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Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
c/o Demokratisches Zentrum, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg
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Presseinformation
21. 4. 2001
Verwaltungsgericht
gibt AKW-Gegnern Recht
Das Stuttgarter
Verwaltungsgericht hat heute die ausgesprochenen Verbote
und Einschränkungen gegen ein Campverbot und gegen
Versammlungseinschränkungen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden
Atommülltransport vom AKW Neckarwestheim nach Sellafield aufgehoben.
Somit kann die angemeldete Versammlung und Mahnwache der südwestdeutschen
Anti-Atom-Initiativen in Gemmrigheim in vollem Umfang stattfinden.
Gegen die vom
23. bis zum 26. April angemeldete Versammlung und Mahnwache
auf dem Festplatz in Gemmrigheim hatte die Gemeinde in ihrer Funktion
als
Ortspolizeibehörde nach dem Polizeigesetz ein Verbot für
ein "Camp"
ausgesprochen. Dies u. a. mit der Behauptung, dass die angemeldete
Versammlung und Mahnwache nicht unter das Versammlungsgesetz fallen
würde.
Das Landratsamt Ludwigsburg hatte in seinem erst am Freitag ausgestellten
Bescheid mit den versammlungsrechtlichen Auflagen unter anderem
das
Küchenzelt und die Toilettenhäuschen nicht genehmigt.
Obwohl gerade diese
bei früheren Versammlungen vorgeschrieben worden waren.
Sowohl der Versuch
über das Polizeirecht die freie Meinungsäußerung
und
die Versammlungsfreiheit von Atomkraftgegnern einzuschränken,
wie durch
versammlungsrechtliche Auflagen die für mehrere Tage geplante
Versammlung
faktisch unmöglich zu machen, sind gescheitert. Über den
Tübinger
Rechtsanwalt Oswald hatte der Versammlungsanmelder im Eilverfahren
gestern
vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht geklagt und in beiden Fällen
Recht
bekommen.
Damit kann die
Versammlung und Mahnwache wie beantragt, vom 23. bis zum
26. April in vollem Umfang auf dem Festplatz in Gemmrigheim stattfinden.
Wir werten dieses
Verbotsvorgehen der Behörden als einen Versuch, die
Atomkraftgegner mit unzumutbaren juristischen Mitteln politisch
mundtot
machen zu wollen. Gerade jetzt, wo der Atomkonsens mit dem 35-jährigen
Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und der damit verbundenen Verdoppelung
der bisherigen Atommüllmenge, gesellschaftpolitisch nicht mehr
vermittelbar ist.
Einzig und allein
die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen verhindert
die Vergrößerung des ungelösten Atommüllproblemes!
Mit freundlichen
Grüßen
Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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