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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon: 07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSEERKLÄRUNG
09.11.2002
Castor-Alarm
in Süddeutschland am Dienstag, 12.November:
Streckenführung jetzt über Karlsruhe - Mannheim - Darmstadt
Aktionen gegen den Castor-Transport nach Gorleben
-
für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen
Der Atommüllzug
aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague soll
nach den vorliegenden Informationen am 12. November 2002 Deutschland
erreichen. Grenzübertritt soll laut Fahrplan um 15.41 in Lauterbourg
bei Wörth/Rh. sein.
Entgegen früheren Informationen soll der Atomzug jetzt offensichtlich
die Strecke entlang des Rheins nehmen und über Karlsruhe, Mannheim
und Darmstadt nach Norden rollen.
Auch in Südwestdeutschland wird der CASTOR-Transport ins Wendland
von den Protesten der AtomkraftgegnerInnen begleitet. Die zentrale
Auftaktaktion der südwestdeutschen Anti-Atom-Bewegung findet
am morgigen Sonntag ab 13 Uhr in Wörth - Maximiliansau statt.
Nach Informationen
des französischen Anti-Atom-Netzwerkes Réseau Sortir
du Nucléaire wird der CASTOR-Transport am 12. November die
französisch-deutsche Grenze bei Lauterbourg überqueren.
Diesmal soll der Atomzug zwölf (!) Glaskokillen-Behälter
- beladen mit hochradioaktivem Restmüll - aus der französischen
Plutoniumfabrik La Hague in das Zwischenlager nach Gorleben transportieren.
Das Motto der diesjährigen Protestaktionen "Der CASTOR
kommt - und es gibt KEIN Atommüll-Endlager!" richtet den
Fokus auf den Standort Gorleben, welcher vor 25 Jahren als bundesweites
nukleares Entsorgungszentrum auserkoren wurde. Ob die angelieferten
Behälter aber jemals im geplanten Atommüll-Endlager, dem
Salzstock Gorleben, eingelagert werden, ist völlig offen, weil
es erhebliche wissenschaftliche Zweifel an der Eignung des Salzstockes
gibt. Der gemeinsame Protest richtet sich dagegen, dass jeder CASTOR,
der ins Wendland transportiert wird, den Salzstock Gorleben als
Endlager für die hochradioaktiven Hinterlassenschaften der
Atomindustrie zementiert.
Mit den Aktionen
soll insbesondere auch der sogenannte "Atomkonsens" scharf
kritisiert werden. Der Konsens ist in Wahrheit die Festschreibung
der ungebremsten Fortsetzung des deutschen Atomprogramms. Gerade
am Beispiel der verlängerten Betriebserlaubnis des Uralt-Reaktors
Obrigheim wurde in jüngster Vergangenheit wieder deutlich,
wer das Sagen hat: Die Atomwirtschaft. Atomausstieg ohne Abschalten
- gegen diese die Wahrheit vertuschende Politik wehren wir uns entschieden.
Wir fordern alle Menschen auf, auf der Strasse und an der Schiene
ihren Protest eindrucksvoll und wirksam kund zu tun!
Ein breites
Bündnis von Anti-Atom-Initiativen aus Südwestdeutschland
hat auch in diesem Jahr zum Widerstand gegen den bevorstehenden
Castor-Transport aufgerufen. Das diesjährige Aktionskonzept
wurde als ein dezentrales Gesamt-Streckenkonzept für den süddeutschen
Raum von Lauterbourg bis nach Würzburg angekündigt. Offensichtlich
haben die Behörden auf diese Ankündigung reagiert und
jetzt den Streckenverlauf geändert.
In Folge der geänderten Streckenführung gibt es nun
neue, regionale Treffpunkte für Protest und Aktionen gegen
den Castor-Transport am Dienstag:
·
Hagenbach, Bahnhof, ab 15 Uhr
· Wörth / S-Bahn-Halt Maximiliansau ab 15 Uhr
· Wiesental Bahnhof, ab 16 Uhr
· Waghäusel, Bahnhof, ab 16 Uhr
· Mannheim, ab 16 Uhr, genauer Ort folgt
· Darmstadt, Bahnhof Kranichstein, ab 17 Uhr
Die Dauer dieser
Aktionen richtet sich selbstverständlich nach der tatsächlichen
Durchfahrt des Castor-Zuges.
Aktuelle Infos
hierzu sowie weitere Informationen zum geplanten Widerstand gegen
den Castor-Transport gibt es beim Infotelefon der südwestdeutschen
anti-atom-Initiativen unter
0175/711 28 94 oder auf den Internetseiten des Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim unter http://neckarwestheim.antiatom.de
Für
die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!
Für die
Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
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