Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Atommüllbehälter auf dem Weg in das Atomkraftwerk Neckarwestheim


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PRESSEERKLÄRUNG
26. Juli 2001


Atommüllbehälter auf dem Weg in das Atomkraftwerk Neckarwestheim

Nur wenige Tage nachdem das Bundesamt für Strahlenschutz am 20.7.01 weitere Atommüll-Transporte vom Atomkraftwerk Neckarwestheim in die Wiederaufbereitungsanlage nach Sellafield genehmigt hat, kommen bereits die für diesen Transport vorgesehenen Excellox-6 Behälter aus England in das Atomkraftwerk. Am heutigen Donnerstag soll der Straßen-transport von drei leeren Excellox-6 Behältern vom Kohlekraftwerk in Wahlheim in das Atomkraftwerk rollen.

Bis zum Jahr 2005 will das Atomkraftwerk Neckarwestheim noch Atommüll in die Wiederaufberei-tungsanlage nach Sellafield verschieben um den weiteren Betrieb zu sichern. Mindestens 42 Ex-cellox-6 Behälter sollen in dieser Zeit noch mit hochradioaktiven Brennelementen aus den vollen Neckarwestheimer Abklingbecken nach Sellfield gehen. Und dies in eine Skandalanlage, die nachweislich seit Jahrzehnten das Meer, die Umgebung, die Menschen radioaktiv verseucht und nach dem deutschen Atomrecht nicht genehmigungsfähig wäre.
Der gemäß dem Atomkonsens der rot/grünen Bundesregierung mit den Energieversorgungsunter-nehmen jetzt unterzeichnete "Atomausstieg" ist eine Lüge. In Wahrheit darf die bisherige Atom-strommenge noch einmal produziert werden und es findet somit auch eine Verdoppelung der bis-herigen hochradioaktiven Atommüllmenge statt. Die Endlagerfrage für den noch tausende von Ge-nerationen strahlenden Atommüll ist nach wie vor ungeklärt. Atommüllverschiebungen in die soge-nannten Wiederaufbereitungsanlagen sollen den Weiterbetrieb bis zur Fertigstellung der "Zwi-schenlager" sichern. Erst Ende April gingen von Neckarwestheim 3 Excellox-6 Behälter, begleitet von einem massiven Polizeieinsatz, nach Sellafield.

Keine weiteren Atommüllverschiebungen, kein Zwischenlager.
Wir lehnen das weitere Drehen der unendlichen Atommüllspirale ab und fordern die soforti-ge Stilllegung aller Atomanlagen!




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