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BÜNDNIS GEGEN
DAS ATOMFORUM - STUTTGART
Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon: 07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSEANKÜNDIGUNG
9. Mai 2002
Aktionstage
in Stuttgart für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen
Auftaktdemonstration
gegen die "Jahrestagung Kerntechnik" am Samstag um 12
Uhr in Stuttgart
In der kommenden
Woche findet vom 14. bis 16. Mai 2002 im Kongreßzentrum Liederhalle
in Stuttgart die Jahrestagung Kerntechnik des Deutschen Atomforum
statt. AtomkraftgegnerInnen vom "Bündnis gegen das Atomforum"
unterstützen die geplanten Aktionstage, die vom 11. bis zum
16. Mai 2002 in Stuttgart stattfinden. Auftakt für die Protestaktionen
wird die Demonstration am Samstag 11. Mai 2002 in der Stuttgarter
Innenstadt sein
Auf der alljährlich
stattfindenden "Jahrestagung Kerntechnik" trifft sich
die Spitze der Atomindustrie, um die Zukunft der tödlichen
Atomtechnologie weiter zu entwickeln und festzulegen. Die Atomlobby
wird hier auch auf Vertreter aus Politik (Umweltministerien) und
Wirtschaft treffen und diese auf ihre Interessen einschwören.
Unter anderem stehen folgende Themenschwerpunkte auf der Tagesordnung:
Sicherheitsbewertungen, Stilllegung und Entsorgung sowie Kommunikation
mit der Öffentlichkeit. Gegen diese Veranstaltung formiert
sich zum ersten Mal bundesweiter Protest.
Ein breites Bündnis von AtomkraftgegnerInnen hat sich zum Stuttgarter
"Bündnis gegen das Atomforum" zusammen geschlossen.
Dem Bündnis gehören neben regionalen Anti-Atom-Initiativen
auch der BUND-Regionalverband Stuttgart sowie das Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim an.
Die bevorstehenden Aktionen, zu denen die Anti-AKW-Bewegung bundesweit
mobilisiert, stehen unter dem Motto "Atomforum ausschalten
- Atomkraft stoppen!" Sie richten sich nicht nur gegen das
deutsche Atomforum, sondern gegen die gesamte Atomtechnologie.
Die Mitglieder
des Atomforum eint nach eigenen Worten die Überzeugung, dass
"die friedliche Nutzung der Kernenergie verantwortbar und notwendig
zur Sicherstellung einer umweltfreundlichen, sicheren und zuverlässigen
Energieversorgung in Deutschland und Europa ist." Damit wird
über die sich permanent ereignenden Störfälle wie
z.B. in Philippsburg oder kürzlich Brunsbüttel hinweg
getäuscht. Die Opfer der größten Atomreaktorkatastrophe
in Tschernobyl zeigen deutlich, daß diese Art der Energieerzeugung
nicht verantwortbar ist.
Die Demonstration in Stuttgart beginnt am Samstag um 12 Uhr in der
Lautenschlagerstraße gegenüber vom Hauptbahnhof mit einer
Auftaktkundgebung. Der Demonstrationszug führt an der EnBW
(Kriegsbergstraße) vorbei zur Liederhalle, dort werden jeweils
Zwischenkundgebungen abgehalten. Die Abschlußkundgebung findet
auf dem Wilhelmsplatz statt. Für musikalische Unterhaltung
sorgen die Stuttgarter hip-hop-Band "Die Wiege" und die
Gruppe "Samba Colibri". Neben Jochen Stay (Wendland) und
Fitz Storim aus Bremen als Vertreter der bundesweiten Anti-AKW-Bewegung
wird die französische Atomkraftgegnerin Solange Fernex aus
Straßburg sprechen. Peter Dickel (Braunschweig) von der "Arbeitsgemeinschaft
Schacht Konrad" wird die Endlagerung und die Genehmigung von
neuen Atomanlagen thematisieren. Außerdem wird Tobias Pflüger
von der Informationsstelle Militarisierung (Tübingen) erwartet,
der einen Redebeitrag zu den Themen Uranmunition, Atombomben und
atomwaffenfähiges Plutonium halten wird.
Protestaktionen
werden in der nächsten Woche auch im 30 km entfernten Neckarwestheim
stattfinden: während in Stuttgart die Jahrestagung der Atomindustrie
stattfindet, soll - laut Ankündigung der Betreiber - ein weiterer
Atommülltransport das Atomkraftwerk in Neckarwestheim verlassen.
Informationen zu den Aktionstagen gegen das Atomforum gibt es auf
der Internetseite
www.antiatomforum.de oder beim Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand
Neckarwestheim
http://neckarwestheim.antiatom.de .
Für die
Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
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