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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o Demokratisches Zentrum, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
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Presseinformation
24. 4. 2001, 5.40 Uhr
200
AtomkraftgegnerInnen blockieren in Neckarwestheim Castor-Transportstrecke
Protest
gegen anstehenden Transport in die britische WAA Sellafield
Trotz massiver Polizeipräsenz ist es einer Gruppe von 200 AtomkraftgegnerInnen
gelungen, direkt vor der geplanten Abfahrt des Castor-Transports
die Transportstrecke zu besetzen. Sie blockieren damit seit 4.50
Uhr die Straße vom Neckarwestheimer Kraftwerksgelände
zum Bahnverladepunkt in Walheim. Im Morgengrauen sollte hier der
Transport von drei Excellox- Behältern zu britischen Wiederaufarbeitungsanlage
(WAA) Sellafield beginnen.
Die Polizei
hatte kurz vorher die ganze Strecke abgesperrt, um den Straßentransport
nach Walheim störungsfrei durchführen zu können.
Die Transportvorbereitungen im Kraftwerksgelände waren abgeschlossen.
Obwohl die ganze Straße polizeilich überwacht ist, gelang
es 200 AtomkraftgegnerInnen, auf die Strecke zu gelangen und
sich dort niederzulassen.
"Polizeiliche
Drohungen vom harten Durchgreifen oder mit sogenannten Wegtragegebühren
können uns nicht abschrecken", so Heidi Lindstedt, Sprecherin
des Aktionsbündnisses CASTOR- Widerstand Neckarwestheim, "denn
angesichts der katastrophalen Auswirkungen der Wiederaufarbeitung
in Sellafield ist das Mindeste, was wir tun können, uns hier
auf die Straße zu setzen."
Die Wiederaufnahme
der Castor-Transporte nach Großbritannien ist in den letzten
Tagen auf massive Kritik bei Umweltverbänden und Anti-Atom-Gruppen
gestoßen. Dabei legen die Bürgerinitiativen großen
Wert darauf, daß der Protest gegen den Abtransport aus Neckarwestheim
keine Zustimmung zum geplanten Zwischen- oder Interimslager bedeutet.
"Ob der
hochradioaktive Müll nach Sellafield verschoben wird oder ob
er in Neckarwestheim auf dem Hinterhof vor sich hin strahlt, all
dies löst nicht die Probleme kommender Generationen mit den
Hinterlassenschaften des Atomzeitalters", so Lindstedt, "Der
Atommüllberg wächst und wächst, die Kraftwerksbetreiber
verdienen
sich mit Unterstützung von Bundes- und Landesregierung eine
goldene Nase und die Kinder von Sellafield oder die Kindeskinder
von Gemmrigheim sollen die Suppe auslöffeln. Diese verantwortungslose
Politik machen wir nicht länger mit."
Mit freundlichen
Grüßen
Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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