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südwestdeutsche
anti-atom-Initiativen
c/o Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
Infotelefon: 0175/711 28 94 Fax: 071 41 / 92 39 91
PRESSEERKLÄRUNG
8.
Nov. 2001
Protestaktionen
der AtomkraftgegnerInnen in der Südpfalz
Auftaktdemonstration
gegen Castor-Rücktransport in Karlsruhe am Samstag um 13 Uhr
- Blockadeaktionen geplant
Der Countdown
läuft: am Montag abend wird der CASTOR-Transport die deutsch-französische
Grenze erreichen, begleitet von verschärften Aktionen von AtomkraftgegnerInnen.
Mit der Auftaktdemonstration am kommenden Samstag in Karlsruhe beginnt
der breite Protest der Anti-AKW-Bewegung in Südwestdeutschland.
Am Sonntag geht's weiter mit einem Schienenspaziergang in Wörth-Maximiliansau.
Zum zweiten
Mal in diesem Jahr ruft ein breites Bündnis von AtomkraftgegnerInnen
aus Südwestdeutschland zum Widerstand gegen den bevorstehenden
Castor-Transport. Das heutige Motto der Aktionen "Widerstand
von Anfang an - von La Hague bis Gorleben" soll verdeutlichen,
daß es nicht nur im Wendland kurz vor der Ankunft des Atommülltransportes
in Gorleben Widerstand geben wird, sondern entlang der gesamten
Transportstrecke. Französische AtomkraftgegnerInnen haben verstärkte
Proteste sowohl am Abfahrtsort wie auch im Elsaß angekündigt.
In der südpfälzischen Grenzregion zwischen Lauterbourg
und Wörth a.R. werden deutsche Atomkraft-gegnerInnen den Castor-Zug
mit weiteren Widerstandsaktionen begleiten.
Die Proteste
richten sich gegen die Atompolitik der rot-grünen Bundesregierung,
vor allem gegen den festgeschriebenen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke.
Die tägliche Produktion von Atommüll muß sofort
beendet werden, denn niemand weiß wohin mit dem strahlenden
Müll. Weder die Menschen in der Umgebung der französischen
Wiederaufarbeitungsanlage La Hague noch die Menschen in Gorleben
wollen mit dem radioaktiven Abfall leben. Mit den Aktionen in der
Südpfalz unter dem Motto "Wir lagern den Castor ein"
soll verdeutlicht werden, daß die fortgesetzte Atommüllproduktion
ein gesellschaftliches Problem ist. Jeder einzelne Mensch kann mit
seinem Protest gegen Atommüll-transporte dazu beitragen, daß
der politische Druck auf die Verantwortlichen erhöht wird,
den längst überfälligen Ausstieg aus der gefährlichen
Atomtechnik sofort umzusetzen.
Der Auftakt
der Proteste ist am Samstag, 10. November 2001 in Karlsruhe. Dort
wird um 13 Uhr auf dem Schloßplatz eine Demonstration beginnen
unter dem Motto "Return to sender - Wir bringen den Atommüll
zum Absender zurück!", zu der auch eine französische
Atomkraftgegnerin des Réseau Sortir du Nucléaire als
Rednerin erwartet wird. Der Demonstrationszug führt entlang
der Durlacher Allee über den Gottesauer Platz zum Hauptsitz
der EnBW. Hier werden die AtomkraftgegnerInnen eine Aktion durchführen,
bei der dem Atomstromproduzenten der unzustellbare Atommüll
- den niemand haben will - zurückgebracht wird.
Nach der Demonstration in Karlsruhe werden sich die GegnerInnen
des Castor-Transportes in Wörth am Rhein (bei Karlsruhe auf
der anderen Rheinseite) zu einer Dauermahnwache versammeln. Auf
dem "Parkplatz am Badepark" wird man sich ab Samstagabend
einfinden, wo es warmes Essen und Kultur sowie Plenumsdiskussionen
und Informationsmöglichkeiten gibt.
Am Sonntag laden die AtomkraftgegnerInnen zum Schienenspaziergang.
Unter dem Motto "Strecke checken" soll während der
witzigen Aktion die Castor-Transportstrecke auf ihre Tauglichkeit
überprüft werden. Der Spaziergang beginnt um 14 Uhr in
Wörth-Maximiliansau bei der S-Bahn-Station "West"
und geht nach Hagenbach, 3 km südlich von Maximiliansau.
Nach Informationen,
die französischen AtomkraftgegnerInnen vorliegen, soll die
strahlende Fracht in Frankreich an der Bahnumladestation Valognes
am Montag morgen um 1 Uhr starten. Laut Fahrplan wird der Zug am
Montag gegen 19 Uhr zum Grenzübertritt in Lauterbourg erwartet.
Im Elsaß haben französische AtomkraftgegnerInnen Widerstandsaktionen
geplant. Auch in der rheinland-pfälzischen Grenzregion soll
der Castor-Transport durch Aktionen daran gehindert werden, fahrplanmäßig
das Ziel Gorleben zu erreichen. Entlang der 11 Km langen Schienenstrecke
zwischen Lauterbourg und Wörth werden die AKW-GegnerInnen verschiedene
Protestaktionen wie z.B. Mahnwachen und Kundgebungen durchführen,
auch mit Blockadeaktionen auf den Schienen ist zu rechnen.
Die südwestdeutschen
Anti-Atom-Initiativen rufen alle Menschen auf, sich spätestens
ab Montag nachmittag an der Transportstrecke einzufinden, um sich
unter dem Motto "Wir lagern den Castor ein" gemeinsam
mit französischen AtomkraftgegnerInnen gegen den geplanten
Glaskokillentransport nach Gorleben querzustellen.
Informationen
zum geplanten Widerstand gegen den Castor-Transport gibt es beim
Infotelefon der südwestdeutschen anti-atom-Initiativen 0175/711
28 94 oder auf den Internetseiten
http://neckarwestheim.antiatom.de oder http://www.oneworldweb.de/castor
oder http://www.sortirdunucleaire.org
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Spenden sind
herzlich willkommen auf das Konto Koordinationskreis Philippsburg
(Volksbank Karlsruhe BLZ 661.900.00 - Kontonummer 663.337.01).
Für die
Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
Mit freundlichen
Grüßen
die südwestdeutschen anti-atom-Initiativen
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