Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Aktionstage in Stuttgart für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen


BÜNDNIS GEGEN DAS ATOMFORUM - STUTTGART

Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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PRESSEANKÜNDIGUNG
9. Mai 2002

Aktionstage in Stuttgart für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen

Auftaktdemonstration gegen die "Jahrestagung Kerntechnik" am Samstag um 12 Uhr in Stuttgart

In der kommenden Woche findet vom 14. bis 16. Mai 2002 im Kongreßzentrum Liederhalle in Stuttgart die Jahrestagung Kerntechnik des Deutschen Atomforum statt. AtomkraftgegnerInnen vom "Bündnis gegen das Atomforum" unterstützen die geplanten Aktionstage, die vom 11. bis zum 16. Mai 2002 in Stuttgart stattfinden. Auftakt für die Protestaktionen wird die Demonstration am Samstag 11. Mai 2002 in der Stuttgarter Innenstadt sein

Auf der alljährlich stattfindenden "Jahrestagung Kerntechnik" trifft sich die Spitze der Atomindustrie, um die Zukunft der tödlichen Atomtechnologie weiter zu entwickeln und festzulegen. Die Atomlobby wird hier auch auf Vertreter aus Politik (Umweltministerien) und Wirtschaft treffen und diese auf ihre Interessen einschwören. Unter anderem stehen folgende Themenschwerpunkte auf der Tagesordnung: Sicherheitsbewertungen, Stilllegung und Entsorgung sowie Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Gegen diese Veranstaltung formiert sich zum ersten Mal bundesweiter Protest.
Ein breites Bündnis von AtomkraftgegnerInnen hat sich zum Stuttgarter "Bündnis gegen das Atomforum" zusammen geschlossen. Dem Bündnis gehören neben regionalen Anti-Atom-Initiativen auch der BUND-Regionalverband Stuttgart sowie das Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim an.
Die bevorstehenden Aktionen, zu denen die Anti-AKW-Bewegung bundesweit mobilisiert, stehen unter dem Motto "Atomforum ausschalten - Atomkraft stoppen!" Sie richten sich nicht nur gegen das deutsche Atomforum, sondern gegen die gesamte Atomtechnologie.

Die Mitglieder des Atomforum eint nach eigenen Worten die Überzeugung, dass "die friedliche Nutzung der Kernenergie verantwortbar und notwendig zur Sicherstellung einer umweltfreundlichen, sicheren und zuverlässigen Energieversorgung in Deutschland und Europa ist." Damit wird über die sich permanent ereignenden Störfälle wie z.B. in Philippsburg oder kürzlich Brunsbüttel hinweg getäuscht. Die Opfer der größten Atomreaktorkatastrophe in Tschernobyl zeigen deutlich, daß diese Art der Energieerzeugung nicht verantwortbar ist.
Die Demonstration in Stuttgart beginnt am Samstag um 12 Uhr in der Lautenschlagerstraße gegenüber vom Hauptbahnhof mit einer Auftaktkundgebung. Der Demonstrationszug führt an der EnBW (Kriegsbergstraße) vorbei zur Liederhalle, dort werden jeweils Zwischenkundgebungen abgehalten. Die Abschlußkundgebung findet auf dem Wilhelmsplatz statt. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Stuttgarter hip-hop-Band "Die Wiege" und die Gruppe "Samba Colibri". Neben Jochen Stay (Wendland) und Fitz Storim aus Bremen als Vertreter der bundesweiten Anti-AKW-Bewegung wird die französische Atomkraftgegnerin Solange Fernex aus Straßburg sprechen. Peter Dickel (Braunschweig) von der "Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad" wird die Endlagerung und die Genehmigung von neuen Atomanlagen thematisieren. Außerdem wird Tobias Pflüger von der Informationsstelle Militarisierung (Tübingen) erwartet, der einen Redebeitrag zu den Themen Uranmunition, Atombomben und atomwaffenfähiges Plutonium halten wird.

Protestaktionen werden in der nächsten Woche auch im 30 km entfernten Neckarwestheim stattfinden: während in Stuttgart die Jahrestagung der Atomindustrie stattfindet, soll - laut Ankündigung der Betreiber - ein weiterer Atommülltransport das Atomkraftwerk in Neckarwestheim verlassen.


Informationen zu den Aktionstagen gegen das Atomforum gibt es auf der Internetseite
www.antiatomforum.de oder beim Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
http://neckarwestheim.antiatom.de .

Für die Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.

 




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