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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o Demokratische Zentrum, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
Infotelefon und AB: 07141 - 90 33 63
http://neckarwestheim.antiatom.de
Presseerklärung
04.11.2001
Kein CASTOR-Zwischenlager
- GKN abschalten!
Die vor 25
Jahren mit dem GKN-Block I begonnene Atommüllproduktion konnte
nur durch ein Verschieben des Atommülls - hauptsächlich
in die Plutoniumfabrik La Hague in Frankreich mit 147 Transporten
- aufrecht erhalten werden. Das Entsorgungsdilemma der Atomindustrie
soll jetzt in Neckarwestheim durch ein Standort-Zwischenlager ungelöst
auf die nachfolgenden Generationen vertagt werden. Das Atommärchen
"in 40 Jahren ist alles vorbei" glauben jedoch inzwischen
nicht einmal mehr die Atomkraft-Befürworter.
Am kommenden
Dienstag, den 6. November beginnt in der Stauwehrhalle in Heilbronn-Horkheim
der Erörterungstermin für das 151 CASTOREN umfassende
Standort-Zwischenlager des GKN.
Das Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim sieht in
diesem "Zwischenlager" eine Fortsetzung der bisherigen
unverantwortlichen Atomstromproduktion. Die seit 25 Jahren erzählten
Sicherheitslügen der Atommanager im GKN kommen als Bummerang
zurück. Denn eine "sichere Endlagerung" für
den noch tausende von Jahren strahlenden atomaren Müll wird
es nie geben.
Gegen den Widerstand der Bewohner in Gorleben und Ahaus können
zukünftig Transporte in die zentralen Zwischenlager nicht durchgeführt
werden. Auch dort will keiner ein zentrales Zwischenlager. Ausserdem
sind bereits alle restlichen 18 Stellplätze, die das GKN in
Gorleben gekauft hat, mit Rücktransporten von hochradioaktivem
Müll aus den Wiederaufbereitungsanlagen La Hague und Sellafield
belegt.
Das Aktionsbündnis
hat mit seinen Einwendungen gegen das 151 CASTOREN-Zwischenlager
darauf hingewiesen, dass
- bereits der
"Normalbetrieb" von Atomkraftwerken durch die dauernde
Abgabe von Radioaktivität über die Abluft und das Wasser
eine Gefährdung darstellt,
- das GKN für den bereits produzierten Atommüll keinen
Entsorgungsnachweis bringen kann,
- weder Anlieferverträge in die Plutoniumfabriken nach Sellafield
und La Hague bis zum Jahr 2005 und erst recht kein Aufbewahren des
Atommülls für 40 Jahre im Standort-Zwischenlager eine
sichere Entsorgung darstellen können.
Der jahrzehntelange
Weiterbetrieb mit einer nochmaligen Verdoppelung der bisherigen
Atommüllmenge ist verantwortungslos und politisch nicht durchsetzbar.
Wir lehnen deshalb das CASTOR-Zwischenlager ab und fordern das
sofortige Abschalten der beiden Atomkraftwerke in Neckarwestheim!
Dies werden
wir am Dienstag, den 6. 11. ab 9,15 Uhr auch vor der Stauwehrhalle
in Horkheim zum Ausdruck bringen. Dazu laden wir Sie recht herzlich
ein.
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