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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon: 07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSEERKLÄRUNG
02. Juli 2002
Proteste
gegen erneuten Castor-Transport
Morgen, Mittwoch, 3.7., Aktionen in Besigheim, Karlsruhe
und Wörth
Schon am
gestrigen Nachmittag führten Polizei und GKN den Straßentransport
aus dem AKW Neckarwestheim nach Walheim durch. Offensichtliche Absicht
dieses erneut vorgezogenen Transporttermins (ohne Information der
Öffentlichkeit) war, den angekündigten Protest zu umgehen
und ein Bild von protestfreien Atomtransporten und AKW-Betrieb zu
vermitteln.
Auch aus
diesem Grund ruft das Aktionsbündnis jetzt dazu auf, den morgen
nachmittag um 14.30 Uhr in Walheim startenden Atomzug für vielfältigen
Protest gegen die Atomtransporte und für die sofortige Stilllegung
aller Atomanlagen zu nutzen.
Auch dieser
Transport in die britische Atomanlage Sellafield ist völlig
unnötigt und riskant. Die Transporte des hochradioaktiven Giftmülls
waren im Frühjahr 1998 wegen massiver Verstöße gegen
Sicherheitsbestimmungen ausgesetzt worden. Damals waren die Behälter
äußerlich mit strahlenden Partikeln kontaminiert. Die
Betreiber können auch heute noch nicht die gefahrlose Abwicklung
gewährleisten. Trotzdem wurden die Transporte unter Rot-Grün
wieder aufgenommen, um verhindern, daß die AKW am eigenen
Müll ersticken. Wieder geht Wirtschaftlichkeit vor Sicherheit!
Am Zielort, der sogenannten "Wiederaufarbeitungsanlage"
im britischen Sellafield hat diese atomare Fracht verheerende Auswirkungen.
Das milliardenschwere Geschäft vervielfältigt die Menge
des hochradioaktiven Atommülls, für den es nach wie vor
keine Endlager-Möglichkeit gibt. In der britischen Anlage,
welche nach deutschem Recht nicht genehmigungsfähig wäre
und welche vor allem durch Pannen- und Skandalserien "berühmt"
wurde, werden die deutschen Grenzwerte um das 20-fache überschritten,
und die Umwelt und das Meer durch kontinuierliche Abgabe von Radioaktivität
verseucht, die Gesundheit der Bevölkerung massiv gefährdet.
Mit dem morgigen
Castor-Transport sollen insgesamt 11 Atommüll-Behälter
in das benachbarte Ausland "entsorgt" werden. Neben dem
AKW Neckarwestheim schicken die AKWs Krümmel und Esenshamm
ihren Atommüll nach Sellafield. Aus dem AKW Grohnde und möglicherweise
dem AKW Philippsburg soll hochradioaktiver Atommüll nach La
Hague gebracht werden.
Zu diesem
Castor-Transporte sind bereits bundesweit Proteste angekündigt.
Im Südwesten wird es drei Schwerpunkte geben:
- Bahnhof
Besigheim, 13.30 Uhr:
Protestaktion gegen die Atomtransporte - für die sofortige
Stilllegung der Atomanlagen
- Hauptbahnhof
Karlsruhe, 14 bis 16 Uhr:
Mahnwache
- Maximiliansau
(bei Wörth), ab 16 Uhr, S-Bahnhof West
Öffentlicher Treffpunkt für Protestaktionen im gesamten
Grenzgebiet
Über die
Veröffentlichung dieser Pressemitteilung würden wir uns
sehr freuen.
Weitergehende Informationen über den Protest und Hintergründe
zum skandalösen Betrieb der "WAA Sellafield" finden
sie auf unsere Internet-Seite unter http://neckarwestheim.antiatom.de
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