Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 

Nächste Woche erneuter Castor-Transport aus dem AKW Neckarwestheim


Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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PRESSE-INFO
29.01.2003

Entsorgungslüge

Nächste Woche erneuter Castor-Transport aus dem AKW Neckarwestheim in die Plutoniumschleuder Sellafield

Am heutigen Mittwoch wurden im Atomkraftwerk Neckarwestheim unter großem Polizeiaufgebot drei Excellox 6 Atommüllbehälter angeliefert. Nach der Beladung der Behälter in den nächsten Tagen sollen diese nach den dem Aktionsbündnis vorliegenden Informationen am Mittwoch, den 5. Februar, am frühen Nachmittag das Kohlekraftwerk Walheim per Zug verlassen.

Das Aktionsbündnis lädt alle AtomkraftgegnerInnen dazu ein, mit einem Anti-Atom-Sonntagsspaziergang gegen die fortgesetzte Verschiebung von Atommüll ins Ausland zu demonstrieren und die berechtigte Forderung nach dem sofortigen Atomausstieg öffentlich zu machen.
Treff: Sonntag, 02. Februar 03, 14 Uhr, Bahnhof Kirchheim/N.

Das AKW Neckarwestheim plant auch in diesem Jahr vier Transporte in die sogenannte "Wiederaufarbeitungsanlage" Sellafield; im nächsten Jahr sollen dann nochmals drei Transporte rollen, bevor der hoch radioaktive Atommüll nur noch auf dem "Castor-Parkplatz" Interimslager unter freiem Himmel abgestellt wird.
Der erste Atommüll-Transport dieses Jahres aus Neckarwestheim steht nun unmittelbar bevor. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat am 16.1.03 neue Transportgenehmigungen erteilt, darunter die für 12 Excellox-6-Behälter aus Neckarwestheim nach Sellafield (gültig bis 31.12.03). Weitere Genehmigungen (für Transporte nach La Hague) erhielten die AKWs Stade (14 Behälter), Grohnde (14 Beh.), Grafenrheinfeld (12 Beh.) und Philippsburg-1 (13 Beh.). Das AKW Krümmel hat noch eine gültige Transportgenehmigung für 3 Behälter nach Sellafield.

Am Zielort, der sogenannten "Wiederaufarbeitungsanlage" im britischen Sellafield hat diese atomare Fracht verheerende Auswirkungen. Das milliardenschwere Geschäft vervielfältigt die Menge des hochradioaktiven Atommülls, für den es nach wie vor keine Endlager-Möglichkeit gibt. In der britischen Anlage, welche nach deutschem Recht nicht genehmigungsfähig wäre und welche vor allem durch Pannen- und Skandalserien "berühmt" wurde, werden die deutschen Grenzwerte um das 20-fache überschritten, und die Umwelt und das Meer durch kontinuierliche Abgabe von Radioaktivität verseucht, die Gesundheit der Bevölkerung massiv gefährdet.

Um gegen dieses ununterbrochen verantwortungslose Vorgehen der AKW-Betreiber zu protestieren, lädt das Aktionsbündnis alle Interessierten erneut zu einem Sonntagsspaziergang ein. Auf diesem sollen auch die weiteren Protestaktionen anlässlich des jetzt anstehenden Atommülltransports aus Neckarwestheim koordiniert werden.
Treffpunkt: Sonntag, 02.02.2003, 14.00 Uhr, Bahnhof Kirchheim/N.

Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!

Für die Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.

 




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