|
Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon:
07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSEERKLÄRUNG
04. Februar 2002
Anti-Atom-Frühstück gegen
den Atommülltransport
AtomkraftgegnerInnen
lassen sich von undemokratischem Versammlungsverbot nicht abschrecken
Das Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim wird den für Dienstag morgen
erwarteten Atommülltransport aus dem GKN wie üblich mit
Protesten begleiten. In den frühen Morgenstunden des 5. Februar
werden sich die AtomkraftgegnerInnen in Kirchheim/Neckar zum Frühstück
einfinden. Am Mittwoch soll die Bevölkerung in Sachsenheim
über die Durchfahrt des Atomzuges informiert werden.
Wie
schon im vergangenen Jahr hat die Kreispolizeibehörde in Ludwigsburg
ein Versammlungsverbot anläßlich des bevorstehenden Atommülltransportes
erlassen. Das "Versammlungsverbot zur Schaffung versammlungsfreier
Zonen" gilt ab Dienstag 0 Uhr entlang der Transportstrecke
zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und der Bahnumladestation
in Walheim. Damit soll jeglicher Protest gegen den Atommülltransport
untersagt werden. Das Landratsamt Ludwigsburg begründet auf
zwölf Seiten das Versammlungsverbot mit Protestaktionen und
Protestankündigungen von Atomkraft-gegnerInnen in den letzten
Jahren. Hierbei werden nicht nur die Blockadeaktion zitiert, die
im April 2001 vor dem Tor des GKN in Neckarwestheim stattfand. Auch
Protestaktionen der bundesweiten Anti-AKW-Bewegung werden als Beweis
herangezogen, um das Versammlungsverbot zu rechtfertigen.
Das Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim kritisiert das erlassene Versammlungs-verbot,
welches auf einer Strecke von sechs km zwischen dem AKW und Walheim
gilt, als ein absolut unverhältnismäßiges Mittel
angesichts der für morgen geplanten Protestform. Die Atomkraftgeg-nerInnen
wollen sich am Dienstag früh zum Anti-Atom-Frühstück
einfinden, um ihren Protest öffentlich zu machen. Es werden
etwa 20 bis 50 Menschen erwartet.
Das Versammlungsverbot ist die juristische Handhabe, um alle atomkritischen
Menschen strafrechtlich verfolgen zu können, sobald sie sich
- wie bislang üblich - in Kirchheim entlang der Transportstrecke
zum Protest versammeln. Damit wird das Recht auf freie Meinungsäußerung
bedenklich eingeschränkt.
Die AtomkraftgegnerInnen
im Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim lassen sich
jedoch trotz dieser Einschüchterungstaktik nicht von ihrem
Vorhaben abhalten, gegen die weitere Verschiebung von Atommüll
in die Plutoniumfabrik Sellafield zu protestieren. Wir werden uns
außerhalb der Demonstrationsverbotszone in Kirchheim/Neckar
in den frühen Morgenstunden auf dem Parkplatz vom Einkaufszentrum
(an der B27) zum Frühstück einfinden. Der Protest gegen
die Atomanlagen und gegen die Atommülltransporte laßt
sich nicht verbieten!
Für die
Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
|