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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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PRESSEERKLÄRUNG Stand 18.45 Uhr 6. Februar 2002
Protestaktionen
auch in Süddeutschland
Atommülltransport
ins Ausland verlief nicht störungsfrei
Der heutige
Atommülltransport in die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und
Sellafield wurde bundesweit von Protestaktionen begleitet. Atomkraft-
gegnerInnen waren an verschiedenen Orten bei Mahnwachen präsent.
In Sachsenheim (Kreis Ludwigsburg) gab es zwei kurzfristige Ingewahrsam
nahmen.
AtomkraftgegnerInnen
sorgten in Sachsenheim (Kreis Ludwigsburg) dafür, daß der Atommülltransport
nach Sellafield nicht störungsfrei verlaufen ist. Sie hatten sich
in Sachsenheim am Bahnhof eingefunden, um Flugblätter zu verteilen
und mit Transparenten gegen die Atommülltransporte zu protestieren.
Als der Atomzug in Walheim startete, räumten Polizei und BGS den
Bahnsteig vom Bahnhof Sachsenheim, auf dem die AtomkraftgegnerInnen
ein Transparent mit der Aufschrift "Atomtransporte Stoppen" entrollt
hatten. Nachdem der Atomzug Sachsenheim bereits passiert hatte,
wurden zwei Demonstranten vorübergehend an Ort und Stelle in Gewahrsam
genommen unter dem Vorwurf, sie hätten sich bei der Durchfahrt des
Zuges im Gleisbereich befunden.
Auch in Norddeutschland
gab es Protestaktionen gegen den Atommülltransport. In Buchholz
und in Münster hatten sich jeweils ca. 30 AtomkraftgegnerInnen zu
Mahnwachen versammelt. Aus dem Atomkraftwerk Stade wurden 3 Behälter
und aus dem AKW Brunsbüttel ein Behälter mit hochradioaktiven Brennelementen
in die Plutoniumschleuder nach La Hague geschickt. Der Atommüllzug
aus Norddeutschland wird - wie schon in der Vergangenheit - in Wörth
am Rhein mit dem Zug aus Walheim gekoppelt und wird über Lauterbourg
nach Frankreich einreisen. Französische AtomkraftgegnerInnen haben
ebenfalls zu Protesten aufgerufen.
Insgesamt gesehen
ist auch dieser Atommülltransport nicht störungsfrei verlaufen,
auch wenn es keine Blockaden gab. In Anbetracht der Tatsache, daß
die Betreiber der 19 deutschen Atomkraft-werke sobald wie möglich
zum Normalzustand "Castortransporte ohne Polizeibegleitung" zurückkehren
wollen, ist jeder öffentliche Protest eine Störung des normalen
Ablaufes. Die Proteste richten sich gegen die Atompolitik der rot-grünen
Bundesregierung, vor allem gegen den festgeschriebenen Weiterbetrieb
der Atomkraftwerke. Die tägliche Produktion von Atommüll muß sofort
beendet werden, denn niemand weiß wohin mit dem strahlenden Müll.
Weder die Menschen in der Umgebung der französischen Wiederaufarbeitungsanlage
La Hague noch die Menschen in Sellafield wollen mit dem radioaktiven
Abfall leben.
Für die Veröffentlichung
dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
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