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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon: 07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSEERKLÄRUNG
07.
März 2002
Atommülltransport startet wahrscheinlich
am 19. März
Am
kommenden Sonntag Demonstration gegen den nächsten Atommülltransport
aus Neckarwestheim
Das Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim veranstaltet am kommenden Sonntag,
10. März 2002 in Kirchheim/Neckar eine Demonstration, um gegen
den nächsten Atommülltransport aus dem AKW Neckarwestheim
zu protestieren. Die Demo beginnt um 14 Uhr am Bahnhof in Kirchheim
und wird zum Atomkraftwerk in Neckarwestheim führen. Mit dem
voraussichtlichen Start des Atommüll-transportes rechnet das
Aktionsbündnis am 19. März.
Die Demonstration unter dem Motto "Atommüll stoppen
- in Neckarwestheim und anderswo!" richtet sich nicht nur gegen
den bevorstehenden Atommülltransport in die britische Plutoniumschleuder
Sellafield, sondern auch gegen den sogenannten Atomausstieg. Unter
dem Deckmantel "Atomausstieg" soll noch weitere 20 Jahre
Atommüll produziert werden, der jetzt noch ins Ausland verschoben
wird, aber schon in wenigen Jahren in dem geplanten unterirdischen
Zwischenlager in Neckarwestheim gesammelt werden soll. Angesichts
der ungeklärten Endlagerfrage für den täglich anfallenden
radioaktiven Abfall, ist der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken verantwortungslos.
Die in den nächsten Tagen bevorstehende Verschiebung von weiterem
Atommüll nach England verlagert nur die Lösung des Atommüllproblems
und bürdet sie den Menschen in der Umgebung von Sellafield
auf, die schon heute unter der radioaktiven Verseuchung ihrer Region
und des Meeres zu leiden haben. Darüber hinaus wird in der
Plutoniumfabrik Sellafield die Atommüllmenge um das 12 - 15fache
vergrößert, nur ein sehr geringer Teil des angelieferten
Materials kann wiederverwendet werden. In Wahrheit findet also in
der sogenannten Wiederaufarbeitungsanlage kein Recyclingprozeß
statt. Der größte Teil des angelieferten radioaktiven
Müll kehrt dann letztendlich zum Verursacher, also nach Deutschland,
zurück.
Die Demo richtet sich insbesondere auch gegen das in Tunnelröhren
geplante Zwischenlager am AKW-Standort Neckarwestheim. Dort soll
der radioaktive Abfall für mindestens 40 Jahre eingelagert
werden. Dr. Jörg Schmid aus Stuttgart wird in seinem Redebeitrag
gegen das geplante Zwischenlager Stellung nehmen und kurz über
den Stand der gerichtlichen Klagen von AtomkraftgegnerInnen gegen
die Standort-Zwischenlagerung berichten.
Das Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim lädt alle Menschen herzlich
ein, an der Demonstration am kommenden Sonntag teilzunehmen um gegen
den Atommüll, gegen die Lüge vom "Atomausstieg"
und gegen den jahrzehntelangen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke
zu protestieren.
Informationen
gibt es beim Infotelefon des Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand
Neckarwestheim 07141/90 33 63 oder auf der Internetseite http://neckarwestheim.antiatom.de
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Für die
Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
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