sofortigen
Atomausstieg öffentlich zu machen.
Treff: Sonntag, 02. Februar 03, 14 Uhr, Bahnhof Kirchheim/N.
Das AKW Neckarwestheim
plant auch in diesem Jahr vier Transporte in die sogenannte "Wiederaufarbeitungsanlage"
Sellafield; im nächsten Jahr sollen dann nochmals drei Transporte
rollen, bevor der hoch radioaktive Atommüll nur noch auf dem
"Castor-Parkplatz" Interimslager unter freiem Himmel abgestellt
wird.
Der erste Atommüll-Transport dieses Jahres aus Neckarwestheim
steht nun unmittelbar bevor. Das Bundesamt für Strahlenschutz
hat am 16.1.03 neue Transportgenehmigungen erteilt, darunter die
für 12 Excellox-6-Behälter aus Neckarwestheim nach Sellafield
(gültig bis 31.12.03). Weitere Genehmigungen (für Transporte
nach La Hague) erhielten die AKWs Stade (14 Behälter), Grohnde
(14 Beh.), Grafenrheinfeld (12 Beh.) und Philippsburg-1 (13 Beh.).
Das AKW Krümmel hat noch eine gültige Transportgenehmigung
für 3 Behälter nach Sellafield.
Am Zielort,
der sogenannten "Wiederaufarbeitungsanlage" im britischen
Sellafield hat diese atomare Fracht verheerende Auswirkungen. Das
milliardenschwere Geschäft vervielfältigt die Menge des
hochradioaktiven Atommülls, für den es nach wie vor keine
Endlager-Möglichkeit gibt. In der britischen Anlage, welche
nach deutschem Recht nicht genehmigungsfähig wäre und
welche vor allem durch Pannen- und Skandalserien "berühmt"
wurde, werden die deutschen Grenzwerte um das 20-fache überschritten,
und die Umwelt und das Meer durch kontinuierliche Abgabe von Radioaktivität
verseucht, die Gesundheit der Bevölkerung massiv gefährdet.
Um gegen dieses ununterbrochen verantwortungslose Vorgehen der AKW-Betreiber
zu protestieren, lädt das Aktionsbündnis alle Interessierten
erneut zu einem Sonntagsspaziergang ein. Auf diesem sollen
auch die weiteren Protestaktionen anlässlich des jetzt anstehenden
Atommülltransports aus Neckarwestheim koordiniert werden.
Treffpunkt: Sonntag, 02.02.2003, 14.00 Uhr, Bahnhof Kirchheim/N.
Für
die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!
Für die
Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
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