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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon: 07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSEERKLÄRUNG
29.10.2002
Castor-Alarm
in Süddeutschland am 12. und 13. November !
Südwestdeutsche
Anti-Atom-Initiativen mobilisieren gegen nächsten CASTOR-Transport
nach Gorleben
Der Atommüllzug
aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague wird
nach neuesten Informationen am 12. November 2002 Deutschland erreichen.
Auch in Südwestdeutschland wird der CASTOR-Transport ins Wendland
von den Protesten der AtomkraftgegnerInnen begleitet. Die zentrale
Auftaktdemonstration der südwestdeutschen Anti-Atom-Bewegung
findet am 10. November in Wörth-Maximiliansau statt.
Nach
Informationen des französischen Anti-Atom-Netzwerkes Réseau
Sortir du nucléaire wird der CASTOR-Transport am 12. November
die französisch-deutsche Grenze bei Lauterbourg überqueren.
Diesmal soll der Atomzug zwölf (!) Glaskokillen-Behälter
- beladen mit hochradioaktivem Restmüll - aus der französischen
Plutoniumfabrik La Hague in das Zwischenlager nach Gorleben transportieren.
Das Motto der diesjährigen Protestaktionen "Der CASTOR
kommt - und es gibt KEIN Atommüll-Endlager!" richtet den
Fokus auf den Standort Gorleben, welcher vor 25 Jahren als bundesweites
nukleares Entsorgungszentrum auserkoren wurde. Ob die angelieferten
Behälter aber jemals im geplanten Atommüll-Endlager, dem
Salzstock Gorleben, eingelagert werden, ist völlig offen, weil
es erhebliche wissenschaftliche Zweifel an der Eignung des Salzstockes
gibt. Der gemeinsame Protest der bundesweiten Anti-Atom-Bewegung
und der Wendländischen Bevölkerung richtet sich dagegen,
dass jeder CASTOR, der ins Wendland transportiert wird, den Salzstock
Gorleben als Endlager für die hochradioaktiven Hinterlassenschaften
der Atomindustrie zementiert.
Ein breites
Bündnis von Anti-Atom-Initiativen aus Südwestdeutschland
ruft auch in diesem Jahr zum Widerstand gegen den bevorstehenden
Castor-Transport auf. Das diesjährige Aktionskonzept ist ein
dezentrales Gesamt-Streckenkonzept für den süddeutschen
Raum von Lauterbourg bis nach Würzburg. Dieses Konzept bedeutet,
dass der Atommüllzug entlang der Strecke aktiv von AtomkraftgegnerInnen
begleitet werden soll mit Aktionen wie z.B. Mahnwachen. Bislang
sind Treffpunkte geplant in Hagenbach, Karlsruhe, Pforzheim, Bietigheim,
Kirchheim/N., Heilbronn und Lauda. Der Aufruf der südwestdeutschen
Anti-Atom-Initiativen zeigt eine große Bahnkarte. Dieses Flugblatt
kann man beim Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
bestellen (Telefon: 07141/90 33 63 oder per Email: anti-akw.neckarwestheim@s.netic.de).
Zentraler Auftakt der Proteste ist der am Sonntag, 10. November
2002 in Wörth-Maximiliansau stattfindende Schienenspaziergang,
Beginn um 13 Uhr in bei der S-Bahn-Station "West".
Die südwestdeutschen
Anti-Atom-Initiativen rufen alle Menschen auf, sich am Dienstag
12.11. bzw. Mittwoch 13.11. an den Treffpunkten entlang der Transportstrecke
zu versammeln, um sich gemeinsam querzustellen gegen den geplanten
CASTOR-Transport nach Gorleben und gegen das gesamte Atomprogramm.
Wir demonstrieren für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie!
Informationen
zum geplanten Widerstand gegen den Castor-Transport gibt es beim
Infotelefon der südwestdeutschen anti-atom-Initiativen 0175/711
28 94 oder auf den Internetseiten
http://neckarwestheim.antiatom.de oder http://www.oneworldweb.de/castor
oder http://www.sortirdunucleaire.org . Spenden sind herzlich willkommen
auf das Konto Koordinationskreis Philippsburg (Volksbank Karlsruhe
BLZ 661.900.00 - Kontonummer 66.333.701).
Für die Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken
wir uns.
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