Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Proteste gegen die "Jahrestagung Kerntechnik" gehen weiter


BÜNDNIS GEGEN DAS ATOMFORUM - STUTTGART

Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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PRESSEERKLÄRUNG
15. Mai 2002

Aktionen auch gegen den morgen stattfindenden Atommülltransport

Proteste gegen die "Jahrestagung Kerntechnik" gehen weiter

Nachdem AtomkraftgegnerInnen gestern mit unterschiedlichen Aktionen vor dem Kongreßzentrum Liederhalle in Stuttgart gegen die Jahrestagung Kerntechnik des Deutschen Atomforum protestiert hatten, gingen die Aktionen heute in Neckarwestheim weiter. Etwa 30 Demonstranten blockierten die Teilnehmer einer Besichtigungstour am AKW in Neckarwestheim.

Nicht nur in Stuttgart, dem Tagungsort des Deutschen Atomforums, trifft die Atomlobby auf Widerstand. Heute stand für Teilnehmer der "Jahrestagung Kerntechnik" ein Besuch des Atomkraftwerkes in Neckarwestheim auf dem Programm, der ebenfalls von den Protesten der AtomkraftgegnerInnen begleitet wurde.
Rund 30 Anti-Atom-AktivistInnen hatten sich vor der Einfahrt zum AKW versammelt. Einigen gelang es, vor dem ankommenden Reisebus auf die Straße zu kommen und so den Bus zu blockieren. Die Sitzblockierer mußten von der Polizei weggetragen werden. Die AtomkraftgegnerInnen bereiteten den zehn Besuchern der Besichtigungstour überdies einen lautstarken Empfang durch trommeln auf den mitgebrachten Fässern.
Die AtomkraftgegnerInnen protestierten außerdem vor der Bahnumladestation des Kohlekraftwerks in Walheim gegen den morgen startenden Atommüllzug nach Sellafield. Sie zogen mit Transparenten vor das Tor des Kohlekraftwerkes. Es gelang ihnen, das Tor mit einem Schloß von außen kurzfristig zu verschließen. Dadurch wurden Polizisten eingesperrt, die den Konvoi der leeren Straßentieflader begleiten sollten. Die Straßentieflader hatten gestern mittag die drei Excellox-6-Behälter vom AKW Neckarwestheim in die 5 km entfernte Bahnumladestation transportiert.

Sinn und Zweck der fortgesetzten Aktionen der AtomkraftgegnerInnen gegen das Atomforum ist es, immer wieder zu zeigen, daß der Betrieb von Atomkraftwerken und anderen Atomanlagen nicht hingenommen wird. Vertreter der Atomwirtschaft leugnen weiter die unzähligen Opfer des katastrophalen Reaktorunfalls in Tschernobyl, wenn sie von einer "sicheren Energieerzeugung" sprechen. Obwohl bei der Uranerzgewinnung ganze Landstriche verwüstet und radioaktiv verseucht werden, bezeichnet die Atomwirtschaft die gefährliche Atomtechnologie als umweltfreundlich. Über die ungelöste Endlagerfrage des hochradioaktiv strahlenden Atommülls versuchen die Betreiber der Atomkraftwerke hinweg zu täuschen, indem sie den Atommüll ins Ausland in die sog. Wiederaufar-beitungsanlagen verschieben.
Proteste gab es heute nicht nur in Neckarwestheim und Walheim, sondern auch in Braunschweig und Salzgitter, wo AtomkraftgegnerInnen gegen die Genehmigung eines Atommülllagers im Schacht Konrad protestierten. Der Widerstand gegen die gefährliche Atomtechnologie wird nicht nur in der Bundesrepublik sondern weltweit fortgesetzt bis zur Stilllegung aller Atomanlagen.


Informationen zu den Aktionstagen gegen das Atomforum gibt es auf der Internetseite
www.antiatomforum.de , www.indymedia.de oder beim Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim unter http://neckarwestheim.antiatom.de .

Für die Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.

 




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