| Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim |
| Excellox - Atommüllbehälter für WAA Sellafield abfahrbereit |
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Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim c/o Demokratisches Zentrum, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg Tel.: 07141 - 90 33 63 Fax: 07141 - 92 39 91 PRESSEERKLÄRUNG
28.02.2000 Excellox - Atommüllbehälter für WAA Sellafield abfahrbereit Aktionsbündnis kündigt entschiedenen Widerstand an Statt nach Ahaus
soll der Atommüll von Neckarwestheim jetzt nach Sellafield fahren!
Am 23. Januar hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin den CASTOR-Transport
vom AKW Neckarwestheim nach Ahaus abgesagt. Aber schon am Tag zuvor
erteilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Genehmigung
für einen Atommülltransport von Neckarwestheim in die britische
"Wiederaufarbeitungsanlage" (WAA) Sellafield. Der beim Beladen
durch Bedienfehler beschädigte zweite Excellox-Behälter würde
im AKW mittels Ersatzteilen aus GB repariert. Von einer Begutachtung
dieses reparierten Behälters ist jedoch nichts bekannt. Das Aktionsbündnis
kündigt heftigen Widerstand gegen den Abtransport des hochradioaktivenm
Atommülls in die Plutonium-Schleuder in England an. Immer deutlicher
wird, was der sogenannte "Atomausstieg im Konsens" bringt:
Den AKW-Weiterbetrieb sichern, koste es was es wolle. Interims- und
Zwischenlager an den AKW Standorten die Festschreibung von Gorleben
als Enlagerstandort durch den anstehenden Castor - Rücktransport
aus La Hague, durch den das Ende der sogenannten"Wiederaufarbeitung"
alles andere als in greifbare Nähe rückt. Der einzige Grund dafür: Die Profitgier der Atomindustrie und ihrer Lobby - Weiterbetrieb der Atomanlagen um jeden Preis. Durch die Transporte nach Sellafield soll der akute Entsorgungsnotstand im GKN beseitigt und die dadurch drohende Abschaltung der beiden Neckarwestheimer Atommeiler in den nächsten Jahren abgewendet werden. Auch das Interimslager für 24 Castorbehälter, das jetzt genehmigt wird, kann die Zeitspanne bis zur geplanten Fertigstellung des unterirdischen Zwischenlagers in frühestens 5 Jahren nicht überbrücken. Das Aktionsbündnis ruft jetzt zu einer entschiedenen Blockade dieses Atommüll-Transportes auf. Die Gleichung - die Wirtschaft wünscht es so, der Staat sorgt für die Durchführung - kann nicht mehr ohne Legitimationsverlust der Politik aufgehen! Dem Aktionsbündnis
liegen keine konkreten Informationen über diesen Transporttermin
vor. Denkbar ist jedoch auch ein Termin vor dem "Gorleben-Castor",
also in den nächsten Tagen/Wochen! Am Sonntag, 4. März, 14 Uhr, Bahnhof Kirchheim, besteht beim Sonntagsspaziergang erneut die Möglichkeit, gegen den Weiterbetrieb der AKWs zu protestieren. Dort wird es aktuelle Informationen zu den anstehen Atommüll-Transport und zum Interims- und Zwischenlager geben. Weitergehende Informationen
finden sie auf unseren Internetseiten unter http://neckarwestheim.antiatom.de
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