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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
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PRESSEERKLÄRUNG
14. Mai
2002
Drei
Atommüllbehälter verlassen AKW Neckarwestheim
Polizei
zieht Termin für Castortransport wegen befürchteter Protestaktionen
vor
AtomkraftgegnerInnen
vom Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim hatten
den Start des dritten Atommülltransportes dieses Jahres am
Mittwoch erwartet. Die heute in den örtlichen Tageszeitungen
veröffentlichte "Allgemeinverfügung zur Schaffung
von demonstrationsfreien Zonen" entlang der Transportstrecke
für den Straßenkonvoi vom AKW in Neckarwestheim zur Umladestation
in Walheim, sah ein Versammlungsverbot ab Mittwoch früh sechs
Uhr vor. Der in der Allgemeinverfügung genannte Termin schien
die Informationen der französischen AtomkraftgegnerInnen zu
bestätigten, die davon ausgehen, daß der Atommüllzug
erst am Donnerstag abend um 19 Uhr die Grenze bei Lauterbourg überqueren
wird.
Der Strassentransport
der drei Excellox-6-Behälter aus dem AKW Neckarwestheim erfolgte
heute in der Mittagszeit. Der Atommüll ist für die Wiederaufarbeitungsanlage
Sellafield bestimmt. Zur Zeit stehen die drei Behälter an der
Bahnumladestation in Walheim. Bereits Ende Januar hatte die Betreibergesellschaft
des GKN diesen Transport für Mitte Mai angekündigt, jedoch
ohne ein genaues Datum zu nennen. Nach den dem Aktionsbündnis
Castorwiderstand Neckarwestheim vorliegenden Informationen war der
Start jedoch nicht für heute vorgesehen. Selbst der bürgerlichen
Presse wurde der Transporttermin vorenthalten. Journalisten berichteten,
dass ihnen der Donnerstag als Transporttermin genannt wurde.
Auch wenn der
heutige Straßentransport nahezu unbemerkt von AtomkraftgegnerInnen
durchgeführt wurde, werten die AktivistInnen dies nicht als
Niederlage. Im Gegenteil: die Mobilisierung der bundesweiten Anti-AKW-Bewegung
nach Stuttgart zu den Aktionstagen gegen das Atomforum sowie nach
Neckarwestheim haben die Polizei offensichtlich zu diesem vorgezogenen
Transport gezwungen. Während ca. 100 AtomkraftgegnerInnen bei
der Liederhalle in Stuttgart gegen die "Jahrestagung Kerntechnik"
protestierten, nutzte die Polizei die Gunst der Stunde um den Transport
ungestört durchzuführen. Polizisten, die in Kirchheim/Neckar
den Transport begleiteten, bestätigten den beobachtenden CastorgegnerInnen,
daß auch sie von dem Einsatzbefehl überrascht wurden.
Das Aktionsbündnis
Castorwiderstand Neckarwestheim ruft alle Menschen dazu auf, nicht
nur die Weiterfahrt der Atommüllbehälter mit Protesten
zu begleiten, sondern sich auch in Stuttgart an den Protestaktionen
gegen das Atomforum zu beteiligen.
Für die
Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
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