|
Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon:
07141 / 90 33 63 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSEANKÜNDIGUNG
6. Dez. 2001
Große Party am kommenden Samstag in Ludwigsburg
Fünf
Jahre Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim: ein
Grund zum Feiern!
Unter dem
Motto "Unser Lachen wird sie besiegen!" feiert das Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim sein fünfjähriges Bestehen.
Die Geburtstagsparty findet am kommenden Samstag ab 20 Uhr im Demokra-tischen
Zentrum in Ludwigsburg statt. Die Highlights der vergangenen Jahre
werden in Filmen und Videomitschnitten präsentiert.
Am 24. November 1996 gründete sich im Demokratischen Zentrum
in Ludwigsburg das Aktions-bündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim.
Sinn und Zweck der anwesenden Gruppen und AtomkraftgegnerInnen war
die Vorbereitung des Widerstandes gegen den Castor-Transport, der
im Frühjahr 1997 Atommüll aus dem GKN nach Gorleben bringen
sollte. Seit der Gründung vernetzt das Aktionsbündnis
Anti-Atom-Gruppen in der Region, um gemeinsam Widerstand gegen das
Atomkraftwerk in Neckarwestheim zu leisten. Die politische Arbeit
der hiesigen AtomkraftgegnerInnen richtet sich jedoch nicht nur
gegen die Atomanlage vor der "eigenen Haustüre",
denn die Nutzung der Atomenergie stellt ein globales Problem dar.
Deshalb unterstützt das Aktionsbündnis z.B. die weltweite
Forderung nach der Stilllegung aller Atomanlagen. Als südwestdeutsche
Gruppe innerhalb der bundesweiten Anti-AKW-Bewegung pflegt das Aktionsbündnis
besonders die in der Vergangenheit geknüpften Beziehungen zu
französischen AtomkraftgegnerInnen.
Der Gründung des Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
vorausgegangen waren im November 1996 eine Demo gegen den anstehenden
Castor-Transport und der "Brückentest", eine Protestaktion
zur Fertigstellung der neuen Neckarbrücke in Kirchheim/Neckar.
Ende Februar und Anfang März 1997 verbuchten die im Aktionsbündnis
organisierten Gruppen die ersten Erfolge, als rund 3.000 TeilnehmerInnen
zu zwei Großdemonstrationen gegen den unmittelbar bevorstehenden
Atommülltransport mobilisiert werden konnten. Der Castor-Transport
nach Gorleben im März 1997 löste in der Region nie dagewesene
Proteste gegen die Atommülltransporte aus. Damals fand die
spektakuläre Tonnen-Aktion statt, bei der sich sechs AtomkraftgegnerInnen
an eine mit Beton gefüllte Tonne angeketteten und damit dem
Straßentransport vom AKW zur Umladestation in Walheim den
Weg versperrten. 1997 folgten weitere Protestaktionen gegen drei
Atommülltransporte in die britische Wiederaufarbeitungsanlage
Sellafield. Am 6. September 1997 fand das 1. Neckarwestheimer Anti-Atom-Festival
in Kirchheim/N. statt als Auftakt der Mobilisierung auf den im Frühjahr
1998 durchgeführten Castor-Transport von Neckarwestheim nach
Ahaus.
Der Protest des Aktionsbündnis richtet sich jedoch nicht nur
gegen Atommülltransporte, sondern auch gegen die am AKW geplanten
Lagerungsmöglichkeiten (Interims- und Zwischenlager) für
den täglich anfallenden radioaktiven Atomabfall. Da gegen wurden
Einwendungen gesammelt. Ein weiterer Schwerpunkt der Anti-Atom-AktivistInnen
ist die ständige Öffentlichkeitsarbeit. Seit Sommer 1997
erscheint ca. alle zwei Monate das neckarwestheimer anti-atom-info
und informiert ebenso wie die stets aktuelle Homepage (Internet:
http://neckarwestheim.antiatom.de).
Grund genug also zum Feiern!
Neben Filmen und Videos gibt's eine Ausstellung von Plakaten und
Flugblättern zu sehen. Für die musikalische Unterhaltung
sorgen die Bands Scatterbrains (Pforzheim), Das Produkt des Jahres
(Freiburg) und MC Orgelmüller (Hamburg/Berlin). Die Party beginnt
um 20 Uhr in den Räumen des Demokratischen Zentrum in Ludwigsburg
in der Wilhelmstraße 45 (Hinterhaus). Der Eintritt ist frei,
jede/r ist recht herzlich eingeladen!
Für die
Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
Mit freundlichen
Grüßen
Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
|