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BÜNDNIS GEGEN
DAS ATOMFORUM - STUTTGART
Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon: 07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSEERKLÄRUNG
15. Mai 2002
Aktionen
auch gegen den morgen stattfindenden Atommülltransport
Proteste
gegen die "Jahrestagung Kerntechnik" gehen weiter
Nachdem AtomkraftgegnerInnen
gestern mit unterschiedlichen Aktionen vor dem Kongreßzentrum
Liederhalle in Stuttgart gegen die Jahrestagung Kerntechnik des
Deutschen Atomforum protestiert hatten, gingen die Aktionen heute
in Neckarwestheim weiter. Etwa 30 Demonstranten blockierten die
Teilnehmer einer Besichtigungstour am AKW in Neckarwestheim.
Nicht nur in
Stuttgart, dem Tagungsort des Deutschen Atomforums, trifft die Atomlobby
auf Widerstand. Heute stand für Teilnehmer der "Jahrestagung
Kerntechnik" ein Besuch des Atomkraftwerkes in Neckarwestheim
auf dem Programm, der ebenfalls von den Protesten der AtomkraftgegnerInnen
begleitet wurde.
Rund 30 Anti-Atom-AktivistInnen hatten sich vor der Einfahrt zum
AKW versammelt. Einigen gelang es, vor dem ankommenden Reisebus
auf die Straße zu kommen und so den Bus zu blockieren. Die
Sitzblockierer mußten von der Polizei weggetragen werden.
Die AtomkraftgegnerInnen bereiteten den zehn Besuchern der Besichtigungstour
überdies einen lautstarken Empfang durch trommeln auf den mitgebrachten
Fässern.
Die AtomkraftgegnerInnen protestierten außerdem vor der Bahnumladestation
des Kohlekraftwerks in Walheim gegen den morgen startenden Atommüllzug
nach Sellafield. Sie zogen mit Transparenten vor das Tor des Kohlekraftwerkes.
Es gelang ihnen, das Tor mit einem Schloß von außen
kurzfristig zu verschließen. Dadurch wurden Polizisten eingesperrt,
die den Konvoi der leeren Straßentieflader begleiten sollten.
Die Straßentieflader hatten gestern mittag die drei Excellox-6-Behälter
vom AKW Neckarwestheim in die 5 km entfernte Bahnumladestation transportiert.
Sinn und Zweck
der fortgesetzten Aktionen der AtomkraftgegnerInnen gegen das Atomforum
ist es, immer wieder zu zeigen, daß der Betrieb von Atomkraftwerken
und anderen Atomanlagen nicht hingenommen wird. Vertreter der Atomwirtschaft
leugnen weiter die unzähligen Opfer des katastrophalen Reaktorunfalls
in Tschernobyl, wenn sie von einer "sicheren Energieerzeugung"
sprechen. Obwohl bei der Uranerzgewinnung ganze Landstriche verwüstet
und radioaktiv verseucht werden, bezeichnet die Atomwirtschaft die
gefährliche Atomtechnologie als umweltfreundlich. Über
die ungelöste Endlagerfrage des hochradioaktiv strahlenden
Atommülls versuchen die Betreiber der Atomkraftwerke hinweg
zu täuschen, indem sie den Atommüll ins Ausland in die
sog. Wiederaufar-beitungsanlagen verschieben.
Proteste gab es heute nicht nur in Neckarwestheim und Walheim, sondern
auch in Braunschweig und Salzgitter, wo AtomkraftgegnerInnen gegen
die Genehmigung eines Atommülllagers im Schacht Konrad protestierten.
Der Widerstand gegen die gefährliche Atomtechnologie wird nicht
nur in der Bundesrepublik sondern weltweit fortgesetzt bis zur Stilllegung
aller Atomanlagen.
Informationen zu den Aktionstagen gegen das Atomforum gibt es auf
der Internetseite
www.antiatomforum.de , www.indymedia.de oder beim Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim unter http://neckarwestheim.antiatom.de
.
Für die
Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
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